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Neuseeland-Informationen: Pflanzen und Tiere

Flora und Fauna Neuseelands sind aufgrund einer langen Isolation und dem nicht vorhandenen Kontakt zum Festland besonders wertvoll, da sie sich hier eigenständig, "endemisch" weiterentwickeln konnten und in dieser Form nirgendwo ausserhalb von Neuseeland zu finden sind. Am Besten sieht man diese endemische Fortentwicklung an den hier lebenden Reptilien und Vögeln; aber auch Insekten usw. haben sich weiterentwickelt.

Einzigartig sind beispielsweise Moa, Kiwi (dazu gibt es noch ein Special), Weka, Takahe und Kakapo. Besonders der Moa ist als straußenähnlicher Vogel mit bis zu 4,5 m Höhe und mehr als 20 verschiedenen Arten einzigartig. Er konnte sich im Gegensatz zu den Emus bzw. Straußen in Afrika ohne Hindernisse entwickeln, da ihm vor der Ankunft der Menschen die natürlichen Feinde fehlten. Als jedoch die ersten Maori aus dem polynesischen Raum kamen, sahen sie den Moa als Bereicherung ihres Speiseplans an, so dass er schon vor der Ankunft der ersten Eropäer ausgerottet war.

Der flugunfähige Takeha lebt heute, nachdem er seit dem 2. Weltkrieg als ausgestorben galt, nur noch in den Klippen des Fjordlandes. Ebenfalls typisch sind verschiedene Papageienarten, wie z.B. der Kea, der wahrscheinlich der am wenigsten geduldete Vogel der Insel ist. Mit seinem spitzen Schnabel hat er es sich nämlich angewöhnt, Zelte, Schlafsäcke und Gummiteile jeder Art zu zerhacken. Es wird ihm sogar nachgesagt, dass er mitunter Schafe angreift.

Auch an Seevögeln mangelt es in Neuseeland nicht. Mit einer Flügelspannnweite von bis zu 3,5m schwingen sich die riesigen Albatrosse in die Lüfe auf, stets auf der Suche nach Fischen. Aber auch einige kleinere Vögel nisten an der Küste (Möwen, Kormorane, Schwalben u.a.). Im Süden der Hauptinsel gibt es sogar noch kleine Vorkommen an Königs- und Gelbaugenpinguinen.

Besonders reich ist das Vorkommen an Insekten, wie der Pilzmücke und den Sandflies, die vor allem die Hauptnahrung für die Vögel bilden. Die Kapito, eine in Neuseeland lebende Spinnenart, ist für den Menschen besonders gefährlich, da der Biss eines Weibchens zum Tode führen kann. Diese Spinnen sind u.a. mit der "Schwarzen Witwe" und der "Red Back" verwandt.

Die Reptilien werden heutzutage nur noch durch einige Echsen und Geckoarten vertreten, da Schlangen praktisch ausgestorben sind. Die in Erdhöhlen lebenden Brückenechsen (Tuatara) sind nur noch auf einigen kleineren Inseln östlich von Neuseeland anzutreffen. Die Tuatara Neuseelands sind insofern einzigartig, da sie auf allen anderen Erdteilen schon vor den Dinoosauriern ausgestorben sind und nur hier überlebt haben.

Fische gibt es vor der neuseeländischen Küste ebenfalls in riesigen Mengen. Heimisch sind z.B. Hammerhaie, Marlins und Thunfische. Die auf den vorangegangenen Seiten angesprochenen Tierarten der Insel lassen die Tierwelt Neuseelands als sehr reichhaltig erscheinen, doch fehlt hier eine, in Europa in großer Vielfalt vorhandene Gruppe - die Säugetiere. Diese konnten sich aufgrund der frühen Isolation nicht entwickeln.

Die Vielfalt der in Neuseeland lebenden Tiere wurde allerdings noch durch die von Europa aus eingeschleppten Nutz- und Haustiere vergrößert. Mit den ersten Europäern kamen so u.a. Rinder, Schafe, Pferde, Ziegen, Pfaue, Hirsche und Ratten, die für die ursprünglich in Neuseeland lebenden Tiere schnell zu einer Bedrohung wurden, da sie statt nur die Nahrungsversorung der Weißen zu sichern, sich schnell ausbreiteten und vorher nicht vorhandene Feinde für die anderen Tiere darstellten. Nistplätze werden durch Nesträuber wie Marder und Katzen ausgeraubt, Waldflächen durch Opossums leer gefressen und die sich ohne natürlichen Feinde stark vermehrenden Wapiti-Hirsche verhindern durch ihren Verbiss die natürliche Verjüngung der Wälder.

Der Wald ist bzw. war für Neuseeland schon immer so etwas wie die Lebensader. Die ursprünglich fast ausschließlich von Wald bedeckten Inseln beheimateten eine große Anzahl von Gehölzen, Laub- und Nadelbäumen und Farnen, die durchaus eine Höhe von 15m und mehr erreichen können, wobei sich die Art der Vegetation in den Wäldern von Nord nach Süd den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen anpasst.

Besonders häufig anzutreffen sind die in dichten Wäldern auftretende Südbuche, der Rimu (eine Zypressenart, die über 1000 Jahre alt werden kann) und der rötlich leuchtende Christmas Tree, der vor allem an den Stränden der Nordinsel vorkommt. Moose, Lianen und Kletterpflanzen erzeugen fast das Gefühl, dass man sich nicht in den Wäldern Neuseelands, sondern in einem tropischen Urwald befindet. Doch auch ausserhalb der Wälder gibt es eine reichhaltige Vegetation:

Auf den Graslandschaften östlich der Southern Alps und auf den Wiesen auf den Hochgebirgen sind u.a. Pampa- und Toetoegras bzw. diverse Blumensorten wie z.B. Enzian und Orchideen charaktieristisch. Als wirtschaftlich gut nutzbar hat sich der Flachs erwiesen, aus dessen Fasern sich Körbe und Textilien anfertigen lassen. Er gedeiht vor allem in den feuchten Ebenen.

Wie in der Fauna, wurden auch in der Pflanzenwelt unkontrolliert mehrere Tausend verschiedene Pflanzen nach Neuseeland gebracht, die hier vorher unbekannt waren. Sowohldiverse Sorten von Bäumen, Garten- und Zierpflanzen, als auch Obst und Gemüse wurden mit teils verheerenden ökologischen Folgen nach Neuseeland importiert.

Insgesamt muss man sagen, dass in dem kurzen geologischen Zeitraum von ca. 200 Jahren, in dem die Europäer in Neuseeland leben, mehr Tier- und Pflanzenarten verdrängt bzw. ausgerottet worden als zuvor, und in näherer Zukunft noch viele weitere Arten aussterben werden, wenn nicht bald noch umfangreichere Schutzmassnahmen getroffen werden als bisher. Es reicht eben doch nicht einfach aus, bestimmte Tierarten bzw., Gebiete Neuseelands unter Schutz zu stellen, indem man Naturparks und Schutzzonen einrichtet. Vielmehr muss den Bewohnern klar gemacht werden, wie sie mit den Tieren usw.  umzugehen haben, wenn sie diese erhalten wollen.

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