KAHUNABLOG Weltreise Blog

Wohin geht es?

Reiseziele sind u.a. Australien, Neuseeland und die USA. Aber es geht auch in diverse Länder in Asien, Europa, Südamerika etc. Vorschläge für neue Ziele sind gern gesehen!

Was passiert hier?

In diesem Weblog werden allg. Informationen und persönliche Erfahrungen zu Reisen in versch. Länder weltweit veröffentlicht.

KAHUNACAST - Travel-Podcast

Reisen leichtgemacht

Top-Beiträge, Kommentare, ...

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Bloggeramt.de


The Heart. The Soul. The Centre.

Dieser Titel ist der Werbespruch von Central Australia Tourism und sehr passend für Alice Springs und Umgebung. Denn auch wenn der Regenwald im Norden und Nordosten Australiens sowie das üppige Grün im östlichen Raum nicht weniger typisch für Australien sind, ist das Outback rund um Alice Springs doch das, was einem als Besucher sicherlich als erstes einfällt, wenn von Australien die Rede ist. An meinem zweiten Tag in Alice Springs habe ich mich nun schon ein Stück weiter in das "Outback" vorgearbeitet.



Auf dem Programm standen heute der "Royal Flying Doctor Service of Australia", "Anzac Hill" und der "Alice Springs Desert Park":

Anzac Hill

Los ging es mit dem kurzen Lauf auf den unweit des Zentrums gelegenen Anzac Hill. Von der Spitze dieses Hügels aus hat man einen guten Überblick über Alice Springs, sowie die Umgebung mit der Simpson Gap etc. Durch die sehr klare Luft ist eine weite Sicht garantiert. Auf der Spitze des Hügels gibt es dazu noch ein Weltkriegs-Mahnmal, was allerdings nicht unbedingt der Grund ist, warum man hier hoch sollte.

Royal Flying Doctor Service of Australia

Wie bekommt man mitten im Outback, also im Zentrum Australiens, fernab großer Städte wie Sydney und z.T. auch einige Hundert Kilometer vom regionalen Zentrum Alice Springs entfernt, medizinische Hilfe, wenn diese dringend benötigt wird? Die Antwort ist seit 1928 recht einfach: Über den "Royal Flying Doctor Service of Australia".

Diese Organisation betreibt in Australien mittlerweile 23 regionale Zentren mit knapp über 50 Flugzeugen, die Ärzte und anderes medizinisches Personal schnellstmöglich in noch so abgelegene Gegenden bringen können, wenn dies notwendig sein sollte. Die "fliegenden Ärzte" sorgen dafür, dass Aboriginee-Gemeinden, Farmbetreiber und auch Touristen die medizinische Hilfe erhalten, die sie benötigen. Neben Notfallflügen besuchen die Ärzte des "Royal Flying Doctor Service" aber genauso auf regulärer Basis einzelne Gemeinden, bringen Patienten in Krankenhäuser etc.

Das Zentrum in Alice Springs war dabei die erste Basis der Ärzte und ist heute noch die mit Abstand wichtigste. Diese Station vor Ort kann man täglich besuchen und genau dies habe ich heute auch gemacht, um mehr über die Arbeit des "Royal Flying Doctor Service" zu erfahren. Der Eintritt kostet $6.50 AUD und man erhält dann in einem Film und einem kleinen Museum einen Einblick in die Geschichte der Organisation. Besonders interessant ist allerdings der Einblick in einen der "Operating Rooms", in dem die Einsätze für ganz "Central Australia" koordiniert werden (alles im Umkreis von ca. 600km). U.a. wird dort auf eine großen Karte laufend vermerkt, wo man denn überhaupt überall landen kann im Outback und wo sich welche Flugzeuge gerade aufhalten.

Insgesamt deckt der "Royal Flying Doctor Service" mittlerweile eine Fläche von sagenhaften 7,15 Mio. km² ab und es werden ca. 40.000 Flüge pro Jahr durchgeführt, bei denen mehr als 26.000 Patienten durch die Gegend geflogen werden.

Alice Springs Desert Park

Für diesen ein paar Kilometer außerhalb von Alice Springs gelegenen Park musste ich mir erst einmal eine Reservierung holen, bevor es dann am Nachmittag mit dem Shuttle-Service losgehen konnte (mit mir als einzigem Passagier). Transfer und Eintritt kosten zusammen $30 AUD und diese Ausgabe  lohnt sich wirklich.

Der Desert Park ist nicht einfach nur eine Sandlandschaft, für die man Eintritt bezahlt. Denn - wie mittlerweile jeder wissen sollte - sind große Sanddünen nur eine von vielen Wüstenformen. Beim "Alice Springs Desert Park" handelt es sich vielmehr um eine Ansammlung ganz unterschiedlicher Landschaften und Wüstenformen. Eingeteilt in Bereiche wie "Desert River Habitat", "Woodland Habitat" und "Sand Country Habitat" taucht man als Besucher ein in all die im Outback vorherrschenden Landschaftsformen (ausgetrocknete Flussläufe, Salzseen, staubige Pisten aus rotem Sand usw.).

