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Freitag, 21.09.2012 - Europa > Spanien > Palma de Mallorca (Mallorca)

Mallorca: Rund um die Tramuntana und hoch bis zum Cap de Formentor

Tag 3 von "Projekt Mallorca" ist angebrochen und die heutige Tour führt von Palma de Mallorca in den Norden von Mallorca, zum Cap de Formentor auf der langgezogenen Halbinsel Formentor mit ihren faszinierenden Felsformationen und anschließend einmal rund um den nördlichen Teil der Tramuntana, des Gebirges, welches den gesamten Nordwesten von Mallorca dominiert. Zunächst geht es dafür über die Inlandsautobahn in wenigen Minuten nach Inca. Das Umfeld der kleinen Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern ist aufgrund der Industrie nicht unbedingt ansehnlich, zumindest aber wurde das Zentrum herausgeputzt, gerade rund um die Placa Santa Major und den Rathausplatz.



Knapp 3km Luftlinie von der Innenstadt Incas entfernt und über einige Serpentinen zu erreichen, liegt der Puig de Inca, der Hausberg von Inca. Dieser bietet eine Aussicht auf Inca und Teile der Tramuntana. Oben gibt es mit der Ermita Santa Magdalena eine kleine Kapelle und ein Restaurant (12-16 Uhr und 19-21:30 Uhr).

Anschließend könnte man einen kleinen Abstecher nach Sa Pobla machen, einem Bauerndorf, welches sich wirklich nicht künstlich aufhübscht, um Touristen anzulocken. Hier wird noch intensivst Landwirtschaft betrieben. Doch weiter geht es nach Alcúdia, einem "hübschen Städtchen" am Anfang einer Halbinsel und genau zwischen der Bucht von Alcúdia und der Bucht von Pollenca gelegen. Um genau zu sein, ist Alcúdia jedoch viel mehr als das, denn es handelt sich um die wohl älteste Siedlung der Insel, welche heute komplett unter Denkmalschutz gestellt ist.


Alcúdia schützte sich im Mittelalter mit einer massiven Steinmauer gegen Piratenangriffe. Besonders gut erhalten ist heute noch das Richtung Palma gelegene Stadttor Porta de Sant Sebastian. In der Nähe kann man die Mauern besteigen und ein Stück weit laufen. Des weiteren sind im Umfeld Alcúdias Überreste römischer Bauten in Form der "Ciutat de Pollentia" zu finden (Di.-Fr. 10-16 Uhr, Sa./So. 10-14 Uhr, 3 EUR). Einen Parkplatz sucht man am besten entlang der südlichen Stadtmauer.

Kaum einen Kilometer südlich liegt dann Port d´Alcúdia, ein Touristenort mit über 30.000 Betten und einem langen Sandstrand, der sich entlang der Bucht von Alcúdia zieht. Mit all den großen Hotels und sonstigem touristischen Schnick-Schnack wird der Ort jedoch leider keinen Schönheitspreis gewinnen.


Nähern wir uns entlang der Bucht von Pollenca nun den wichtigsten Stationen der heutigen Tour. Zunächst gilt es dazu noch, den kleinen Ort Port de Pollenca zu durchqueren, einen Fischer- und Yachthafen unmittelbar an der Bucht von Pollenca. Port de Pollenca begrüßte schon seit den 1930er Jahren erste Touristen, vorwiegend britischer Herkunft und hat weiterhin seine ansprechenden Seiten. Dazu zählt z.B. im westlichen Teil die Promenade Passeig Vora Mar mit alten Pinien und Häusern aus der Gründerzeit. In den Fischrestaurants könnte man Halt machen, bevor es auf die Halbinsel Formentor geht.

