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Freitag, 25.08.2006 - Europa > Spanien > Playa d'en Bossa (Ibiza)

Der lange Marsch gen Süden

Am zweiten Tag bzw. genauergesagt am ersten kompletten Tag auf Ibiza habe ich meine Erkundungen gen Süden fortgesetzt. Kurz nach 9:00 Uhr ging es von der Playa den Bossa immer am Meer entlang bis zur Südspitze Ibizas, der Punta de ses Portes. Viel später hätte ich dabei auch gar nicht losgehen können, denn schon um diese Uhrzeit waren es knackige 30° und auf der etwa 10km langen Strecke bis zur Südspitze und weiter nach Westen zum Örtchen Sa Canal gibt es nur sehr vereinzelt Schatten.



Anscheinend war ich an diesem Tag auch der einzige, der sich für die Tour quer durch urwüchsige Landschaften entschieden hatte, denn mehr als 3 Stunden lang habe ich niemanden sonst gesehen.

Direkt am südlichen Ende der Playa den Bossa beginnt die mitunter mühsame Strecke über teils groben, teils sehr lockeren Felsen. Dabei geht es durch ca. ein Dutzend Buchten mit steilen Klippen, durch ausgetrocknete Flüsse und kleine Kiefernwäldchen, kurzgefasst: quer über Stock und Stein. Ohne festes Schuhwerk und ausreichend Wasser ist man da schnell aufgeschmissen. Ein Sonnenschutz ist ebenfalls dringend anzuraten, zumindest wenn man um die Mittagszeit dort unterwegs ist.

Gleich am Anfang kommt man am alten Wehrturm Torre de sa Sal Rossa vorbei. Dieser diente (wie auch die anderen Türme auf Ibiza) vorwiegend dem Schutz gegen Piraten, die z.B. von Mallorca/Menorca aus operierten. Da die Türme in der Regel in Sichtweite zueinander errichtet wurden, konnten die Besatzungen sich schnell über Feuerzeichen miteinander verständigen und eine Warnung vor einem drohenden Angriff in kürzester Zeit weiterleiten. Zumindest derzeit ist der Torre de sa Sal Rossa aber gesperrt, so dass man diesen nicht betreten darf.

Danach kommt man zunächst noch durch eine Bucht mit diversen kleinen Schuppen der ortsansässigen Fischer, bevor es ans Eingemachte geht. Bis zum Punta des Corb Mari folgen mehrere z.T. lange und steile Aufstiege, auf die dann jeweils wieder ein entsprechender Abstieg folgt. Der Weg ist dabei meist gut mit Steinpyramiden und blauen Pfeilen markiert. Dennoch ist in einigen Bereich eben dieser Weg kaum mehr auszumachen. Anscheinend laufen (zumindest im Sommer) nicht besonders viele Leute die Strecke ab, denn mitunter waren Wegteile schon zugewachsen und sehr häufig hatten Spinnen ihre bis zu 4-5m großen Netzer quer über den Weg aufgespannt. Zum Glück sind dies jedoch keine Giftspinnen wie etwa die handtellergroße Redback Spinne in Australien...

Von einem der letzten größeren Hügel aus kann man dann schon die später folgende Platja des Cavallet sehen, einen sehr feinsandigen und knapp 2km langen Strand. Im Hintergrund ist bei gutem Wetter auch die Insel Formentera sichtbar. In der Ibiza-Galerie gibt es bereits Bilder u.a. mit genau diesem Ausblick.

Doch bevor man zum Strand kommt, geht es erst einmal noch gute 30 Minuten weiter auf dem nun bereits gewohnten Terrain. Direkt am Anfang des Strandes stößt man dann auf ein kleines Restaurant, in dem man sich auf jedenfall eine Pause gönnen sollte. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits das mitgenommene Wasser seit mehr als einer Stunde aufgebraucht hatte, habe ich dort dann ersteinmal die Bestände wieder neu aufgestockt.

Am südlichen Ende der Platja des Cavallet stößt man auf den Wehrturm Torre de ses Portes. Dies ist zugleich die Südspitze mit dem Namen Punta de Ses Portes. Statt direkt am Strand entlangzugehen, bin ich aber hinter den Dünen an den Ses Salines entlang gegangen. Dies sind Salzfelder, die von den Ibizenkern bereits sehr mehr als 2000 Jahren zur Salzgewinnung genutzt werden. Meersalz wird dazu einfach in sehr flache, aber großflächige Wasserbecken geleitet. Dann wartet man ein paar Wochen / Monate, bis das Wasser verdunstet ist und zuletzt kann man das gewonnene Salz ernten. Die Ses Salines sind übrigens zugleich ein wichtiger Rückzugsort für Tiere, speziell diverse Vögelarten. In einem der Becken hatte es sich z.B. ein ganzer Schwarm Flamingos gemütlich gemacht.

Wenn man am Torre de ses Portes weiter nach Westen geht, stößt man kurz darauf auf die Platja de ses Salines. Den Abschluss dieses ebenfalls sehr beliebten Strandes, mit einigen verrückten Strandbars und überraschend hohen Sanddünen, bildet der kleine Ort Sa Canal. Von dort aus fährt einmal pro Stunde im Sommer ein Bus nach Eivissa und umgekehrt. Dies war dann auch mein Ziel für die heutige Tagesetappe. Insgesamt ist dies zwar nicht ungebedingt die anstrengendste Strecke, bei den Temperaturen heute jedoch trotzdem sehr kräftezehrend. Wer also früher losgehen kann, der sollte dies möglichst auch tun, um der Hitze der Mittagszeit dann lieber an einer Strandbar zu entgehen.



Bücher, Filme etc. zu Playa d'en Bossa (Ibiza) (Spanien)


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