Nach dem Mammut-Trip gestern, der vom Capitol über die Südflanke der National Mall und rund um das Tidal Basin bis zum Lincoln Memorial führte, ging es diesmal v.a. zu den Sehenswürdigkeiten auf bzw. nördlich der National Mall. U.a. ging es durch die Machtzentrale des Landes und am Sitz von Präsident Obama, dem White House an 1600 Pennsylvania Avenue, vorbei. Wer solche Trips nicht komplett ablaufen möchte, der kann z.B. bei DC Tours HopOn-HopOff-Tickets für die auf einem Rundkurs fahrenden Busse kaufen. Aufgrund der geringen Entfernungen in D.C. bringen diese Tickets außer dem sicherlich informativen Kommentar aber keinen nennenswerten Vorteil (+ ständige Wartezeiten auf den nächsten Bus).
National Museum of Natural History, das Museum für Naturgeschichte ist eine bedeutsame wissenschaftliche Forschungseinrichtung und äusserst beliebt bei Washington-Besuchern. Zu sehen sind v.a. sehr viele Dinosaurier-Skelette, aber genauso Exponate aus der "jüngeren Vergangenheit" (= 65 Mio. BC bis heute).
National Museum of American History, dieses Museum konzentriert sich ganz auf die amerikanische Geschichte und bietet einzelne Ausstellungen z.B. zu den amerikanischen Präsidenten und First Ladies, der Entwicklung des Transports in den USA, dem Leben in den Staaten zu (Bürger)Kriegs- und Friedenszeiten uvm.
National World War II Memorial, auf der National Mall westlich des Washington Monument gelegen, gedenkt dieses Memorial den im II. WW. gefallenen Soldaten der einzelnen US-Bundesstaaten.
District of Columbia War Memorial, ein weiteres Kriegsdenkmal, diesmal speziell für den District of Columbia, der ja kein regulärer Bundesstaat ist. 1995 errichtet, zeigt es schwerbewaffnete Soldaten bei nächtlichen Kontrollläufen in den Reisfeldern.
Federal Reserve, die Zentrale des PRIVATEN amerikanischen Notenbanksystems. Welch Wunder, dass vor diesem Gebäude mehr schwerbewaffnete Bewacher stehen, als vor dem Weißen Haus...
Constitution Gardens, ein kleiner Garten westlich des Washington Monument auf der National Mall. Gut für eine Verschnaufpause geeignet, u.a. mit dem C&O Canal Gatehouse von 1835.
Watergate Complex, hier im Nordwesten der National Mall am Potomac River kam es 1972 zum Watergate-Skandal, der letztendlich zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führte.
Pennsylvania Avenue, der wichtigste Boulevard der Stadt, führt vom Nordwesten an den Machtzentralen von Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank und International Finance Corporation (IFC) vorbei zum White House
Blair House, mit dem Lafayette-Square direkt nördlich des White House
White House, das Weiße Hause und seit dem 19. Jh. traditioneller Sitz des US-Präsidenten. Eine Besichtigung ist heute praktisch nur noch für US-Amerikaner über ihre Kongressabgeordneten möglich. Alle anderen Besucher können jedoch im Norden und Süden einen recht guten Blick auf das Gebäude erhaschen und im Visitor Center im Department of Commerce-Gebäude (Nordseite) erfährt man mehr über das Gebäude und dessen Bewohner. Welt.de verrät mehr über den Aufbau des White House.
Weiter auf der Pennsylvania Avenue geht es zum Federal Bureau of Investigation (FBI). Das Gebäude ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, als eines der mit Abstand hässlichsten Gebäude der Stadt ist das J. Edgar Hoover Building aber schon von weithin sichtbar.
Den Abschluss dieser Tour bildete dann das neue Newseum. Dieses Museum wurde erst vor einem Jahr eingeweiht und informiert ausführlich über die Tätigkeit von Journalisten weltweit. Auf 7 Etagen kann man Berichte aus weltweiten Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Medien zu Ereignissen wie dem Fall der Berliner Mauer, dem Sezessionskrieg in den USA oder auch den Hexenjagden in Salem nachlesen. Es gibt einen interaktiven Newsroom, Galerien mit Pressephotos, zahlreiche Filmvorführungen, ein Fernsehstudio, Schnittraum, außerhalb des Museums die täglich neuen Coverseiten zahlreicher weltweiter Zeitungen und einiges mehr. Auf dem Dach findet sich eine Terrasse, die einen guten Blick u.a. auf das Capitol bietet. Der Eintrittspreis für das Museum liegt bei 20 USD.