Die lang gestreckte Halbinsel Formentor wäre allein bereits Grund genug für die Anfahrt von Palma aus. Eine einzige, gewundene Straße führt durch eine sehr schroffe, felsige Landschaft bis zum Cap de Formentor, dem nördlichsten Punkt von Mallorca. Doch ist weniger der Leuchtturm samt Restaurant am Kap das Ziel, sondern die 18km lange Traumstraße als solche, mit zahlreichen Stopps zwischendrin.

Dazu zählen Aussichtspunkte wie z.B. auf den Taubenfelsen Es Colomer und die Bucht Cala Figuera sowie der extrem stark frequentierte Strand Platja Formentor (Parkplatz 7 EUR!) und für mich v.a. Talaia d´Albertux, eine Nebenstraße hoch auf 380m zu einem Wachturm und einigen verlassenen Gebäuden. Die Straße ist nur für PKW und mit einiger Vorsicht zu befahren. Die Wende- und Parkmöglichkeiten oben sind stark beschränkt, dafür ist jedoch die Aussicht zu allen Seiten fantastisch. Am Cap de Formentor kann es dann ebenfalls sehr eng zugehen, da die Parkplätze am Leuchtturm kaum ausreichend sind und mit sich entgegenkommenden Bussen doch häufiger rangiert werden muss. Hier kann es daher sinnvoll sein, mit einigem Abstand zum Leuchtturm zu parken.


Zurück geht es über Port de Pollenca, zunächst zur Cala de Sant Vicenc, einem kleinen Villen- und Badeort mit engen Buchten vor dem imposanten, steil aufragenden Bergmassiv Cavall Bernat. Nächster Halt ist die Stadt Pollenca, deren Hafen wir jetzt schon zweimal passiert haben. Die Stadt ist ein lokales Kunstzentrum mit Galerien und alljährlichem Musikfestival, wegen der engen Gassen sollte bereits in den Außenbezirken geparkt werden. In Pollenca sollte man sich die Placa Mayor mit der Hauptkirche Nostra Senyora dels Angels anschauen. Am Marktplatz links vorbei am Hahnenbrunnen beginnt dann der Aufstieg über 365 Stufen zur Wallfahrtskirche El Calvari, wieder mit dementsprechend gutem Ausblick sowie den danach sicherlich notwendigen Erfrischungsmöglichkeiten.

Weniger als einen Kilometer südlich von Pollence liegt der 333m hohe Hausberg Puig de Maria. Auf diesem liegt ein ehemaliges Nonnenkloster. Mit dem Auto kann man bis zu den letzten Häusern hochfahren, dann geht es in ~45min weiter auf einem alten Pilgerpfad.

Nach Pollenca ist das Tagwerk noch nicht ganz vollrichtet, denn nun will noch die Tramuntana gemeistert werden. Dazu tankt man am besten zunächst noch einmal voll, denn auf der bergigen Straße nördlich der Tramuntana gibt es keine Tankstellen und kaum sonstige Siedlungen mehr. Auch Verkehr ist praktisch nicht mehr vorhanden, die Straßen sind dennoch in einem klasse Zustand. Es dominiert in der Gegend vielmehr sehenswerte, ziemlich rauhe Natur. Auf der heutigen Tour soll es nur durch den nördlichen Teil der Tramuntana gehen, bis zum Ort Lluc oder genauergesagt zum Monasterio de Lluc, dem wichtigsten Wallfahrtsort der Insel.

Das Kloster liegt inmitten der Tramuntana auf 525m, vor einer kolossalen Bergkulisse. Für 4 EUR kann man Parken und der Eintritt ist inklusive. Gläubige besuchen das Kloster aufgrund der schwarzen Madonna in der Klosterkirche, aber auch für uns Weltliche lohnt sich der Abstecher, z.B. aufgrund der Kloster-Architektur, des Rundweges um einen Berg mit Aufstieg und Ausblick sowie einen kleinen Botanischen Garten.

Zurück nach Palma de Mallorca geht es dann über die Ma2130 einmal quer durch die Tramuntana sowie über Selva und Inca.



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