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Hotels in Washington D C

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Donnerstag, 09.04.2009 - Nordamerika > USA > Washington D.C.

Washington D.C. im April: Capitol bis Lincoln Memorial

Nach zwei Monaten in New York bin ich heute für einige Tage nach Washington D.C. weitergezogen, um dort Obamatown mit dem Capitol, dem White House, National Mall und all den Museen und Monumenten rundherum zu besichtigen. Der Termin kurz vor bzw. an Ostern bot sich an, da zu dieser Zeit ein Großteil der in der US-Hauptstadt tätigen Politiker/Diplomaten die Stadt verlässt und die Hotelpreise somit auf einem etwas angenehmeren Level liegen als sonst üblich. V.a. unter der Woche bekommt man in Washington im Zentrum sonst selten ein Hotelzimmer für < 200 USD pro Nacht. Außerdem läuft gerade das Cherry Blossom Festival, da derzeit Tausende Kirschbäume voll erblüht sind.



Hotel in Washington D.C.

Wer für einen Aufenthalt in Washington D.C. ein Hotelzimmer sucht, der sollte entweder außerhalb der Stadt, d.h. außerhalb des District of Columbia (D.C.) in Hotels oder Bed&Breakfast-Unterkünften übernachten (z.B. in Alexandria oder Arlington, nicht weit vom Pentagon westlich des Potomac River) oder aber man nutzt für die Buchung ein Tool wie den "Flexible Rate Calendar" von Expedia. Über solche Kalender wird schnell deutlich, wie stark die Preise bei den Hotelzimmern in D.C. schwanken. Generell sind die Preise in Washington dabei am Wochenende oder an Feiertagen niedriger. So kostete mich mein Zimmer im direkt auf dem Capitol Hill in Sichtweite zum Capitol gelegenen "Phoenix Park Hotel" letztendlich für 3 Nächte 2x89 USD und 1x229 USD pro Nacht + Tax - die Tage zuvor lag der Preis bei 370 USD pro Nacht und Nase!!!

Dafür gab es ein recht komfortables Zimmer mit allen wünschenswerten Annehmlichkeiten und schnellem WiFi, Doorman, Flatscreen TV, Marmorböden und barocken Verzierungen. Kein Frühstück o.ä., aber man bezahlt hier klar für die Lage mit, denn als Mitglied von Senate oder des House of Representatives ist man schnell im Büro und als Besucher kommt man sehr schnell zur Union Station mit der Metro/Bahn oder zur National Mall. Auch wenn die Preise für die Hotels in Washington D.C. sehr hoch sind, so spart man dies dann bei den Aktivitäten vor Ort schnell ein, denn die Museen etc. sind fast alle kostenlos zugänglich.


Flug oder Bahn nach Washington D.C.?

Eigentlich hatte ich Flugtickets vom New Yorker JFK Airport zum Washington Ronald Reagan National-Airport, die als Return-Flug ~100 USD inkl. Tax kosteten. Ein Flug auf dieser Strecke dauert lediglich ~100 Minuten. Letztendlich habe ich mich dann aber für eine Bahnfahrt mit Amtrak entschieden. Züge gehen während der Woche fast stündlich von der New Yorker Penn Station zur Union Station in Washington D.C. Auch hier schwanken die Preise erheblich, mit 100-120 USD pro Strecke ist aber in etwa zu rechnen. Der Northern Regional-Zug benötigt 3h 20min, 30min schneller und 50% teurer geht es mit dem moderneren Acela Express. Obwohl die Bahnfahrt auf den ersten Blick länger dauert und teurer ist, so habe ich diese doch dem Flug vorgezogen, denn so entfallen die Bustransfers zu den Flughäfen, quälend lange Sicherheitskontrollen, Wartezeiten für Checkin und Boarding und die Gepäckgebühren (die in den USA auch für das 1. Gepäckstück erhoben werden), zudem lag mein Hotel in D.C. ja direkt am Bahnhof.

Auf besondes ansehnliche Landschaften stößt man unterwegs zwar nicht (Städte wie Trenton in New Jersey oder Philadelphia sind von der Bahn aus gesehen eher eine Ansammlung aus Schrottplätzen, leerstehenden Fabriken und 99cent-Läden), immerhin geht es aber auch durch weitläufige Buchten am Atlantik, Farmgelände und Small-Town-Amerika mit den typischen Holzhäusern und dem obligatorischen Baum + "For Sale"-Schild davor.

