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Sonntag, 23.09.2012 - Europa > Spanien > Palma de Mallorca (Mallorca)

Mallorca: Unterwegs im Zentrum des Tramuntana-Gebirges

Ein großer Teil der Insel wurde auf den zurückliegenden drei Touren bewältigt, doch nun geht es erst richtig in das Tramuntana-Gebirge, welches für den Nordwesten Mallorcas so prägend ist. Die heutige Tour führt von Palma zu den Jardines d´Alfabia und auf der Südseite der Tramuntana entlang, bevor es in einem Schlenker über das Gebirge zur der Küste zugewandten Nordseite geht. Dort warten dann zahlreiche interessante Orte wie die Bucht Cala de Sa Calobra (mit einer der spaßigsten Straßen der Insel, 800m Gefälle auf 12km), herausgeputzte Bergdörfer, Stauseen und mehr auf Besucher.



Start der Tour ist wie gewohnt Palma de Mallorca. Von dort aus geht es auf der Ma11 immer in Richtung Sóller und zwar bis zu den Jardines d´Alfabia, nicht mehr weit vom Tunnel nach Sóller entfernt. In diesem Garten werden Überreste arabischer Gartenbaukunst präsentiert, mit haushohen Palmen, Bambushainen, lauschigen Pergolen etc. Der Garten ist allerdings nicht besonders groß und mit 6,50 EUR daher etwas überteuert (Mo.-Fr. 9:30-17:30, Sa. 9:30-13 Uhr). Ein weiterer Garten samt dazugehörigem Landhaus, die Jardins de Raixa liegt ebenfalls an der Ma11, bei Km 12 (Mo.-Fr. 10-14 Uhr).

Von der Schnellstraße nach Sóller geht es jetzt ab, auf die wesentlich kleinere Ma2100, die über die Orte Bunyola, Orient und Alaro zurück zur Autobahn Palma-Inca führt. In diesem abgelegenen Teil der Insel kann man Wandern gehen, z.B. vom kleinen Ort Orient aus, einem Bilderbuchdorf mit lediglich 10 Einwohnern. Dort gibt es ein ehemaliges Kloster, welches nur über eine sehr schmale und serpentinenreiche Straße zu erreichen ist. Und ein paar Kilometer südöstlich liegt auf einem Berg das Castell d´Alaro, welches nur zu Fuss von Orient oder Alaró aus zu erreichen ist. Der Weg nimmt hin und zurück etwa 4-5h in Anspruch.

Ist dieser Schlenker durch das Hinterland abgeschlossen, geht es nun zunächst nach Inca und von dort über Lluc wieder über die Tramuntana hinweg, wobei die Tour nach Lluc diesmal aber nach Süden führt. Und wenige Kilometer weiter wartet dann ein besonderes Fahrerlebnis: Die Straße hinunter nach Sa Calobra, die auf 12km in zahlreichen Serpentinen über 800m Höhenunterschied aufweist, bevor man in Sa Calobra am Meer ankommt. Unterwegs hat man an zahlreichen Stellen einen guten Überblick über die Landschaft. Parkplätze sind hin und wieder für 1-2 Autos vorhanden, diese sind aber mangels Wendemöglichkeiten meist nur aus einer Richtung erreichbar. Generell zahlt es sich hier wahrlich aus, einen Kleinwagen zu fahren, um so einfach parken und den Ausblick genießen zu können.


