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Sonntag, 08.07.2007 - Sonstiges > Deutschland > Berlin

Wie funktioniert eigentlich Google Earth?



Wer sich diese Frage auch schon einmal gestellt hat, der sollte sich unbedingt den neuen Artikel von Avi Bar-Zeev im Blog RealityPrime durchlesen. Avi war einer der Entwickler bei Keyhole, welches dann von Google aufgekauft und als "Google Earth" neu herausgebracht wurde. Er beschreibt in dem Artikel in relativ einfach verständlicher Sprache, warum man heutzutage mit einem gewöhnlichen PC stufenlos und innerhalb weniger Sekunden in Google Earth vom Weltall aus bis auf Straßenniveau zoomen kann, mit Satellitenbildern in einer Auflösung von teilweise <1m. Und dies ohne den PC übermäßig zu belasten, obwohl doch eigentlich Karten mit dutzenden Terabyte Größe verarbeitet werden müss(t)en?!

Möglich wird dies erst durch zahlreiche technische Rafinessen, die zum Großteil von Google patentiert wurden (und somit leider nicht anderweitig verwendet werden können). Z.B. wird stets nur ein sehr geringer Teil der vorliegenden Daten geladen, abhängig vom Blickwinkel und der Entfernung des Betrachters von den Objekten in Google Earth. Außerdem beginnt Google Earth schon vorausschauend mit dem Herunterladen des Kartenmaterials für einen bestimmten Bereich, indem das Programm versucht, die Bewegung des Betrachters vorauszuberechnen. Die hochaufgelösten Karten sollten damit abhängig von der Geschwindigkeit der Internetverbindung möglichst bereits bereitstehen, wenn der Benutzer die Bewegung an einer bestimmten Stelle anhält.

Der Artikel bei RealityPrime wurde übrigens als Antwort auf einen Artikel auf der in den USA äußerst beliebten Webseite "howstuffworks" geschrieben. Dieser ist zwar recht umfangreich, beschreibt aber an sich nur, was man alles mit Google Earth anstellen kann. Beide Artikel habe ich unten verlinkt.


Und im Google Earth Blog wird zusätzlich noch ein PDF zum Download angeboten, in dem Michael Jones, CTO von Google Earth (Technischer Leiter) die Gründe für die Entwicklung des Programmes aus seiner Sicht erläutert. Googles Vision war und ist es ja, möglichst jede Art von Informationen auf der Welt auffind- und durchsuchbar zu machen. Da viele dieser Informationsschnipsel ortsbezogen sind, bietet es sich natürlich an, sie auch in ebendiesem Kontext darzustellen und nicht nur wie bislang in einer gewöhnlichen Suchmaschine. Sehr lesenswert!

BTW: Seit heute ist http://maps.google.ru/ online. Die englischsprachige "MoscowTimes" hat die Hintergrund-Infos dazu (unten verlinkt).



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