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Dienstag, 11.10.2011 - Sonstiges

Geschützter, ungefilterter Internetverkehr weltweit: So kommt man durch die Firewall

Via Overplay.net: In China und einigen anderen Ländern des Planeten ist es ja mittlerweile leider Usus, dass man den Bürgern keinen komplett freien Zugang zum Internet gewährt, sondern nur einen gefilterten Zugang, bei dem alle missliebigen Inhalte soweit möglich geblockt werden. Dafür wurde quasi eine digitale Version der Chinesischen Mauer errichtet, indem jeder Traffic der ins Ausland geht an einigen zentralen Stellen analysiert wird. Werden in den übertragenen Inhalten bestimmte Keywords gefunden, dann wird der Aufruf mit einem Warnhinweis unterbunden. Für bestimmte URLs ausländischer Dienste gibt es gar eine komplette Blockade oder aber zumindest eine künstliche Drosselung der Geschwindigkeit, so dass diese Dienste nicht mehr praktikal nutzbar sind. Gerade für Individualreisende ist dies ein Problem, wenn man sich selbst informieren möchte und mangels eines ausreichenden Informationsangebotes vor Ort nur online alle Informationen bekommen kann.

Zu den geblockten oder gedrosselten Diensten zählen derzeit u.a. Google Suche/Mail/Reader (gedrosselt), YouTube, Xing, Twitter, Facebook und Google+ (alle geblockt). Eine stets aktuelle Übersicht gibt es in der Wikipedia bzw. speziell für die Google-Dienste im Google Transparency Report. Dies bezieht sich auf den Internetzugang in meinen 5 Hotels in China, die hauptsächlich auf chinesische Gäste und v.a. Geschäftsreisende ausgelegt sind. In explizit auf Ausländer (Tourgruppen/Backpacker) ausgerichteten Hotels kann dies natürlich ein wenig anders ausschauen. In meinen Hotels jedoch war ein Internetzugang jeweils nur per LAN im Zimmer möglich. WLAN war dort nicht vorhanden bzw. nur per Passwort zugänglich und auch sonst konnte ich im Unterschied zu anderen asiatischen Ländern in China nirgendwo ein einziges nicht verschlüsseltes WLAN entdecken. Selbst in modernen Cafés oder Shopping-Centern sind WLANs wenn überhaupt verfügbar, dann nur per Passwort zu nutzen, welches man individuell erfragen muss. Wer gar ein Internetcafé nutzen möchte, der muss sich direkt ausweisen bzw. wird als Ausländer z.T. abgelehnt...

Doch wie kommt man nun an seine Emails oder kann andere essenzielle Dienste nutzen? Die Lösung ist denkbar einfach, softwarebasiert und sobald eingerichtet genügen wenige Klicks, um das Internet ungefiltert nutzen zu können. Man benötigt dafür ein Virtual Private Network, kurz VPN. Das VPN tunnelt, sobald über eine spezielle Software aktiviert, den gesamten Internetverkehr via Browser (HTTP/HTTPS), FTP oder über andere Protokolle, indem eine verschlüsselte Verbindung zu einem Server im Ausland aufgebaut wird. Dieser Server selbst ruft dann die eigentlichen Zielserver auf und lädt dort die gewünschten Inhalte herunter. Auch zu diesem Thema gibt es eine ausführliche Erläuterung in der Wikipedia.

Geschützter, ungefilterter Internetverkehr weltweit mit Overplay.net

Es gibt zahlreiche VPN-Anbieter weltweit, z.T. gar kostenlos (dafür dann mit Limits für die Geschwindigkeit oder den Traffic, werbefinanziert o.ä.) oder kostenpflichtig. Ich konnte in den letzten Wochen sehr gute Erfahrungen mit dem Anbieter Overplay.net machen. Overplay.net kostet 9,95 USD pro Monat. Einmal angemeldet lädt man eine kleine Software herunter. Nach dem Start bekommt man eine stetig wachsende Listen an Servern im Ausland präsentiert und man kann sich so aus einem beliebigen Land z.B. über einen Server in Deutschland, Hong Kong oder den USA ins Internet einklinken. Nach der Auswahl des gewünschten Servers wird die verschlüsselte Verbindung aufgebaut, man bekommt eine IP-Adresse aus dem entsprechenden Land zugeteilt und kann danach das Internet ganz normal nutzen.

Es können in China nicht nur alle geblockten Webseiten normal aufgerufen werden, auch die künstliche Drosselung der Webseiten entfällt, wodurch sich der Internetzugriff stark beschleunigt. Bei ungedrosselten Seiten ist der Zugriff über ein VPN naturgemäß ein wenig langsamer (meist 10-15%), in China war der Vorteil gegenüber der künstlichen Drosselung aber enorm. Die Bewertungen zu Overplay.net sind auf VPN-Vergleichsseiten ebenfalls überwiegend positiv. Overplay.net erlaubt an einem Standort den Zugriff über mehrere Geräte, Traffic-Beschränkungen konnte ich nicht erkennen und der Support ist bei Fragen schnell zu erreichen. Die Bezahlung erfolgt z.B. im Abonnement via PayPal, wobei man den Account nach einer Reise ohne Probleme erst einmal pausieren kann. Ich kann daher den Einsatz von Overplay.net als VPN in China nur empfehlen. Auf der Webseite des Anbieters gibt es eine umfangreiche FAQ und Anleitungen für den Einsatz auf verschiedenen Geräten.

Das VPN sollte man vor der Reise nach China fertig einrichten, denn im Land ist der Zugriff auf derartige Webseiten selbstverständlich ebenfalls blockiert. Alternativ ist ein Zugriff über folgende IP-Adressen möglich, die man in der Hosts-Datei des Rechners hinterlegen kann:

  • 107.20.227.111 www.overplay.net
  • 107.20.228.107 patch.oppatch.com

Internetzugang per LAN/WLAN auf mehrere Geräte verteilen mit Connectify

Noch ein kurzer Tipp: Wenn wie in China nur ein LAN-Zugriff auf das Internet möglich ist, dann ist der Zugriff per iPhone, iPad und Co. natürlich mangels Netzwerkanschluss schwierig. Abhilfe schaffen hier Programme wie Connectify. Connectify kann eine im Laptop per LAN oder WLAN eingehende Interverbindung per WLAN weiterverteilen. Richtet man dieses verschlüsselte WLAN einmalig ein, startet Connectify automatisch beim Hochfahren des Laptops und verbindet sich einmalig von den anderen Geräten mit diesem WLAN, dann hat man zukünftig automatisch eine Internetverbindung auf allen Geräten, sobald man das Netzwerkkabel in den Laptop stöpselt. Kombiniert mit dem VPN schafft man sich so eine recht komfortable und gesicherte Umgebung, in der es keine Rolle spielt, ob und in welcher Form ein Staat den Internetzugang künstlich beschränkt.



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