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Reiseziele sind u.a. Australien, Neuseeland und die USA. Aber es geht auch in diverse Länder in Asien, Europa, Südamerika etc. Vorschläge für neue Ziele sind gern gesehen!

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Neuseeland-Informationen: Wirtschaft

Neuseeland erlebt im wirtschaftlichen Bereich seit 1984 einen Wandel von der Subventions- zur Marktwirtschaft. Dieser Wandel wurde u.a. durch den Verlust Englands als Aussenhandelspartner 1973 (EG-Beitritt Englands), der Abhängigkeit neuseeländischer Exportgüter vom Weltmarkt und einer zunehmenden Rationalisierung bedingt.

Aufgrund dieser Probleme begann die Regierung 1984, die neuseeländische Wirtschaft zu modernisieren. Staatsbetriebe wurden zunehmend privatisiert, es wurde eine Freihandelszone aufgebaut und eine Mehrwertsteur eineführt. Die vorherrschende Subventionierung von Staatsbetrieben wurde stark eingeengt. In Folge dieser Handlungen konnte die Infation von 15% auf 1,4% und die staatliche Neuverschuldung von 9% auf 2% geseenkt werden.

Doch dieser Strukturwandel hat auch seine Nachteile. Viele Betriebe, die vorher nur aufgrund von Subventionen überleben konnten, gingen Konkurs und konnten ihre Angestellten nicht länger beschäftigen. Besonders hart traf dies die neuseeländischen Bauern. Der Anteil der Landwirtschaft ging in den folgenden Jahren stark zurück und hat heute nur noch einen geringen Anteil am Bruttoinlandsprodukt.

Füg England musste nach 1973 ein neuer Aussenhandelspartner gefunden werden. Mit seiner Lage mitten im indo-pazifischen Raum, abseits aller Landmassen, hätte ein Handelspartner in Süd- oder Nordamerika für Neuseeland hohe Transportkosten und also auch geringere Gewinne bedeutet. Um dies zu verhindern, versuchte man, sich stärker auf Südostasien auszurichten, was auch relativ erfolgreich gelang.

Eine Freihandelszone mit Australien brachte für Neuseeland dann den Durchbruch. Die Exporte verdoppelten sich nach Australien, in Richtung Südostasien wurden sie sogar verdreifacht. Der Anteil der Europäischen Union allerdings, der 1970 noch rund 49% betragen hatte, ging auf etwa 18% im Jahre 1991 zurück.

Aufgrund der oben beschriebenen Probleme ging der Anteil der Landwirtschaft am BIP stark zurück, aber noch immer werden ~ 17,5 Mio. ha landwirtschaftlich genutzt, noch immer sind in der Landwirtschaft viele Menschen beschäftigt. Die meisten Betriebe sind in der Landschaft verstreute Einzelbetriebe, die oft nur von einer Familie und ein paar Arbeitern bewirtschaftet werden. Die früher dominierende Schafhaltung ist schon längst nicht mehr die größte Einnahmequelle. Eine Ursache dafür sind z.B. die stark schwankenden Weltmarktpreise für Wolle. Schafhaltung gbt es hauptsächlich im Hügelland der Nordinsel, wobei die Schafherden aus durchschnittlich 1800 Tieren bestehen, die dreimal innerhalb von zwei Jahren geschoren werden.

Rinderhaltung wird überall auf Neuseeland praktiziert, vorwiegend aber in den Bergen auf Hängen, die für Schafe ungeeignet sind. Die über 8 Mio. Rinder werden für ihre gute Fleischqualität und ihre Robustheit geschätzt, werden aber auch in der Milchwirtschaft eingesetzt. Da Milchkühe aber bessere Weiden brauchen und auch schneller erreichbar sein müssen, können sie nicht überall gehalten werden. Milchkühe findet man deswegen meist im Flachland. Ausser der Schaf- und Rinderhaltung gibt es aber noch Wildfarmen, in den Rotwild, Damwild und anderes Wild gezüchtet wird, und die Ziegenhaltung, die sich aufgrund der guten Ziegenwolle bzw. dem Ziegenfleisch beliebt gemacht hat.

Ackerbau gibt es ebenfalls in Neuseeland, wenn auch stark eingeschränkt. Es werden fast ausschließlich Spezialkulturen wie Kiwis oder Weintrauben angebaut, die allerdings einen großen Gewinn zusichern. Die Spezialkulturen werden oft noch von kleineren Betrieben angebaut, doch gibt es auch hier Großbetriebe mit mehr als 500 ha Land. Bekannt sind weiterhin einige Apfel- bzw. Beerensoften, die teilweise schon vor Ort weiterverarbeitet werden (zu Konserven bzw. Säften). Das Obst wird im Gebiet der Bay of Plenty, um Nelson im Norden der Südinsel und um Hastings und Napier im Osten der Nordinsel angebaut. Getreideanbau gibt es fast nur auf den Ebenen der Südinsel in der Region Canterbury.

