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Montag, 13.03.2006 - Australien / Neuseeland > Australien > Darwin

Zu Besuch im "Museum and Art Gallery of the NT"

Heute habe ich mein Programm mal auf eine einzelne Attraktion beschränkt und zwar war dies das/die "Museum and Art Gallery of the Northern Territory". Diese Kombination aus Museum und Kunst-Galerie liegt ca. 15 Minuten nördlich der Innenstadt von Darwin, ganz in der Nähe des Botanischen Gartens an der Küste. Wer nicht per Auto unterwegs ist, kann das Museum für lediglich $1,40 AUD mit den Buslinien 4 und 6 erreichen. Der Eintritt für das Museum selbst ist kostenlos.



Das Museum bietet dem Besucher eine ganze Reihe an unterschiedlichen Ausstellungen, die teilweise auch nur temporär dort zu sehen sind. Derzeit kann man dort Folgendes anschauen:

Aboriginee-Kunst, -Werkzeuge etc.

Ein Großteil der unteren Ebene des Museums ist den Kunstwerken der Aboriginee gewidmet. Es werden zahlreiche Zeichnungen, Instrumente, Werkzeuge etc. präsentiert, die oftmals mit den typischen Dot-Paintings verziert sind. Leider sind Fotos verboten, eine Google-Bildersuche nach "Aboriginee Art" sollte aber für einen ersten Eindruck ausreichend sein. Zusätzlich zu den Ausstellungsgegenständen gibt es Info-Tafeln, auf denen u.a. gezeigt wird, wieviele unterschiedliche Stammes- und damit auch Sprachgruppen es innerhalb der als Aboriginee bezeichneten Bevölkerungsgruppe gab bzw. noch gibt (speziell die Anzahl der noch aktiv gesprochenen Sprachen wird zunehmend geringer).

Klassischer Museumsteil

In einem weiteren Teil der unteren Ebene erfährt man mehr über die (lokale) Fauna und Flora. So wurden z.B. Teile eines Korallenriffes nachgebaut und mit Nachbildungen der entsprechenden tierischen Bewohner bestückt.

Temporäre Ausstellung "The Policeman's Eye"

Diese nur noch ca. eine Woche laufende Ausstellung zeigt die Fotos von Paul Foelsche, die dieser vor über 100 Jahren im Northern Territory (besonders im Gebiet von Darwin) aufgenommen hat. Der gebürtige Deutsche Paul Foelsche (aus Moorburg an der Elbe) war eigentlich Polizist, wurde allerdings durch seine Leidenschaft für die Fotographie zunehmend zu einer Art Geschichtsschreiber der Region. Seine Bilder zeigen authentische Szenen des Lebens im "Top End", am Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit also, als es noch keine Eisenbahn quer durch Australien, keine Fluglinien etc. gab.

Foelsche hat sich dabei nicht auf bestimmte Motive beschränkt, sondern hat praktisch alles fotographisch festgehalten, was es sehenswertes gab: Aboriginee-Camps am Rand von Darwin, die Entwicklung von Darwin mit ersten Outback-Läden, chinesische Minenarbeiter, eine Expedition ins Inland mit einer Krokodilsjagd uvm. Da die damalige Technik noch Belichtungszeiten von bis zu 10 Sekunden notwendig machte, bis ein Motiv auf einer Glasscheibe eingebrannt war, haben seine Bilder auch den typischen Sepia-Look, wie man ihn z.B. von der Livingstone-Expedition am Nil kennt.

Bedeutsam sind seine Bilder vor allem deshalb, weil mit dem beginnenden 21. Jahrhundert nach drei Cyclonen / Hurricanes, den Bombardierungen im II. Weltkrieg und der normalen Stadtentwicklung in über 100 Jahren von den ursprünglichen Gebäuden kaum mehr als letzte Überreste zu sehen sind.

Zusätzlich zu den Fotomotiven hat Paul Foelsche während der Jahre im Top End noch diverse neue Tier- und Pflanzenarten für einen Botaniker sowie Gegenstände und Kunstwerke des lokalen Aboriginee-Stammes (der Larrakia) gesammelt und weitere wichtige Taten vollbracht (u.a. für die örtliche Freimaurer-Loge), die ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit in dieser Region gemacht haben. Heute gibt es u.a. einen Fluss, diverse Tier- und Pflanzenarten und eine Straße in Darwin, die nach Paul Foelsche benannt sind.

Cyclon / Hurrican "Tracey"

1974 wurde Darwin von einem der verheerendsten Cyclone in der Geschichte Australiens heimgesucht. Große Teil der Stadt wurden zerstört und mussten danach komplett neu aufgebaut werden. Im Museum kann man anhand von Video- und Audioaufnahmen mit Zeitzeugenberichten und anhand von Luftbildern nachvollziehen, wie großflächig die Zerstörungen damals waren.

Exit Youth

Ein kleiner Teil des Museums ist den Arbeiten von Kunststudenten aus Darwin gewidmet. Man kann dort z.B. die Mappen der einzelnen Studenten mit (wirklich sehenswerten) Arbeiten aus den letzten Jahren durchblättern.

Marine-Ausstellung

Schließlich gibt es ganz im hinteren Teil des Museums auch noch eine kleine Marine-Ausstellung, mit diversen Segelbooten etc.

Insgesamt ist das/die "Museum and Art Gallery of the Northern Territory" also auf jedenfall einen Besuch wert. Und da der Eintritt kostenlos ist, kann man dabei auch nicht viel falsch machen. Eine offizielle Website mit weiteren Informationen zum Museum gibt es leider (bislang) nicht.

Neben den im letzten Beitrag genannten Attraktionen in Darwin gibt es übrigens im "Umland" noch einige weitere (vor allem Nationalparks bzw. Wildlife-Parks), die ich zwar in dieser kurzen Zeit nicht besuchen konnte, der Vollstädigkeit halber sollen dieser hiermit dennoch erwähnt werden:

Territory Wildlife Park in Berry Springs

Etwa 45 Minuten südlich von Darwin gelegener Wildlife-Park. Dort kann man auf einer Fläche von insgesamt 400 Hektar die typische Fauna und Flora des Northern Territory hautnah erleben. Der Eintritt kostet für Erwachsene $18. Ausführliche Informationen dazu gibt es unter www.territorywildlifepark.com.au.

Darwin Crocodile Farm

Eine der weltweit größten Krokodilsfarmen mit weit über 10.000 Krokodilen! Die Anlage ist ebenfalls ca. 40 Minuten südlich von Darwin gelegen und kann täglich besichtigt werden. Dies ist allerdings kein Park, sondern auf der Krokodilsfarm werden die Krokos gezüchtet, um dann zu Handtaschen etc. weiterverarbeitet zu werden. Wer mag, kann vor Ort auch ein (nach Hühnchen schmeckendes) Krokodilssteak verspeisen.

So, jetzt aber genug für heute... ;-)



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