Fazit: Auf dieser Strecke würde ich den Zug klar einem Flug vorziehen. Man hat wesentlich mehr Platz (50% leer) und sieht einiges mehr. Nur wer kein Gepäck einchecken muss, kommt mit einem Flug schneller.

Sehenswürdigkeiten in Washington D.C.

Als Hauptstadt der USA hat Washington D.C. natürlich so einiges zu bieten und viele Sehenswürdigkeiten wie Capitol, Washington Monument und - klar - das White House (Weißes Haus) sind sicherlich jedem ein Begriff, spielen sie doch ständig in den Nachrichten, in Spielfilmen (į la Roland Emmerichs Independence Day) und TV-Serien wichtige Nebenrollen. Da es sich bei Washington um eine komplett durchgeplante Stadt handelt, mit einem Gitternetz aus Straßen, die von breiten Boulevards diagonal durchschnitten werden, sind die wichtigsten Gebäude nicht etwa quer über die Stadt verteilt, sondern diese wurden zentral rund um die National Mall gruppiert oder an den Schnittpunkten der Boulevards errichtet. Dies erleichtert einem Besucher die Orientierung und fast alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss gut erreichbar.

Die 4km lange und <100m Breite National Mall bildet dabei das Herzstück der Stadt. Zwischen dem Capitol ganz im Osten der Mall und dem Lincoln Memorial ganz im Westen stößt man auf unzählige bedeutsame Museen (alle mit dem wichtigen Wörtchen "National" davor), den 170m hohen Marmor-Obelisken Washington Monument und schließlich das White House nördlich davon. Als Besucher wird man meist nur in diesem Bereich der Stadt unterwegs sein. Einen Trip östlich des Capitol Hill durch ein Gebiet mit zahlreichen bunten, kleinen Reihenhäusern kann ich zwar empfehlen, allerdings wird Washington außerhalb des Zentrums entweder schnell ländlich oder in Gegenden wie Anacostia oder rund um den Navy Yard (angeblich) ziemlich gefährlich.

Ok, kommen wir zum Schnelldurchlauf einer Tour, die mit einigen Pausen einen ganzen Tag in Anspruch nimmt:

