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Freitag, 01.05.2009 - Nordamerika > USA > Miami

Miami Beach: Der Letzte macht das Licht aus...

28°C, blauer Himmel, Palmen die sich im leichten Wind wiegen, Salsa-Klänge im Hintergrund, ein endloser, breiter Sandstrand... So stellt man sich gemeinhin Miami Beach vor. Und ja, auch in 2009 existiert diese Szenerie noch genau so und sofort bei der Ankunft auf der Miami vorgelagerten Landzunge setzt beste Urlaubsstimmung ein. Und doch stimmt etwas nicht. Die Finanzkrise scheint bereits deutliche Spuren in Miami Beach hinterlassen zu haben. Die Strände sind so gut wie leergefegt, überall stehen Grundstücke und Häuser zum Verkauf und selbst am berühmten Ocean Drive, mit dem Art Deco-District der 1930/40er Jahre stehen komplette Hotels leer. Ein Bericht aus Miami Beach.



Nach 2 1/2 Monaten in New York bin ich am Mittwoch nach Miami weitergeflogen. Ein Flug zum Miami International Airport dauert unter 3h und günstige Flüge für <100 USD gibt es z.B. von American Airlines, die in Miami ihre Zentrale haben.

Schon vor dem Abflug am New Yorker JFK Airport wurde ich dabei wieder auf die sich weiterhin verschlechternde wirtschaftliche Lage in (u.a.) den USA hingewiesen, da man dies in New York eigentlich nur bedingt mitbekommt. Wenn aber in einem Zeitschriftladen im Flughafen vorwiegend Bücher mit so "optimistischen" Titeln wie "Guide to the End of Wall Street", "Free the Market", "The Great Depression ahead", "Leadership in the Era of Economic Uncertainty" und "How we die" vertreten sind, dann liegt zweifellos einiges im Argen...

Dies sieht man zudem an den Flugpreisen, die derzeit weltweit fallen, obwohl die Kapazitäten bereits stark zurückgefahren wurden. So verwundert es kaum, dass mir American Airlines beim Checkin ein Upgrade in die sonst von Geschäftskunden gut belegte First Class anbot - für lediglich 120 USD... D.h. für ~250 USD inkl. Gepäckkosten First Class JFK-MIA, wohl nur möglich in 2009?

In Miami angekommen, wird man erst einmal mit dem massiven Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln konfrontiert. Direkt in Miami und in Miami Beach gibt es zwar ein Busnetz (ohne wirkliche Fahrpläne) sowie in der Downtown von Miami den kostenlosen "Metromover" (eine Art Skytrain mit zwei kleinen Kabinen), davon abgesehen, ist man jedoch auf Taxen oder ein eigenes Gefährt angewiesen.


Miami hat laut offiziellen Statistiken nur ~400.000 Einwohner. Dies liegt jedoch v.a. daran, dass sich die Stadt weit über die offiziellen Grenzen ausdehnt und nur über einen sehr kleinen Stadtkern verfügt. Wer also in abgelegenere Gegenden möchte, muss zwangsläufig zum Mietwagen greifen.

Doch zurück zum Flughafen: Nach South Beach in Miami Beach gibt es eine 32 USD Flat Fee für Taxen, zurück geht es günstiger per Taximeter. Hotels sind in Miami Beach natürlich en masse zu finden, schließlich ist die Gegend ja von vornherein als touristisches Ziel entstanden. Wer nicht direkt am etwas teureren Ocean Drive in einem der Art-Deco-Gebäude nächtigen möchte, für den kann die Washington Avenue rund um den Espanola Way eine sinnvolle Alternative darstellen. Mein Hotel (Clay Hotel, http://www.clayhotel.com/) liegt direkt in der Mitte des Geschehens, umgeben von zahllosen Bars, Restaurants, Clubs etc. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man bei Bedarf auf zahlreiche offene WiFi-Hotspots zugreifen kann. Und jeden Abend gibt es stimmungsvolle Live-Musik.

Hochsaison ist übrigens Dezember bis März, vor allem rund um den Spring Break. Danach gehen die Zimmerpreise Richtung Süden (gerade in der Hurrican-Saison), sinken in normalen wirtschaftlichen Zeiten aber selten unter 100 USD pro Nacht. Doch normal ist derzeit nichts und praktisch alle Hotels haben offene Zimmer. Bei meinen Erkundungen in den ersten zwei Tagen habe ich auch schon mehrfach Hotelbesitzer erlebt, die auf der Straße beliebige Leute ansprechen und diesen unbedingt ihr Hotel zeigen möchten. Genauso stehen Ladenbesitzer vor ihren leeren Geschäften, die Mitarbeiter des Valet-Parking vor leeren Parkplätzen, Ober vor leeren Restaurants etc. Derzeit bestimmen also ganz klar die Kunden, was gezahlt wird und man könnte eigentlich auch ohne Vorbuchung vorbeischauen.

Doch was gibt es nun eigentlich in Miami Beach zu sehen?

Da die Geschichte von Miami Beach eigentlich erst vor etwa 80 Jahren begann (während der letzten Great Depression ;-)) und somit historische Bauten rar sind, beschränken sich die Aktivitäten auf der Landzunge / Insel vorwiegend auf die Besichtigung der Art-Deco-Bauten am Ocean Drive (die größte Ansammlung solcher Gebäude in den USA), wie z.B. das bekannte Carlyle Hotel, die Strände sowie in der Nacht die zahlreichen Clubs und Open-Air-Veranstaltungen rund um Ocean Drive, Washington Avenue und Lincoln Road (Mall). Dort kann man dann durchaus auch auf die vielen Stars und Sternchen treffen, die auf und rund um Miami Beach leben, wenngleich diese meist in separaten VIP-Bereichen unter sich bleiben.

Wenn man in der Nacht in Miami Beach unterwegs ist, begegnet man noch den letzten Ausläufern der übermäßigen "Debt- und Leverage-Kultur" der letzten Jahre (allgemeinhin bekannt als "American Way of Life"). Übergroße, spritfressende SUVs, langgestreckte Limousinen und Sportwagen á la Lamborghini tümmeln sich auf den Straßen, während vor den bereits endgültig geschlossenen Geschäften daneben Obdachlose schlafen. Z.T. ist das schon ein sehr extremer Kontrast zwischen den (vermeintlich) Reichen und dem Rest der Gesellschaft, fast noch stärker als man dies in Städten wie Bangkok sieht (auch wenn hier in Miami Beach glücklicherweise keine Kinder als Obdachlose umherziehen).

Die logischen Folgen dieses Kapitalismus in Reinform, welcher in Miami z.T. noch immer gelebt wird: "Miami has about double the national murder rate and three times the national aggravated assault rate" (Lonely Planet). Viertel wie Overtown und Liberty City in Miami sollten z.B. selbst tagsüber nicht allein besucht werden. Und das wird im Zuge der aktuellen Finanzkrise sicherlich nicht besser werden.

Soviel zu den ersten Eindrücken aus Miami Beach. Zahlreiche Fotos und weitere Informationen aus dem Süden der USA folgen in den nächsten Tagen. Unten noch zahlreiche Links zu Miami-Webseiten.



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