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Dienstag, 29.08.2006 - Europa > Spanien > Playa d'en Bossa (Ibiza)

Ab in die Berge: Der Aufstieg zur Talaia

Ibiza ist eine für mich unerwartet und ungewöhnlich bergige Insel. Bzw. vielleicht sollte man das Oberflächenprofil besser als hügelig anstatt als bergig bezeichnen, denn steile Felsklippen und aus dem Profil stark hervorstechende Berge gibt es nur wenige. Dafür verteilen sich jedoch über die ganze Insel mehr oder weniger dicht bewaldetete Hügel mit durchschnittlichen Höhen von etwa 200-300m üNN. Die größte Erhebung der Insel (mit exakt 475m) nennt sich "Sa Talaia de Sant Josep" und genau diese Erhebung bin ich heute hochgewandert / geklettert.



Der Routenvorschlag entstammt wieder dem Buch "Ibiza / Formentera" des Michael Müller Verlages. Per Bus ging es dazu zunächst in den kleinen Ort Sant Josep de sa Talaia, den man mit eben diesem Bus in wenigen Minuten sowohl von Sant Antoni de Portmany, als auch von Eivissa aus gut erreichen kann. Nachdem ich meinen Wasservorrat den Temperaturen entsprechend angepasst hatte (Temp. um 9:30h im Schatten: 29°C), konnte es dann schon losgehen.

Von der Ostseite her führt ein kleiner Weg auf die Talaia. Teilweise ist dieser etwas eingefallen, so dass man, ausgestattet mit festem Schuhwerk, erst einmal einige kleine Anhöhen erklimmen muss, bevor es in sachte ansteigenden kurven auf den Berg geht. Für diese Wanderung werden aufgrund der geringenen Sonneneinstrahlung vor allem der Morgen und der Abend empfohlen, da man jedoch stets abwechselnd in sonnigen und schattigen Bereichen unterwegs ist, kann man dort eigentlich zu jeder Tageszeit hochkraxeln.

Heute war ich scheinbar wiedereinmal der Einzige, der sich für eine solche Tour entschieden hatte. Denn nachdem ich ca. 45 Minuten nach dem Beginn der Wanderung auf der Spitze der Talaia ankam, waren außer mir nur noch 5 weitere Personen oben - und diese sind allesamt per Mietwagen oder Roller die Kiesstraße auf der anderen Seite hochgefahren (wie langweilig).

Auf der Spitze der Talaia stehen 3 große Funkmasten. Da die Talaia wie bereits gesagt die höchste Erhebung von Ibiza darstellt, ist die Aussicht von dort oben natürlich traumhaft. Speziell vom mittleren Masten aus hat man eine sehr gute Rundumsicht, mit Meerblick auf drei Seiten. U.a. sieht man Eivissa, Sant Antoni und natürlich all die kleinen Eilande vor der Küste. Nur den östlichen Teil von Ibiza kann man aufgrund der dort wiederum vorhandenen Hügelkämme nicht ganz überschauen.

Auf der angesprochenen Kiesstraße habe ich mich dann an den Abstieg gemacht. Die Talaia sollte nämlich nur die erste Station der heutigen Tour sein. Weiter wollte ich zur Ortschaft Cala Vadelle und von dort aus zur sagenumwobenenen "Zauberinsel" Es Vedra, die fast senkrecht aus dem Meer aufragt und ganze 382m hoch ist. Diese ist besonders gut von dem an der Küste liegenden Wehrturm Torre des Savinar sichtbar. Da ich allgemein keine Lust habe, auf normalen Straßen neben den umherflitzenden Autos unterwegs zu sein, schien es mir eine gute Idee, einen auf meiner Karte nicht eingezeichneten Weg abzulaufen, der von der Kiesstraße wegführte.


Ausblick während des Aufstieges zur Talaia

Auf diesem konnte ich dann etwa bis zum sogenannten "Cami des Puig Blanc" vordringen und nach einer scharfen Rechtskurve hatte ich sogar einen grandiosen Ausblick auf Es Vedra. Das Problem war allerdings, dass dieser steinige Weg einige Hundert Meter später abgesperrt war und es warnte nur noch ein Schild davor, dass dies nun Privatgelände sei und ein unbefugtes Betreten nicht erlaubt ist. Leider gab es keinen Weg drumherum und so durfte ich die gesamte Strecke wieder zurückgehen. Prinzipiell gibt es bei solch großen Grundstrücken für Wanderer ja Wegerecht und auf einigen der Fincas ist dies direkt mit vermerkt. Bei diesem Gelände gab es allerdings neben dem Warnschild keine weiteren Infos. Und da ich niemanden fragen konnte und genauso wenig auf etwaige anschlagende Hunde scharf bin, bin ich letztendlich also auf den Kiesweg zurückgekehrt.

An eine Umsetzung des ursprünglichen Planes war nach dieser bald 2-stündigen Episode nicht mehr zu denken, denn dies wären noch einmal 6-8 Kilometer Fussweg geworden. So habe ich mich also zurück nach Sant Josep gekämpft und nach einigen Versuchen konnte ich doch glatt ein Taxi ergattern, welches mich zurück zur Südküste brachte.

Aufgefallen ist mir auf dem Rückweg übrigens, dass die Ibizenker anscheinend Anhalter überhaupt nicht gerne mitnehmen. Bevor das Taxi nach einer knappen halben Stunde vorbei kam, habe ich mehrfach versucht, per Anhalter mitzufahren. Ganz im Gegensatz zu meinen Erfahrungen auf Gran Canaria im letzten Jahr interessiert es die Leute hier aber anscheinend nicht, ob dann jemand halt noch ein paar Stunden läuft oder auf einen möglicherweise später am Abend kommenden Bus warten muss. Schade, aber leider nicht zu ändern.



Bücher, Filme etc. zu Playa d'en Bossa (Ibiza) (Spanien)


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