Nachdem es bei den letzten Touren in New York vorwiegend durch Midtown Manhattan bzw. die Gegend beidseitig des Central Parks ging, bin ich jetzt vermehrt an der Südspitze der Insel unterwegs (Downtown Manhattan). Wer ausreichend Zeit und Ausdauer mitbringt, kann sich dorthin auch gut zu Fuss durchkämpfen, bspw. wie ich von der 80th Street bis runter zum Battery Park. Von dort legen die Fähren nach Staten Island ab, wie auch die Rundtouren für Besucher zur Statue of Liberty und nach Ellis Island.
Unterwegs kommt man entlang der 5th Avenue und des Broadway u.a. an so bekannten Gebäuden wie dem spitz zulaufenden Flatiron Building (eben in Form eines Bügeleisens) und dem Woolworth Building vorbei. Am Union Square Park in Höhe der 23rd Street kann man mehrmals wöchentlich auf einem Farmers Market einkaufen. Folgt man dem Broadway einige Straßen weiter südlich, so stößt man auf den Washington Square Park samt reichlich verziertem Triumpfbogen, in dessen Umgebung (Greenwich Village) sich die New York University breitgemacht hat. Das ganze Viertel eignet sich aufgrund der unzähligen kleinen Bars und Restaurants daher super für eine kurze Verschnaufpause.
Einige Blöcke weiter südlich beginnt dann ein älterer Teil von Manhattan, in welchem die Straßen nicht mehr rechtwinklig angeordnet und durchnummeriert sind. Östlich des Broadway liegen Viertel wie die Chinatown und Little Italy, weiter westlich TriBeCa (bekannt durch das Tribeca Film Festival) und Soho. Folgt man hingegen dem Broadway, so trifft man nach einiger Zeit auf die St. Paul´s Kirche und unmittelbar dahinter auf ein weitläufiges Baugelände, auf dem ehedem das World Trade Center stand. Dort wird zwar eifrig gebaut, es gibt jedoch anscheinend keinerlei Gedenkstätte an den "Terroranschlag", Aussichtsplattform o.ä. Lediglich ein paar Schilder verweisen auf die offizielle Webseite zu den Bauarbeiten.
Auf der anderen Seite des Broadway liegt ein Gebiet, welches ich vor kurzem als "Ground Zero der Finanzkrise" umschrieben hab. Dort sind auf und rund um die Wall Street die New York Stock Exchange (NYSE) und zahlreiche quasi-insolvente (Investment-)Banken mit ihren Hauptfilialen und ihren "erfolgreichsten" Bankstern angesiedelt. Demonstranten (flickr) sind derzeit aber nicht mehr zu finden, auch sonst wirkt das Gebiet eher sehr ruhig, fast wie im Winterschlaf. Gibt ja auch nicht mehr viel, was die Damen und Herren hier verzocken könnten...
Wer dann nach einigen Kilometern Fussmarsch endlich am Battery Park angekommen ist, der kann von hier aus entweder per Subway oder Fähre zum Ausgangspunkt zurückkehren oder er nimmt sich eine der folgenden Destinationen als nächstes Ziel vor:
Dieser Laden wird allgemein aufgrund des Angebots an günstiger Markenkleidung v.a. von New York Besuchern hochgelobt. Angebot und Auswahl wirken jedoch eher billig, nicht preiswert. Was aber auch daran liegen mag, dass mich effektheischende Schilder mit Slogans á la "discounts up to 85%" eher abschrecken. Sinnvolle Alternativen: Abercrombie&Fitch + GAP auf der 5th Avenue.
Skyscraper Museum, 39 Battery Place im Erdgeschoss des Ritz-Carlton Hotel
Wo sollte sich ein Museum zum Thema Wolkenkratzer finden lassen, wenn nicht in einer Großstadt wie New York? Diese relativ unbekannte Ausstellung beschäftigt sich mit Geschichte und Architektur von Hochhäusern im Allgemeinen und speziell zu New York. Derzeit stellt eine Sonderausstellung einen Vergleich zu Hong Kong her, wo es auf einer größeren Fläche noch wesentlich mehr und höhere Skyscraper gibt.
Diese 70 Hektar große Insel liegt vor der Südspitze von Manhattan und beherbergt heutzutage historische Festungen innerhalb des Governors Island National Monument. Besichtigungen sind erst ab dem 30. Mai wieder möglich.