Berühmt ist Neuseeland für seinen hervorragenden Weinanbau. Zwar gab es schon in den 1820er Jahren erste Weinpflanzungen, doch werden erst seit 1980 gute bis sehr gute Weine in Neuseeland angebaut. Das Zentrum des Weinanbaus liegt um Blenheim auf der Südinsel und im Osten der Nordinsel. Bei den Weinen werden meist Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon angebaut. Weinproben sind übrigens bei fast jedem Winzer des Landes möglich.

Ein relativ großer Teil des Landes ist noch von Wald bedeckt. Zwar gibt es noch Gebiete mit ausschließlich heimischen Bäumen (wie dem Kauri), doch sind meist Pinien und Kiefern vorherrschend, die über den Seeweg nach Neuseeland gelangten. Das meiste Holz wird im Rohzustand nach Australien oder Japan exportiert, wo es zur Papierherstellung dient. Der Fischfang in Neuseeland hat sich in den letzten Jahren von der Küstenfischerei zur Hochseefischerei bzw. zur gezielten Züchtung von Fischen, Austern oder Muscheln gewandlet, was aufgrund der leergefischten Gewässer auch dringend nötig war. Fisch wird meist nach Japan, Australien oder in die USA exportiert.

Einen größeren Anteil am Bruttoinlandsprodukt als die Landwirtschaft hat die Industrie Neuseelands. Über 22% aller Erwerbstätigen sind hier beschäftigt. Über 260.000 Menschen sind allein im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Die über 20.000 Betriebe decken dabei den Bedarf an Schwerindustrie, Maschinenbau, Hoch- und Tiefbau, Lederwarenherstellung und anderen Industrien vollständig ab.

Im Gegnsatz zu anderen Staaten geht Neuseeland in der Energiepolitik einen umgekehrten Weg. Statt sich von den wechselnden Rohölpreisen auf dem Weltmarkt abhängig zu machen, wird die Gewinnung von Energie aus Erdgas, Erdöl oder alternativen Energiequellen (Wasserkraft, Sonnenenergie) im eigenen Land gefördert.

In den 80er Jarhen wurden Erdöl- und Erdgasvorkommen vor der Küste entdeckt. Kurz darauf entwickelte sich die petro-chemische Industrie zu einem bedeutenden Industriezweig, durch den hohe Einnahmen erzielt werden.

Besonders ausgeprägt ist die Nutzung der Wasserkraft. Im ganzen Land wird durch Staudämme bzw. durch geothermische Kraftwerke Energie gewonnen, wobei letztere mit überhitztem Dampf, der aus Erspalten strömt, betrieben werden. Jede Art der Energiegewinnung ist in Neuseeland zu finden - allerdings kein Atomstrom. Der Bau von Atomkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen wird nämlich allein schon durch die sehr aktiven Naturschutzgruppierungen verhindert, die für den Erhalte der (noch) intakten neuseeländischen Natur kämpfen.

Bergbau gibt es im relativ rohstoffreichen Süden, an der Westküste beider Inseln und im Norden der Nordinsel. Es sind große Kohle- und Erdöllagerstätten vorhanden, die wichtig für Neuseelands wirtschaftliche Unabhängigkeit sind. Goldfunde haben schon immer die Entwicklung Neuseelands beeinflusst. 1861 z.B. wurde erstmals in Otago Gold gefunden, woraufhin mehrere Zehntausend Menschen nach Neuseeland übersiedelten. Heute wird Gold hauptsächlich auf der Coromandel-Halbinsel im Norden und in Otago und Westland im Süden abgebaut (über 2.400 kg pro Jahr).

In der Geschichte der Maori ist ein weiterer, weitverbreiteter Stoff zu finden, der bei ihnen vor allem zum Handel und zur Herstellung von Waffen diente: "Greenspan", auch Grünstein oder Jade genannt. Grünstein ist überwiegend in den Flussbetten im Westland auf der Südinsel zu finden.

Noch vor der Landwirtschaft und der Industrie stehen auch in Neuseeland Handel- und Dienstleistungsgewerbe. Ca. 60% der Erwerbstätigen sind hier tätig und erwirtschaften rund 65% des Bruttoinlandsproduktes. Der Tourismussektor beansprucht einen stark wachsenden Teil der Dienstleistungen und ist heute schon zu etwa 5% am BIP beteiligt.

Verkehr

In Neuseeland gibt es rund 92.000 km Straßen, von denen 52.000 km befestigt sind. Autobahnen, sogenannte "Motorways" und größere Straßen sind im Bereich der Großstädte zu finden. Eisenbahnlinien sind ebenfalls recht gut ausgebaut, wobei aber nur kurze Streckenabschnitte elektrifiziert sind. Sehr wichtig für Neuseelands Wirtschaft ist aufgrund der geographischen Lage natürlich die Schifffahrt. Die Handelsflotte ist entsprechend gut ausgebaut (129 Schiffe im Jahr 1990) und auch die Häfen der Großstädte bzw. die Umschlaghäfen für Rohstoffe sind auf die Containerschifffahrt ausgerichtet.

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