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Dienstag, 25.09.2012 - Europa > Spanien > Palma de Mallorca (Mallorca)

Mallorca: Zum Abschluss geht es in den Westen der Insel

Die letzte Tour steht an und noch fehlt der komplette Westen der Insel. Dementsprechend führt diese Tour von Sóller, über die Küstenstraße nördlich der Tramuntana entlang in den Westen, zu Orten wie Andratx und Port d´Andratx, südlich bis nach Palma und dann noch einmal quer durch das Hinterland über kleinere Straßen. Dies ist eine lange Tour, mit zahlreichen unterschiedlichen Elementen: Einem Künstlerdorf, mondänen Yachthäfen, einer naturgeschützten Insel und einem immergrünem Tal mit einem fantastischen Landgut. Die wenigen touristisch geprägten Orte im Westen der Insel lassen sich dabei gut umfahren, so dass man sich ganz auf die Schönheit der Insel konzentrieren kann.



Die Tour beginnt in Palma und zunächst geht es wieder in das gestern besuchte Sóller, wobei heute besser der zeitsparende Tunnel genutzt werden sollte. Fährt man an der Küste entlang, so trifft man auf zahlreiche lohnenswerte Aussichtspunkte und alte Wachtürme, wie z.B. rund um Lluc Alcari und an der Punta de sa Foradada. Ein erster Halt kann in Deià eingelegt werden. Der pittoreske Ort an den Ausläufern des Teix liegt auf/an mehreren kleinen Hügeln und wird allgemein als "Künstlerdorf" bezeichnet, da sich hier einige europäische Künstler niedergelassen haben, die die Abgeschiedenheit und Ruhe des Ortes dem Trubel von Palma und Co. vorziehen. Deià hat kleine, verwinkelte, blumengeschmückte Gassen. Von der Kirche aus hat man einen guten Überblick über die Umgebung.

Weiter geht es nach Valldemossa, sicherlich DAS Touristenziel im Tramuntana-Gebirge mit spektakulärer Hanglage. Das kleine Dorf hält gleich mehrere attraktive Anlaufstellen für Besucher bereit. Da ist das Dorf Valldemossa als solches, schmale Häuser mit blühenden Gärten und Kachelbildern an den Hauswänden (v.a. im Unterdorf), die Pfarrkirche Sant Bartomeu, der Palau de Rei Sanxo aus dem 16. Jh. oder Costa Nord de Valldemossa, das Kulturzentrum mit Einblick in das Leben des Erzherzogs Ludwig Salvator.


Dominierend ist aber das Kartäuserkloster Real Cartuja de Valldemossa, die am zweithäufigsten besuchte Attraktion der Insel. Von Kartäusermönchen Ende des 14. Jhs. gegründet, wurde das heutige Gebäude mehrmals stark erweitert/umgebaut und war zwischenzeitlich auch eine königliche Residenz. Bereits seit der ersten Hälfte des 19. Jhs. wurde die Anlage nicht mehr religiös genutzt. Heute ist dies ein Museum und man kann dort u.a. verschiedene (Kunst-)Ausstellungen und Einrichtungen wie eine alte Apotheke mit Equipment und Mittelchen aus dem 18. Jh. besichtigen (9:30-18:30 Uhr, So. 11-13 Uhr, 7,50 EUR). Für mich war dies aber recht enttäuschend, da man sich in wenigen Minuten alles angeschaut hat.

Wer jetzt spontan einen Zwischenstopp am Meer einlegen möchte, der kann von Valldemossa einen Abstecher nach Port de Valldemossa machen. Doch Vorsicht: Während dies auf der Karte wie ein kleiner Sprung erscheint, ist die Fahrt dorthin alles andere als einfach, denn es geht über 7km Kilometer in ENGEN Serpentinen steil den Berg runter. Stellenweise ist die Straße kaum 1,2 Autos breit und einige besonders Verwegene haben auf einem Anhänge Boote im Schlepptau. Wer also nicht rückwärts Serpentinen hoch- und runterfahren möchte, um auszuweichen, verzichtet lieber auf den Abstecher. Unten angekommen, finden sich ein kleiner Hafen, ein Kiesstrand sowie die Taverne Es Port mit frischem Fisch.


Die Fahrt geht jetzt immer weiter die Küste entlang über die einzige durchgehende Straße. Man passiert unterwegs z.B. Banyalbufar, ein typisches mallorkinisches Dorf, das noch sehr viel Ursprüngliches hat. Hier sind treppenförmig angelegte Terrassen das Highlight, die Hauptstraße ist Parkverbotszone, kostenpflichtige Parkplätze sind unterhalb und vor dem Ort zu finden. Zu Stopps laden die Wachtürme Torre de Ses Animes und Torres des Verger ein und auch in Estellencs sollte man anhalten, um das romantische Terassendorf zu erkunden.

Die Fahrt auf der Ma10 geht anschließend noch einige Kilometer weiter, je mehr man sich von der Küste entfernt, desto unspannender wird die Fahrt jedoch, denn die Straße wurde für die vielen Busse auf Autobahnbreite ausgebaut, mit "einschneidenden" Auswirkungen auf die Landschaft. Nähert man sich dann Andratx, so wird man schon von weitem die klotzige Wehrkirche und die pinienbestandenen Hügeln sehen. Der Ort selbst ist aber im Unterschied zum 5km entfernten Port d´Andratx sehr beschaulich, mit nur wenigen Touristen. Ob der engen Gassen sind Parkplätze selbst außerhalb der Markttage nur schwer zu finden.

