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Samstag, 03.09.2005 - Europa > Spanien > Vecindario (Gran Canaria)

Mitten durch Herz: Von San Mateo nach San Bartolomé



Meine Zeit auf Gran Canaria geht zu Ende, am Dienstag geht es weiter nach Barcelona. Doch natürlich verlasse ich die Insel nicht, ohne einmal direkt ins bergige Zentrum gefahren zu sein. Am vergangenen Freitag war ich also wieder unterwegs, per Bus, zu Fuss und als Tramper. Von Vecindario nach Las Palmas, einmal quer durch die Mitte und nach über 8h wieder zurück nach Vecindario. Und wie immer gab es dabei einiges zu sehen...

Karte zu Vecindario (Gran Canaria) in Spanien anzeigen | Weblinks zu Vecindario (Gran Canaria) anzeigen

Um jedoch den Trip richtig starten zu können, musste ich erst einmal zu meinem Ausgangspunkt Vega de San Mateo - einer Stadt im Nordosten Gran Canarias - kommen. Und das geht vom Osten aus praktisch nur mit dem Umweg über Las Palmas - sofern man denn nicht auf einen der unregelmäßig fahrenden Busse bestimmter Linien stundenlang warten will.

In gut 2h bin ich somit nach Las Palmas und von dort über die Villen-Vororte Tafira Alta und Tafira Baja, sowie das mittelgroße Örtchen Santa Brigida nach San Mateo gefahren. Bis dahin ging meine Planung. Zwar wollte ich von dort aus auch unbedingt verschiedene Orte weiter im Zentrum erreichen. Ob dies zu Fuss oder über andere Fortbewegungsmittel machbar ist, merkt man jedoch immer erst vor Ort.

Doch kaum war ich von San Mateo aus ein paar Kilometer zu Fuss unterwegs, kam auch schon ein Auto vorbei, mit welchem ich dann weiter die Berge hoch mitgenommen wurde. Teilweise muss man hier noch nicht einmal sichtbar machen, dass man mitgenommen werden will, denn ortskundige Fahrer wissen sehr schnell, ob ein Fussgänger die vor ihm liegende Strecke überhaupt schaffen kann. Und wenn dies zweifelhaft ist, dann wir man schnell eingeladen doch ein Stück mitzufahren.

Dementsprechend zügig ging es also im Wechsel zwischen Fussmarsch und Tramping die Berge hinauf, bis zum ersten Etappenziel "Cruz de Tejeda". Von dort aus hat man einen guten Überblick über das umliegende Bergplateau und man kann zudem bereits einen ersten Blick auf den "Roque Nublo" werfen, eines der markantesten Wahrzeichens der Insel (ein Berg mit einer Spitze in Form einer ausgestreckten Hand).

Der Roque Nublo sollte mich dann die nächsten Stunden begleiten, denn nun ging es zuerst an den Abstieg von Cruz de Tejeda hinunter nach Tejeda (über unzählige Serpentinen; genau dort sollte es Mountainbikes geben ;-) ) und dann weiter einmal rund um die westlichen Ausläufer des knapp 1800 Meter hohen Bergmassivs. Einige Kilometer hinter dem Roque Nublo war ebenfalls der höchste Berg der Insel, der "Pico de las Nieves" sichtbar.

Zu beiden Bergen ist (mit kleinen Einschränkungen) ein Aufstieg möglich. Bei gutem Wetter soll man von dort aus dann gar die Nachbarinseln, wie z.B. Teneriffa mit dem über 3000 Meter hohen Teide sehen können. Da es am Freitag jedoch sehr heiß und diesig war, beschränkte sich die Sicht auf vielleicht 10 km, wodurch ein Aufstieg nur wenig sinnvoll gewesen wäre.

Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings auch bereits einen Großteil des Tages unterwegs, weshalb ich mich langsam wieder auf den Rückweg begab. Und dies klappt so gut, dass ich, kaum dass ich wieder einmal nach dem Trampen aus einem Auto ausstieg, gleich den Bus nach San Bartolomé und dort nach kaum 5 Minuten Wartezeit den Bus nach Vecindario erwischte. 1 1/2 später kam ich dann dort erschöpft, aber glücklich an.

Wie immer gibt es auch diesmal von meinem Trip zahlreiche Bilder in der Galerie, die Gran Canaria-Karte wurde aktualisiert und über die weiterführenden Links können zusätzlich noch Artikel zu verschiedenen Orten im Zentrum aufgerufen werden.

Und noch ein kleiner Bonus heute:


Auf dem Weg von Cruz de Tejeda nach Tejeda



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