Eine besonders markante Stelle dieser Strecke ist der "Krawattenknoten", eine 270°C-Kurve, die zu einer rasanten Fahrt einlädt (sofern man denn den Gegenverkehr ausschließen könnte). Ein Problem können Touristenbusse sein, gerade bei engen Serpentinen. Allerdings sind diese nur bis ca. ~16:00 Uhr anzutreffen, denn danach müssen die Neckermänner wieder zurück ins AI-Hotel, während im Sommer die Sonne noch für gute 5-6h scheint. Unten angekommen, trifft man auf die kleine Bucht Cala de Sa Calobra samt zahlreicher Restaurants (Tipp: A la Carte-Restaurant Brosamar). Viele Besucher kommen per Boot von Sóller an und steigen in die Busse um oder umgekehrt. Rechts von der Bucht kann man durch Tunnel und kleinere Buchten ein wenig in die Schlucht Torrent de Pareis hineinlaufen (angeblich der zweitgrößte Canyon Europas und für trainierte Wanderer im Rahmen von Touren begehbar). Am Ende der Schlucht liegt ein Kiesstrand.


Zurück zur Ma10 geht es wieder über dieselben 12km. Nächster Halt ist dann Embalse de Gorg Blau, einer der zwei für die Wasserversorgung von Inselbevölkerung und Touristen genutzten Stauseen. Dieser hat merkwürdig türkises Wasser und wird eingerahmt von der Tramuntana. Folgt man der Straße weiter nach Süden, könnte man am Puig Major stoppen. Dies ist mit 1445m Höhe der höchste Berg der Insel, mit entsprechend guter Aussicht auf das umliegende Bergpanorama.


Weiter geht es, diesmal in das herausgeputzte Bergdorf Fornalutx, welches mit seinen gepflasterten Treppengassen und knapp 700 Einwohnern als das schönste Dorf der Insel gilt. Während meiner Reise im Juni war gerade das alljährliche Orangenfest in Sóller und Umgebung (Jornades de la Taronja) und auch Fornalutx hatte sich dafür besonders fein gemacht. Auf dem Weg nach Biniraix gibt es einen Höhenweg für Wanderer mit guter Aussicht, aber auch die Ma10 bietet zahlreiche Aussichtspunkte.

Das Tagesziel rückt nun näher mit der Stadt Sóller und dem dazugehörigen, etwa 5km entfernten Hafen Port de Sóller. Sóller hat z.T. sehr alte Architektur zu bieten, einige Gassen stammen gar noch aus arabischen Zeiten und sind daher sehr eng (= Verkehrsprobleme, besser in den Randbezirken parken). Ziele in Sóller könnten z.B. die Pfarrkirche Sant Bartomeu an der Placa Consitució oder der Jugendstilbahnhof sein, denn Sóller ist per historischer Straßenbahn an den Hafen angebunden sowie über den Tren de Sóller, den "Roten Blitz", direkt an Palma (ca. 50min, 7x täglich).

Am südlichen Stadtrand liegt der Jardin Botanic de Sóller, dieser bietet einen Überblick über die Stadt und konzentriert sich auf einheimische/endemische Pflanzen, insbesondere Blumen der Balearen. Theoretisch hat man hier Di.-Sa. 10-18 Uhr geöffnet, bei wenigen Besuchern sperrt man aber gerne auch schon mal früher zu.

Der schmucke Hafen Port de Sóller bildet den Tagesabschluss. Dies ist der einzige sichere Hafen der Tramuntana-Küste und das kleine Städtchen zieht sich entlang der vor den Wellen geschützten Bucht Badia de Sóller. Im nördlichen Teil der Bucht liegt der Hafen, u.a. mit den Ausflugsschiffen nach Sa Calobra, doch Port de Sóller verfügt auch über einen Strand sowie die Promenade Passeig de la Platja mit zahlreichen Restaurants.

Für den Rückweg nach Palma gibt es dann zwei Möglichkeiten: Den Tunnel von Sóller, welcher nur 3,5km lang ist und für 4,80 EUR eine schnelle Unterquerung des Tramuntana-Gebirges ermöglicht oder aber (viel spaßiger) die alten Serpentinen über die Berge hinweg. Die kleine Straße startet unmittelbar vor dem Tunneleingang und es gibt praktisch keinen Verkehr, wodurch man seinen Wagen einmal richtig auf "Bergfähigkeit" testen kann.



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