Bevor es zum in den Medien so oft vertretenen Port d´Andratx mit seinem Yachthafen und den Millionärsvillen/-fincas geht, empfiehlt sich ein Abstecher nach Sant Elm, zum westlichsten Punkt von Mallorca. Dieser sehr beschauliche Ort mit nur 250 Einwohnern ist Ausgangspunkt für Schiffstouren zu der unmittelbar vor der Küste liegenden Insel Sa Dragonera. Diese steht unter Naturschutz und eignet sich gut zur Vogelbeobachtung. Auf dem nur 4,2km x 1km großen Eiland gibt es ein Naturmuseum und Wanderwege sowie das Kloster Sa Trapa. Fährschiffe wie die "Margerita" setzen in 20min über (Di.-So., nur 5x täglich, 11 EUR Retour), teilweise sind auch Fahrten nach Port d´Andratx möglich.


In Port d´Andratx angekommen, einer der beliebtesten Wohnadressen gerade für deutsche Residenten, kann man dann um einen der wenigen vorhandenen Parkplätze kämpfen und den Hafen mit all den teuren Yachten entlang der Promenade erkunden. Viele ultrateure Villen gibt es auf der 2km südwestlich gelegenen Halbinsel Sa Mola / Cala Llamp, häufig versteckt hinter hohen Mauern, sowie im angrenzenden Camp de Mar.

Eine Bucht weiter östlich trifft man auf Peguera, einem Badeort mit hügeligem Hinterland und vielen deutschen Langzeiturlaubern. Der Strand in der kleinen Bucht ist zwar recht ansehnlich, der Ort bietet aber fast nur touristische Monokultur. Und von hier bis nach Palma wird es zunehmend touristischer. Zunächst ist da Santa Ponsa mit ausgedehnten Urbanisationen und Bettenburgen für britische und deutsche Gäste, dann der riesige Ferienort Magaluf, der von britischen und skandinavischen Touristen frequentiert wird, dafür aber ein ausgeprägtes Unterhaltungsangebot und Nachtleben bietet.

Einen Zwischenstopp einplanen kann man dagegen in Puerto Portals, einem in Portals Nous gelegenen Yachthafen, mit noch wesentlich größeren und sichtbar teureren Yachten als in Port d´Andratx. Kein Wunder, dass im Sommer hier auch die spanische Königsfamilie zu Gast ist. Rund um den Hafen finden sich praktisch nur Edelboutiquen und Nobelrestaurants und jeder Besucher wird erst einmal vom Personal und anderen Gästen auf Kompatibilität abgecheckt. Sehenswert, aber irgendwie auch arg gekünstelt und erzwungen.

Nun könnte man bereits nach Palma de Mallorca zurückfahren und den Tag beschließen, doch dann würde man den besten Stopp dieser Tour verpassen: das Landgut Sa Granja bei Esporles. Man könnte Esporles von Palma einfach über die Ma1110 erreichen, wer ausreichend Zeit für zusätzliche 50km auf einer Sightseeing-Route hat, dem würde ich ab kurz vor Palma einen Schwenk auf die Ma1043 empfehlen, über Calvia und Puigpunyent nach Esporles. Puigpunyent ist ein luftiger Terassenort, teilweise mit Blick bis zum Meer, auch Galilea bietet sich für einen Stopp an.


Gute 1,5km nördlich von Esporles, einem langgestreckten Dorf in einem fruchtbaren, immergrünen Tal, triff man dann auf das Landgut Sa Granja. Dieses Freilichmuseum zeigt auf ganzen 61 Stationen wie das Leben auf Mallorca in früheren Jahrhunderten aussah, für die dort ansässige Adelsfamilie, die Aufseher und die einfachen Arbeiter. Die Tour ist sehr umfassend, man sieht Wohngemächer und Werkstätten, Färberei, Schmiede, Käserei etc., die simplen Unterkünfte der Landarbeiter bis hin zum Gefängnis im Keller samt Folterequipment. Auch außerhalb der Gebäude gibt es einiges zu entdecken (12,50 EUR). Z.T. sind in La Granja Mitarbeiter in Tracht/Arbeitskleidung unterwegs und hauchen dem Landgut ein wenig Leben ein.

Das waren meine Touren auf Mallorca, gute 2500km in 5 Tagen (inkl. diverser zusätzlicher Abstecher), Mallorca von A bis Z. Habe ich dennoch einen interessanten Ort vergessen? Infos dazu und Empfehlungen können gerne in den Kommentaren zu den Beiträgen gepostet oder auch direkt per Email an mich gesendet werden.

Weiter unten auf dieser Seite folgt nun noch eine Reihe an Webseiten zu Mallorca mit nützlichen Informationen für die Vorbereitung einer eigenen Reise.



Bücher, Filme etc. zu Palma de Mallorca (Mallorca) (Spanien)


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