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Sonntag, 22.03.2009 - Nordamerika > USA > New York City

Unterwegs in Brooklyn: Atlantikluft in Coney Island

Nach der Bronx, Manhattan und Queens stand heute der mit ~2,5 Mio. Einwohnern bevölkerungsreichste und zugleich zweitgrößte Borough (Stadtbezirk) Brooklyn auf dem Speisezettel Programm. Noch bis 1898 war Brooklyn als "Breukelen" eine eigenständige Stadt/Siedlung am westlichsten Zipfel von Long Island, bevor es zu einer Eingemeindung nach New York kam. Diese Eingemeindung war schon damals sehr umstritten und noch heute gibt es ab und zu Zwist u.a. bei den behördlichen Zuständigkeiten. Brooklyn versucht weiterhin eine gewisse eigenständige Identität zu bewahren, auch wenn sich einige der Stadtviertel vorwiegend als Schlafstädte für Pendler aus Manhattan auszeichnen.




Ein großer Teil des knapp 250 km2 großen Stadtbezirks ist ähnlich wie in Queens mit meist niedrigen Wohnanlagen - vorwiegend Reihenhäuser und hölzerne Einfamilienhäuser - sowie Sozialbauten vollgestopft, die für einen Besucher nur wenig von Interesse sein dürften. Und mangels Subway in den weiter östlich gelegenen Teilen von Brooklyn und Queens wird man ohne Auto auch kaum dorthin kommen. Dennoch gibt es auch in Brooklyn einiges zu entdecken. Los gehts:

Mein erstes Ziel war die "legendäre" Coney Island, ehemals bekannt als Seebad und für die Vergnügungsparks, zu denen die New Yorker an warmen Sommertagen strömten. Doch heutzutage ist Coney Island ganz im Süden von Brooklyn weder eine Insel (seit den 1940er Jahren mit dem Rest von Long Island verbunden), noch sind die Vergnügungsparks noch ein wirklicher Grund für den Besuch. Denn seit der Blütezeit vor und während des II.WW. ist Coney Island mehr und mehr heruntergekommen.

Die Vergnügungsparks (die ehemals zu den größten weltweit zählten) sind entweder nicht mehr existent, stillgelegt oder nur noch eingeschränkt in Betrieb. Man trifft dort z.B. auf die schon 1927 errichtete und zumindest noch im letzten Jahr genutzte Holzachterbahn Cyclone, eingezäunte, aber als Denkmal vorerst vor dem Abriss bewahrte Riesenräder und andere fast schon antik anmutende Fahrgeschäfte aus einer vergangenen Zeit.

Nach Coney Island kommt man recht zügig mit der Subway, die z.T. auch in Brookyln als Hochbahn weitergeführt wird. Von 42nd St./Bryant Park genau in Midtown Manhattan dauert die Fahrt etwa 1h. In Coney Island angekommen, habe ich mich dann genauer umgeschaut und eigentlich sind heutzutage nur noch die mehrere Kilometer langen Atlantikstrände mit der breiten Holzpromenade davor ein Grund für den Besuch der Halbinsel. Diese Strände sind gut und gerne 60m tief und dürften im Sommer für x-Tausende New Yorker als schnell erreichbare Alternative zu den Stränden in Staten Island oder im Rest von Long Island dienen (jetzt im März ist Baden noch verboten, auch wenn das Wetter dies schon fast hergegeben hätte).

Doch davon abgesehen ist Coney Island eher ein Stadtviertel, welches eine Generalüberholung verdient hätte. Im Westen wurden Sozialbauten en masse errichtet und wenn man dort entlangläuft, wird man beständig von Bettlern angesprochen. Dazwischen sind überall leerstehende Geschäfte, brachliegende Baugrundstücke und Depots für Schulbusse, Trucks etc. zu finden. Das Viertel scheint sich selbst überlassen. In diesem Teil leben vorwiegend ärmere afro-amerikanische oder spanische Familien, vorherrschende Sprache ist ganz klar Spanisch.

Im östlichen Teil von Coney Island hingegen trifft man vorwiegend auf jüdische Einwanderer aus Osteuropa und es wird Russisch gesprochen. Dieser Teil von Coney Island heißt offiziell Brighton Beach, inoffiziell jedoch "Little Odessa". Die Geschäfte rund um die Hochbahn sind mit kyrillischen Zeichen beschriftet, man kann Lebensmittel "aus der Heimat" kaufen und im Hintergrund läuft stimmungsvolle russische Popmusik. Dieser Teil von Coney Island ist wesentlich freundlicher und ich habe mich eine zeitlang fast wie beim Trip nach Tallinn (Estland) im letzten Jahr gefühlt. Entlang der Promenade am Strand sitzen Grüppchen von alten Leuten vor zerbröckelnden Gebäuden, mit längst für immer geschlossenen Geschäften, spielen Karten, genießen die salzige Atlantikluft und lassen allgemein die Zeit an sich vorbeiziehen... Von New York ist man in Little Odessa ganz ganz weit entfernt.

Und der Rest von Brooklyn?

Von Coney Island ging es dann weiter zum ziemlich zentral in Brooklyn gelegenen Prospect Park, dem Central Park-Äquivalent des Stadtbezirks. In diesem Park sind u.a. der Prospect Park Zoo und das Brooklyn Museum untergebracht. Letzteres ist als Kunstmuseum nach dem Metropolitan Musem of Art (MET) das zweitgrößte Museum New Yorks, wird aber aufgrund der Lage von deutlich weniger Leuten besucht.

Ebenfalls nicht unspannend war dann ein Lauf durch die sich im Westen und Norden anschließenden Viertel, immer entlang der Atlantic Avenue. Dort kommt man z.B. durch die Viertel Boerum Hill, Cobble Hill und Carroll Gardens (BoCoCa), in denen zahlreiche schmucke Brownestones, ehemalige Fabrikgebäude mit nun (zumindest bis 2008 beständig teurer werdenden) weitläufigen Lofts sowie allerlei Vintage-Läden zu finden sind. Das "Zentrum" von Brooklyn ist dann Downtown Brooklyn östlich der Cadman Plaza West bis Flatbush Avenue, Fulton St. Mall), allerdings ist dies nur wenig aufsehenerregend.

Nach einem Umweg durch die Brooklyn Heights im Nordwesten von Brooklyn, mit einer fabelhaften Aussicht auf Manhattan, bin ich dann noch zum Viertel DUMBO gewechselt, bevor es via Manhattan Bridge zurück ging. Das Viertel mit dem vollen Namen "Down Under the Manhattan Bridge Overpass" liegt genau im Dreieck zwischen Brooklyn Bridge, Manhattan Bridge und East River und zeichnet sich derzeit noch durch eine voranschreitende Gentrifizierung aus, indem immer mehr bislang gewerblich genutzte Gebäude in Apartments und Lofts umgewandelt werden. Direkt am Fuße der Brooklyn Bridge und auf einigen Straßenzügen von DUMBO hat man den bestmöglichen Blick auf Manhattan (viele neue Photos sind in der New York-Galerie zu finden).


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