In jedem der drei Hauptbereiche kann man die jeweilige Flora und Fauna hautnah erleben. Der "Desert Park" hat dabei nicht das typische Park-Feeling, da alles sehr natürlich wirkt, so wie es präsentiert wird. Es gibt keine Zäune oder Absperrungen und zahlreiche Tiere rennen und springen zwischen den Bäumen und Sträuchern hin und her. In einer ganzen Reihe an "Meeting Points" erfährt man mehr über die gerade sichtbare Landschaft und in vielen kleinen Häusern kann man weitere Tiere (meist Vögel, Eidechsen etc.) beobachten.

Natürlich darf ein begehbares Gehege für Känguruhs und Emus nicht fehlen (dieses ist aber dennoch mit einem Zaun + Toren umgeben). Mehrmals am Tag gibt es im "Nature Theatre" Vorführungen wie die "Birds of Prey"-Show. An den Meeting-Points kann man zusätzlich erfahrene Guides befragen und das Exhibition Centre zeigt in einem Kino, in welchem Filme über das Leben in der Wüste gezeigt werden, wie lebendig das Outback eigentlich ist.

Das Highlight war für mich allerdings ohne jede Frage das "Nocturnal House". In diesem Haus werden nachtaktive Tiere aus Australien gezeigt. Derartige Anlagen habe ich zwar schon in anderen Parks gesehen, die Größe der Anlage hier und die Vielfalt der gezeigten Tiere war aber einfach überwältigend. Neben den üblichen Verdächtigen wie Schlangen und Eidechsen, waren so z.B. Mulgaras (eine Art 30cm-Mini-Känguruh), ein "Tawny-Frogmouth" (eine Eule), Fledermäuse, Stacheligel, Spinifex-Springmäuse uvm. zu sehen. Durch die Größe der Anlagen und das stark gedimmte Licht konnte man diese Tiere ganz ungestört beobachten (Fotos waren dann natürlich nicht möglich und erlaubt).

Auch wer nur kurz in Alice Springs verweilt, der sollte meiner Meinung nach unbedingt hier im Park vorbeischauen. Wenn man sich einem Guide anschließt oder noch eine der Shows anschauen will, der sollte etwa 3h für den Besuch einplanen.

Was noch zu sagen wäre

Bei meinen verschiedenen Stationen in den letzten Tagen in Alice Springs konnte ich feststellen, dass diese merkwürdigerweise kaum besucht sind. So war ich beim "Royal Flying Doctor Service" mit nur zwei anderen Personen dort, in der "School of the Air" war außer mir nur eine Person und im "Desert Park" habe ich über eine Stunde niemanden sonst gesehen.

Ich weiß nicht, ob dies daran liegt, dass die Saison langsam zuende geht (zumindest kalendarisch, denn am Montag fängt ja der Herbst an) oder weil viele Leute heute direkt nach Yulara an den Uluru fliegen und nicht mehr nach Alice Springs kommen. Auf jedenfall kann ich sagen, dass man dann etwas verpasst hat. Aber was beschwere ich mich, das Erlebnis ist so ja ungemein größer, als wenn Busladungen voller Japaner während meines Besuches eintreffen würden...



Bücher, Filme etc. zu Alice Springs (Australien)


Alice Springs Stefan Loose Reiseführer Australien, Der OstenStefan Loose Reiseführer Australien, Der Osten
LOOSE
Erscheinungsdatum: 2015-10-02
Nur EUR 23,99
Alice Springs Ostaustralien selbst entdecken: Great Barrier Reef, Cairns / Cooktown, Alice Springs / Uluru, Adelaide / Townsville, Sydney / Melbourne, Canberra / Brisbane, Tasmanien / HobartOstaustralien selbst entdecken: Great Barrier Reef,...
Regenbogen Verlag
Erscheinungsdatum: 2000-08
Nur EUR 16,95
Alice Springs Das Northern Territory und weiterführende Routen (australienweit)Das Northern Territory und weiterführende Routen (a...
Verlag 360 Grad
Erscheinungsdatum: 2015-07-01
Nur EUR 27,00

Weitere: Das Northern Territory und weiterführende Routen (a..., Australien mit Outback - Reiseführer von Iwanowski:..., Baedeker Reiseführer Australien: mit GROSSER REISEK..., DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Australien: mit E...

Externe Links und Angebote



Kommentare zu diesem Beitrag



Ähnliche Beiträge im Weltreise Blog