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Samstag, 21.01.2006 - Australien / Neuseeland > Neuseeland > Tauranga

Alle wollen Sie nach Coromandel!

Der kurze Zwischenstopp in Auckland ist mittlerweile wieder vorbei. Gleich früh am morgen habe ich im Hostel ausgescheckt, bin mit dem Backpack zum Car Park gelaufen und habe dort meinen Wagen aus der 8. Etage (von insg. 14 Etagen!) geholt. Und ich war wirklich geschockt, als ich den Preis für die eine Nacht gesehen habe: $32 NZD, d.h. nur $18 NZD preiswerter als mein Hostel-Aufenthalt. Zwar dachte ich, dass für diesen Preis doch wohl eine volle Tankfüllung und eine Wagenwäsche mit enthalten wären, dem war aber leider nicht so... ;-)



Nachdem ich in Auckland endlich die passende Auffahrt für den Motorway 1 gefunden hatte, ging es dann mehr oder weniger zügig zuerst Richtung Süden und dann auf dem Motorway 2 immer weiter nach Osten. Begleitet wurde ich dabei anscheinend von einem Großteil der Aucklander, darunter waren viele die aus ihrem Garten ein Boot hervorgekramt und dieses auf einen Anhänger gesetzt hatten, welches sie nun - 20 oder 30 km/h über dem Geschwindigkeitslimit - hinter sich herzogen, ebenfalls auf dem Weg zur Coromandel Peninsula.

Die Coromandel Peninsula ist (was auch sonst) eine Halbinsel ca. 200km südöstlich von Auckland und 100km östlich von Hamilton. Die Halbinsel ist sehr hügelig, daher sind eigentlich auch nur die Küsten zu den drei Meeres-Seiten dichter bevölkert. Viele schöne, oftmals nicht von außen einsehbare Buchten laden zum Schwimmen und Entspannen ein.

Bevor ich jedoch dort ankam, ging es für mich erst einmal immer am "Firth of Thames" entlang in die Stadt Thames. Diese war gegen 1870 mit 15.000 Einwohnern eine der am stärksten bevölkerten Städte Neuseelands. Der Grund dafür waren vor allem die Goldfunde und genau deswegen war ich heute ebenfalls dort. Von den vielen kleinen Mienen, die über die Coromandel Peninsula verstreut sind, ist vor allem eine Mine in Thames am westlichen Rand der Peninsula heute noch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im Rahmen der sogenannten "Gold Mine Experience" kann man als Besucher eindrucksvoll sehen, wie damals unter schwierigsten Bedingungen und ohne die heutigen technischen Möglichkeiten Gold aus dem Felsgestein gewonnen wurde. Und in Thames gibt es keinerlei Nuggets, sondern das Gold ist in Form von Goldstaub im Gestein zu finden. Mit einer immer noch voll funktionsfähigen Anlage wird einem dann gezeigt, wie die einzelnen, ca. 20kg schweren Bruchstücke des Gesteins zerstampft und zu einem glitzernden Brei gemahlen werden, der dann ausgewaschen wird, so dass nur Gold, Silber und einige andere Mineralien übrigbleiben. Diese Reste werden mit Hilfe von Quecksilber und mehrmaligem Erhitzen voneinander getrennt, so dass am Ende der Goldstaub übrigbleibt.

Neben diesem Prozess der Goldgewinnung kann man sich aber noch zahlreiche weitere Anlagen anschauen, sowie authentische Schwarz-Weiss-Aufnahmen aus der Region. Außerdem kann man natürlich auch in die Mine selbst gehen. Da ich gegen Mittag der einzigste Besucher war, bin ich mit jemandem, der tatsächlich noch in einer der Minen gearbeitet hat, sozusagen auf "Exklusivtour" gegangen. Und da der Strom in der Mine ausgefallen war, hieß es dafür: Helm auf und Taschenlampen mitnehmen.

In der Mine kann man dann die unterschiedlichen Stufen des Abbauprozesses sehen und ich konnte von meinem Führer genau erfahren, welche Arbeiten damals vorgenommen wurden und welche technischen Möglichkeiten es gab (kurzgefasst: es war kaum eine Sprengung der Felsen per Dynamit möglich, stattdessen musste per Hand gehackt werden). Dort unten konnte man in der Struktur des Gesteins ebenfalls deutliche Spuren eines früheren Erdbebens sehen.

Gerade mit dieser exklusiven Führung fand ich dies sehr interessant, zudem ich auch in einige Bereiche der Mine gehen durfte, die normalerweise (noch) gesperrt sind (da nicht ausreichend gesichert). Die Eintritt in die "Gold Mine Experience" kostet $10 NZD und auf der unten verlinkten Website gibt es weitere Informationen dazu.

Nach Thames bin ich dann direkt nach Süden bis zu meinem Tagesziel Tauranga weitergefahren. Auf dem Weg dahin kommt man auch an einigen schönen Stränden vorbei, u.a. in Whangamata. In Tauranga gibt es nicht allzuviel zu sehen (außer z.B. dem Mount Manganui im Osten, der mit ~300m Höhe weitreichende Aussichten bietet), dafür gibt es jedoch viele Cafés, Restaurants und Bars.

Mein Lager habe ich diesmal in der "Bell Lodge" aufgeschlagen, die ein wenig außerhalb von Tauranga liegt. Direkt in dem Ort waren bereits am Nachmittag praktisch alle Betten belegt (außer einige Dorms in den Hostels), so dass ich mir dann von einem i-site Visitor Centre das Zimmer in der Bell Lodge hab reservieren lassen. Mit eigenem Bad, Parkplatz etc. kostet dies $60 NZD (= ca. 38 EUR), ein recht guter Preis also.



Bücher, Filme etc. zu Tauranga (Neuseeland)


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