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Neuseeland-Informationen: Kunst und Kultur

Die neuseeländische Kultur wird geprägt durch die Traditionen und Bräuche der Maori sowie den Einfluss westlicher Kolonisten auf das tägliche Leben. Dieser Einfluss wird in mehreren Bereichen sichtbar, so z.B. in der Kunst, der Architektur, der Literatur, der Musik und den noch relativ jungen Kunstformen des Theaters bzw. des neuseeländischen Films.

Eine der wichtigsten Kunstformen ist die der Maori. In ihrer Blütezeit entwickelten die Maori besonders in der Schnitzkunst herausragende Fähigkeiten. Sie verzierten vor allem ihre Versammlungshäuser mit Schnitzereien, wobei sie meist das Holz des heimischen Totara-Baumes benutzten. Die meisten heute noch existierenden Versammlungshäuser wurden allerdings mit Eisenwerkzeugen bearbeitet, richtige Holzschnitereien sind selten geworden.

Auch Figuren wurden geschnitzt, wobei diese jedoch nicht gerade sehr menschlich aussehen. Die Proportionen der Körper dieser Figuren sind verschoben, so dass der Kopf z.B. übergroß, die Füße aber verkleinert dargestellt werden. Die unterschiedlichen Größen der einzelnen Körperpartien hängen mit den "Tapus" zusammen (Gegenstände, die von normalen Maori weder berührt noch beschädigt werden dürfen).

Felszeichnungen gibt es im Gebiet von South Canterbury und North Otago auf der Südinsel. Sie sind die ältesten heute noch vorhandenen Zeugnisse der Maori-Kultur. Wie alle Schnitzereien, so wurde auch bei der Gestaltung der Felszeichnungen Holzkohle und Ocker benutzt, was bei den Schnitzereien und Malereien zu einer rötlichen Färbung führte (Rot war zu dieser Zeit die Farbe der Götter). Doch die Maori arbeiteten nicht nur mit Holz, aus Halbedelsteinen wie dem Grünstein wurdne z.B. Beile und Keulen bzw. kleinere Amulette geschliffen. Diese Amulette, "Hei-tiki" genannt, wurde von den Maori dann als Glücksbringer um den Hals getragen.

Ähnlich wie die Tätowierung in der westlichen Welt, hatten auch die Maori eine Tradition, welche sich "Tatauierung" nennt. Bei der Tatauierung werden im Gesicht, am Gesäß und an den Oberschenkeln feine Muster gestochen. Diese Art der Kunst stellte nur ein Statussymbol dar und diente keineswegs zur Verschönerung des eigenen Körpers. Im Gegensatz zu anderen Traditionen wurde die Tatauierung schon vor langer Zeit aufgegeben.

Tief in der Religion der Maori sind auch Tanz und Gesang verankert. Sie nehmen bei den offiziellen Zeremonien, aber auch bei Familientreffen eine große Zeit in Anspruch. Die Themen der Lieder kommen aus der Mythologie und erzählen meist von der Entstehung und Entdeckung Aotearoas. Die Tänze sind zwar recht einfach, aber doch sehr rhythmisch gehalten und passen gut zur Musik.

Auch die Bildende Kunst hat in Neuseeland recht gute Ergebnisse hervorbringen können. In den verschiedenen Besiedlungsepochen konzentrierten sich die Künstler dabei meist auf eine bestimmte Stilrichtung bzw. spezielle Motive. In der ersten Zeit waren dies vor allem Landschaftsdarstellungen und Porträts der Maori (Charles Heaphy / Gottfried Lindauer) . Im 20. Jh. waren vor allem mythologische und soziale Themen beeinflussen für die neuseeländischen Künstler. Auch der Expressionismus zeigte erste Auswirkungen auf die Gemälde. In der Töpferkunst und der Bildhauerei gab es ebenfalls einige Künstler, die ausserordentlich gute Keramiken / Skulpturen anfertigten.

?n der Architektur orientierte man sich schon immer stark am europäischen Baustil - zumindest nach der Besiedlung durch die Weißen. Öffentliche Gebäude wurden meist im Stil der Neogotik errichtet, welche ihre Wurzeln in der westlichen Gotik hat, wobei für den Bau sehr oft Holz, später dann Stein verwendet wurde. Wohnhäuser waren zuerst nicht viel mehr als Zelte, wurden mit der Zeit aber zunehmen bequemer. Am Ende des 19. Jhr. war das für die Siedler typische Haus das Cottage. Dieses Haus bestand hauptsächlich aus Holz und wurde von einer Veranda umschlossen. Im 20. Jh. bevorzugte man den Neobarock als Baustil. Bekanntestes Beispiel ist der rechte Flügel des neuseeländischen Parlaments in Wellington. Ca. in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Gebäude zunehmen funktionaler, die ersten Hochhäuser entstanden. Auch heutzutage ist das traditionelle Wohnhaus einstöckig und wird aus Holz gebaut.

Einige weltweit anerkannte Schriftsteller kommen - woher auch sonst - aus Neuseeland. Katherine Mansfield z.B. wurde in Wellington geboren und schrieb in ihren Geschichten u.a. über ihre Kindheit in Neuseeland. Ebenfalls bekannt sein sollten die Autoren Samuel Buttler, James Baxter und Keri Hulme, von den vor allem Letztere aufgrund ihrer sozialkritischen Haltung einen großen Bekanntheitsgrad erworben haben dürfte. Die neueren Kunstformen des Theaters bzw. des Films orientierten sich lange Zeit am europäischen Beispiel und erlangten erst mit der Zeit eine gewisse Unabhängigkeit. In den Theaterstücken geht es meist um die Mythen und die Kultur der Maori, aber auch um ihre neuzeitlichen Probleme mit der neuseeländischen Gesellschaft. Beim Maori-Theater gibt es aber noch eine weitere Besonderheit. Bei fast allen Stücken wird der Zuschauer in die Handlung eingebunden, er soll ein Gefühl für die Kultur und das tägliche Leben der Maori bekommen.

Viele Filme, die in Neuseeland gedreht werden, basieren auf literarischen Erzählungen und beschäftigen sich also auch zum Großteil  mit den gleichen Themen (bikulturelle Gesellschaft, Natur und Geschichte des Landes etc.). Richtige Tragödien und Komödien, selbst Spielfilme gibt es noch wenige. Dabei muss man allerdings bedenken, dass die neuseeländische Filmindustrie praktisch noch in den Kindenschuhen steckt. So wurden zwischen 1977 und 1985 gerade einmal 40 Filme gedreht, doch gibt es seit 1970 die Film Commission, die sich ausschließlich mit der Unterstützung engagierter Filmprojekte beschäftigt und die schon einige sehr gute Filme hervorgebracht hat.

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