  • Union Station, zentraler Bahnhof von Washington. Dieser massive Beaux-Arts-Bau ist alleine schon aufgrund seiner Architektur außen und in den großen Hallen sehenswert. Er beherbergt allerdings noch etwa 100 Shops und einen Food Court im Unterlevel.
  • Capitol, gelegen auf dem Capitol Hill. Das zwischen 1793 und 1863 erbaute Gebäude mit der gigantischen Kuppel ist der Sitz der amerikanischen Legislative (Senate und House) und wird von zahlreichen nicht minder beeindruckenden Gebäuden umgeben, in denen die eigentliche Arbeit verrichtet wird. Mo-Sa gibt es geführte Touren durch das Gebäude, Tickets gibt es am Capitol Guide Service Kiosk südwestlich des Capitols.
  • Supreme Court, das höchste Gericht der USA hat seinen Sitz unmittelbar gegenüber dem Capitol. Die Richter dort werden auf Lebenszeit ernannt. Viele Verhandlungen sind öffentlich zugänglich.
  • Library of Congress, mit über 120 Mio. Exponaten eine der größten Bibliotheken weltweit.
  • Eastern Market, ein überdachter Markt / Flohmarkt ein Stück weit östlich der Library of Congress gelegen (7th St./N Carolina Ave.). Der Markt bietet u.a. Antiquitäten, Blumen und ethnische Lebensmittel.
  • Botanischer Garten, unmittelbar südwestlich des Capitols.
  • National Museum of the American Indian, eines der Museen des Smithsonian Institute. Hier erfährt man mehr über Leben, Kultur und Sprach der amerikanischen Ureinwohner. Der Eintritt ist wie überall bei Smithsonian kostenlos.
  • National Air & Space Museum, eines, wenn nicht das beliebteste Museum der Stadt. Wie schon aus dem Namen zu entnehmen informiert dieses Museum über die Geschichte der Luft- und Raumfahrt. Man kann zahlreiche Flugzeuge, Raketen, die Apollo 11 Kommandozentrale oder auch Charles Lindberghs Spirit of St. Louis besichtigen, IMAX-Filme anschauen, Simulatoren benutzen uvm.
  • National Mall, entlang der Mall verläuft ein Großteil der Tour. Auf der National Mall fanden viele wichtige Protestbewegungen im 20 Jh. statt, u.a. zum Vietnamkrieg, Martin Luther King hielt hier ebenfalls seine "I Have A Dream"-Ansprache und erst vor kurzem waren zur Amtseinführung von Präsident Obama mehrere Millionen Menschen auf der National Mall versammelt. Am Wochenende wird die Mall heutzutage zu einem gigantischen Spielplatz, u.a. für Footballpartien. Hier kann man auf den Rasenflächen und Bänken zwischendurch immer mal wieder für ein paar Minuten ausruhen. Richtige Cafés gibt es dort jedoch leider nicht.
  • Smithsonian Castle, ein dunkelroter, burgähnlicher Bau, der das Besucherzentrum des Smithsonian Institute beherbergt. Letzteres ist eine der weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Einrichtungen. Das Smithsonian Institute betreibt in Washington 18 Museen + den Zoo und verfügt über derart viele Exponate, dass jeweils nur etwa 1% der Sammlungen gleichzeitig ausgestellt werden können.
  • National Museum of African Art, kleines Museum im Park hinter dem Smithsonian Castle mit viel afrikanischer Kunst.
  • United States Holocaust Memorial Museum,
  • National Bureau of Engraving & Printing, hier und in Fort Worth wird ein Großteil des amerikanischen Geldes gedruckt. Man kann eine Tour mitmachen, während der man die Bedruckung weiterer Millionen und demnächst inflationsbedingt weiterer Billionen USD verfolgen kann.
  • Washington Monument, die 555ft hohe Marmorsäule ist das höchste Bauwerk in Washington D.C. Zwischen 1848 und 1888 errichtet, steht diese direkt im Zentrum der Stadt. Innen gibt es einen Fahrstuhl, mit dem man in 500ft Höhe gelangt. Um den Ausblick auf die Stadt zu genießen, muss man Tickets aber praktisch vorab bestellen, da diese vor Ort nur sehr früh am Morgen verfügbar sind.
  • Tidal Basin, eine z.T. künstlich erschaffene Bucht, südwestlich der National Mall. Rund um den Tidal Basin sind viele der Monumente angesiedelt. Die Bucht wird von Tausenden original japanischen Kirschbäumen umgeben, die gerade jetzt in voller Blüte stehen. Alljährlich findet daher Anfang April vor Ort das Cherry Blossom Festival statt.
  • Thomas Jefferson Memorial, Denkmal für den 3. Präsidenten der USA. Thomas Jefferson ist u.a. durch seine Arbeit an der "Declaration of Independence", der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung bekannt.
  • George Mason Memorial, war zwar kein Präsident, aber als Politiker Autor der Commonwealth of Virginia Declaration, einem Vorläufer der Bill of Rights. Dafür hat er eine kleine Oase mit Blumen und Wasserfontänen erhalten.
  • Franklin Delano Roosevelt Memorial, Denkmal für einen der beliebtesten Präsidenten der USA und den einzigen, der dreimal gewählt wurde (bzw. werden durfte). Er wollte kein großes Mahnmal, daher gab es zunächst nur eine tischgroße Gedenkplatte, bevor 1997 ein neues großes Mahnmal mit 4 granit-roten offenen Räumen errichtet wurde, in denen dem Wirken des 32. US-Präsidenten gedacht wir.
  • Lincoln Memorial, das Denkmal direkt im Westen der National Mall, nicht weit vom Potomac River entfernt. Hier sitzt Abraham Lincoln als 5,8m hohe Marmorstatue in einem griechisch anmutenden Tempel, eingefasst von 36 Säulen. Im Inneren sind u.a. Lincolns Antrittsrede und die Gettysburg-Rede in die Wand gehauen.

Weiter geht es mit den Sehenswürdigkeiten nördlich der National Mall. Bilder aus der Hauptstadt sind in der neuen Washington D.C.-Galerie zu finden und in der Weltkarte kann man alle hier genannten Sehenswürdigkeiten ebenfalls noch einmal abrufen.



Bücher, Filme etc. zu Washington D.C. (USA)


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