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Erlebnisse im Anangu-Land / Outback - Teil III



Wieder begann der Tag schon früh am Morgen um 5:00 Uhr. Heute morgen stand der knapp 7km lange "Kings Canyon Rim Walk" auf dem Programm (bzw. alternativ auf Wunsch der kürzere und leichtere "Kings Canyon Creek Walk"). Beim Kings Canyon handelt es sich um einen großen Canyon mit durch Erosion und anderen geologischen Prozessen sehr stark geprägten Landschaftsstrukturen. D.h. es gibt steile Hänge, Schluchten und sogar einen ausgetrockneten See oben auf dem Canyonrand, bei dem der ursprüngliche Sand über Millionen Jahre hinweg versteinert ist, so dass man dort jetzt Steinplatten mit einer ganz besonderen Wellenstruktur sehen kann.

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Wie immer konnte uns unser Guide Kristie sehr viel über die Entstehung dieser Landschaft, die Pflanzen usw. erzählen (Guy war als französischsprachiger/-stämmiger Australier eigentlich mehr für unsere zwei Franzosen zuständig). Die Wanderung auf dem Canyon-Rand hat mir persönlich noch besser gefallen, als der "Valley of the Winds"-Walk in Kata Tjuta oder der "Base Walk" am Uluru, da die Landschaft sich hier hinter jeder Felskante stark wandeln kann.

So gibt es bspw. inmitten der trockenen Felslandschaft eine Schlucht mit dem Namen "Garden Eden", welche ihren Namen nicht ohne Grund besitzt. In der Schlucht existiert dauerhaft ein Wasserloch, so dass sich auf diesem kleinen Raum üppige Vegetation ausbilden konnte, was dann natürlich auch einige Tiere anlockt.


Nach dem wir einige Stunden auf diesem Walk unterwegs waren, sind wir dann noch am Vormittag wieder zurück zum Ausgangspunkt des Walks gekommen. Nach einem Zwischenstopp am Kings Creek Resort für ein Mittagessen stand nun die Fahrt entlang des "Mereenie Loop Drive" bis nach Glen Valley auf dem Programm. Im Gegensatz zu den bisherigen Straßen ist dieser Drive nicht mehr asphaltiert, sondern es handelt sich tatsächlich nur um eine unbefestigte Straße, die aus Schotter und dem roten Sand besteht.

Die nächsten Stunden waren also "etwas" holprig, was die Stimmung allerdings nicht eintrüben konnte. Ganz im Gegenteil: Auf der vielleicht 300km langen Fahrt bis nach Glen Valley hatten wir zwar keine Wanderungen oder größere Stopps mehr eingeplant, dafür gab es jedoch entlang der Strecke eine ganze Reihe nicht planbarer Erlebnisse. U.a. sind wir Wildpferden begegnet, die mitten auf der Straße standen oder in einer ganzen Herde an uns vorbeigaloppierten; wir haben eine knapp 1m langen Lizard gesehen; ein einsames Känguruh ist kurz vor dem Bus über die Straße gehoppelt uvm.

In Glen Valley mussten wir uns dann leider von vier Leuten verabschieden, die statt der 3-Tages-Tour die 5-Tages-Tour gebucht hatten. Da aber Email-Adressen und Co. ausgetauscht wurden, wird der Kontakt sicherlich bestehen bleiben. Für uns 3-Tages-Tourler ging es dann entlang der West Macdonnell Ranges die letzten 150km zurück nach Alice Springs, wo wir dann nach Sonnenuntergang eintrafen.

Zusammengefasst war diese 3 Tage ein einfach unglaubliches Erlebnis, mit beeindruckender Natur, netten Leuten und einem spitzen Wetter. Ich kann jedem der in Alice Springs ist nur empfehlen, dass er eine Outback-Tour mitmacht und am besten sollte er sich dabei für Sahara Adventure Tours entscheiden, denn meine Erfahrungen mit dem Veranstalter sind aufjedenfall durchweg positiv.



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