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Neuseeland-Informationen: Naturraum

Die Einzigartigkeit Neuseelands drückt sich besondersin den Tieren und Pflanzen des Landes aus, die in den verschiedensten Landschaften leben. Besonders häufig sind u.a. alpine Faltengebirge, Kliff- bzw. Steilküsten, Flussdeltas und vor allem die Vulkane.

Neuseeland ist im Allgemeinen ein Gebirgsland mit mehreren Ebenen. Über 2/3 des Landes liegen ewas 200 bis 1000m über dem Meeresspiegel. Das Land hat über 220 Berge mit einer Höhe von über 2280m, wobei viele dieser Berge aktive bzw. erloschene Vulkane darstellen.

Besonders dicht ist die vulkanische Aktivität auf der Nordinsel. Dort gibt es 5 zeitweise noch aktive Vulkane, darunter den Mount Ruapehu (2892m), den Mount Tontariro (1968m) und den Mount Ngauruhoe (2291m). Der inmitten der Nordinsel gelegene Gebirgssee Lake Taupo ist eigentlich ein Kratersee und damit Zeugnis eines vor Zehntausenden von Jahren geschehenen Vulkanausbruchs.

In der nördlich des Sees gelegenen thermisch aktiven Zone gibt es Hunderte kleinerer Kraterseen und Geysire, sowie einige Schlammtöpfe und Thermalquellen. Die mit schwefligem Rauch bedeckten Vulkankegel und die mit kochendem Wasser um sich werfenden Geysire lassen die Nordinsel als ursprüngliches, rauhes Gebiet erscheinen, doch gibt es dort auch Bereiche, die nicht durch ihre rauhe Schönheit ausgezeichnet werden (Hügellandschaften im Northland und kleinere Faltengebirge).

Die geologisch jüngeren Gebirge der Südinsel (Southern Alps) dagegen bestehen weniger aus Vulkanen, stattdessen gibt es aber gigantische Gebirgsketten und Bergformationen, wie z.B. den mit 3764m höchsten Berg Mount Cook, und verschiedene Gletscher zu bestaunen. Die Durchschnittshöhe der Southern Alps ist zwar insgesamt niedriger als die der Gebirge der Nordinsel, doch erreich hier viele Berge durchaus 3000m und mehr, was auf der Nordinsel nicht so ist.

Die Southern Alps erstrecken sich von Südwesten nach Nordosten fast über die ganze Länge der Südinsel und sind Ursprung der meisten Flüsse (z.B. des Clutha [336km lang]). Durch den extrem steilen Abfall der Southern Alps nach Westen hin, bildeten sich hier die größten Gletscher des Landes (Fox Glacier und Franz Joseph Glacier).

Im Südwesten der Südinsel, im sogenannten Fjordland, durchschneiden tiefe Fjorde die Küsten- bzw. Berglandschaften. Diese Fjorde entstanden ähnlich wie die norwegischen Fjorde am Ende der Eiszeit, als gigantische Eisströme die Wände der Trogtäler zu einem "U" aushöhlten. In dieser regenreichen Region mit ihren undurchdringlichen, dschungelartigen und immergrünen Regenwäldern gibt es ebenfalls einige Seen, darunter den Lake Wanaka, den Lake Wakatipu und den 300km großen Lake Te Anau.

Entstehung Neuseelands durch vulkanische Aktivitäten

Die vorhin angedeuteten vulkanischen Aktivitäten auf der Nordinsel Neuseelands sind nicht ohne Grund gerade hier so reichhaltig vorhanden. Vor ca. 80 Mio. Jahren entfernte sich Neuseeland von den Landmassen Australiens bzw. der Antarktis, die vorher zusammen einen Teil Gondwanas, des zweiten Superkontinents, gebildet hatten. Zu dieser Zeit bildete sich auch die Tasmansee, die heute noch Neuseeland und Australien trennt.

Nach dieser Trennung kam es östlich von Neuseeland zur Kollision der Indisch-Australischen Platte mit der Pazifischen Platte . Diese beiden Platten divergieren bzw. konvergieren gegeneinander, so dass es zum Abtauchen der leichteren ozeanischen unter die schwerere kontinentale Platte kommt. Aufgrund der enormen Druck- und Temperaturunterschiede im Grenzbereich der beiden Erdkrustenplatten kommt es ebenfalls zur Entstehung von Gebirgen und Tiefseegräben, die durch die Bildung von Vulkanen, Geysiren, Thermalquellen, Schlammtöpfen usw. begleitet werden, wobei die regelmäßig auftretenden Erdbeben verdeutlichen, dass diese Plattenverschiebungen noch längst nicht abgeschlossen sind. So gab es in den den letzten 150 Jahren pro Jahr mindestens ein Beben, welches die Stärke 6 auf der Rickter-Skala erreichte.

Auf der Südinsel sind die Bewegungen der Platten im Gegensatz zur Nordinsel umgekehrt. Dort schiebt sich die ozeanische Platte über die kontinentale, was zur Entstehung der Southern Alps führte. Durch diese Verwerfungslinie, die sich quer durch Neuseeland zieht, gibt es, genauso wie beispielsweise auch in Kalifornien (USA), Gebiete, die sich durch besonders hohe vulkanische Aktivität auszeichnen. Im Zentrum der Nordinsel Neuseelands gibt es so auch heute noch mehrere aktive Vukane.

Das Gestein der Gebirge Neuseelands ist teilweise schon über 600 Mio. Jahre alt. Daraus kann man entnehmen, dass die Gebirgsbildung schon lange vor der Abspaltung Neuseelands von Gondwanaland einsetzte. Bis vor ca. 100 Mio. Jahren bildeten sich so gewaltige Gebirgsmassen in Neuseeland, die aber in der Oberkreidezeit weitgehend wieder abgetragen wurden. Die heutigen Gebirge sind jünger als 25 Mio. Jahre und wurden im Tertiär gebildet (vor 10-2 Mio. Jahren). Im Holozän (vor 2 Mio. Jahren-heute) kam es zu keiner nennenswerten Veränderung in der Oberflächengestaltung Neuseelands mehr, allenfalls kleinere Erdbeben und Sedimentablagerungen in Flusstälern waren zu verzeichnen. Alle Hebungsperioden wurden von starken Vulkanausbrüchen und Lava- und Ascheablagerungen begleitet.

Seit Beginn der Erdneuzeit vor ca. 2 Mio. Jahren kam es immer wieder zu starken Vereisungen. Die sehr unregelmäßig auftretenden Kaltzeiten wurden immer wieder durch lang anhaltende Warmzeiten unterbrochen, so dass Neuseeland nur selten ganz vereist war (vor ca. 1,8 Mio. Jahren und vor ca. 1,2 Mio. Jahren [Okehuan]). In den letzten 300.000 Jahren gab es dann einen häufigeren Waechsel von Kalt- und Warmzeit, der vor ca. 14.000 Jahren mit der Nacheiszeit endete. In dieser Zeit bildeten sich auch die Trogtäler, Fjorde, Moränen bzw. formten sich die von den damaligen Eismassen abstammenden Gletscher.

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