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Mittwoch, 19.09.2012 - Europa > Spanien > Palma de Mallorca (Mallorca)

Mallorca: Der Südosten der Insel von Palma bis nach Porto Cristo

Diese erste Tour führt von Palma de Mallorca einmal quer durch den Südosten von Mallorca, sowohl durch das Inland, als auch in diverse Küstenorte. Tagesziel ist der kleine Ort Porto Cristo an der Ostküste, von wo aus es zurück geht. Alle meine Touren umfassen eine Strecke von etwa 500km, daher ist ein früher Start vorteilhaft. 3,2,1: Von Palma de Mallorca geht es am Flughafen und den touristischen Sündenfällen Playa den Bossa / Es Arenal vorbei zunächst an der Küste entlang in den Süden der Insel, auf zunehmend kleiner werdenden Straßen mit kaum mehr vorhandenem Verkehr. Am Cap Blanc angekommen, kann man vor einem Tor den Wagen abstellen, um zu Fuss zum alten Leuchtturm oberhalb der Steilküste zu laufen. Von dort bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf Meer und Küste, der Leuchtturm selbst ist abgesperrt.



Weiter geht es im Inland über die Ma6014 zum Carpocorb Vell, einer "gut erhaltenen" talayotischen Siedlung aus dem 14. Jh. Ok, eigentlich sind nur mehr Ruinen der Gebäude erhalten, aber ein Zwischenstopp kann auch hier eingelegt werden (Fr-Mi 10-16:30 Uhr, 2 EUR). Weiter nach Osten sollte man dann mit der Ma6021 wieder den Weg zurück zur Küste finden, um im Örtchen Sa Rapita z.B. am Yachthafen zu stoppen. Dort gibt es neben dem Hafen selbst v.a. die Strände Platja de sa Rapita und (weiter entfernt) Es Trenc zu sehen. Die Strände sind zwar auch über eine andere, sehr kleine Straße aus dem Inland erreichbar, Parkplätze sind in Sa Rapita aber wesentlich reichhaltiger vorhanden. Gerade Es Trenc hat mit seinem türkisblauen Wasser ein wenig Karibikflair und ist im Sommer äusserst beliebt/belebt.


Campos liegt einige Kilometer im Hinterland und ist die Agrarhochburg der Insel mit intensiver Vieh- und Milchwirtschaft. Auf den Ländereien in der Umgebung finden sich zahlreiche traditionelle Windmühlen, die gute Fotomotive abgeben. Der Ort selbst ist aber meist nur an Markttagen belebter (Do/Sa). Nächster Halt sind die Salines de Llvant, die Salinenfelder, auf denen Salz durch natürliche Verdunstung gewonnen wird. Die Gegend ist reich an Flora und Fauna, aber kaum von der Straße aus einsehbar und bis auf Teile Privatgelände und daher abgesperrt. Folgt man der Straße, so stößt man auf Colónia de Sant Jordi, einen einstigen Fischerort, der jetzt das Touristenzentrum im Süden der Insel darstellt. Der Hafen im Ort ist Ausgangspunkt für Schiffsausflüge auf die Insel Cabrera. Es gibt einen kleinen Strand im Hafen und südostwärts weitere tolle Strände, die teilweise nur zu Fuss zu erreichen sind.


In der Nähe des Ortes Ses Salines lädt Botanicactus zu einem Stopp ein. Dieser große Garten beherbergt auf 150.000qm über 10.000 Kakteenarten aus aller Welt sowie ein Mittelmeerbiotop und ist angeblich "Europas größter botanischer Garten" (ok, eher nicht). Botanicactus ist wirklich sehenswert, auch wenn ich fast der einzige Besucher auf der Anlage war (9-18:30 Uhr, 8,50 EUR). Kurz nach dem Botanicactus kann man einen Abstecher zum Cap de ses Salines machen, dem südlichsten Punkt von Mallorca. In diesem Gebiet werden jährlich 8000 Tonnen Tafelsalz gewonnen, zu sehen sind weiße Salzberge, pastellfarbene Salzseen und ein (wieder einmal abgesperrter) Leuchtturm.

Von Ses Salines / Cap de ses Salines weiter nach Osten fahrend stößt man nun auf die verschlafene Kleinstadt Santanyi. Diese hat ein harmonisches Ortsbild mit hübscher Fussgängerzone, ist kaum touristisch geprägt und meist nur Durchgangsort auf dem Weg zu den zahlreichen kleinen Buchten an der Küste. Mi/Sa ist Markttag, was bei den engen Gassen zu Problemen mit den Parkplätzen führen kann.

Von Santanyi aus erreicht man vor allem folgende drei Buchten:

  • Cala Santanyi: eine ansehnliche, weißsandige Badebucht, etwa 3,5km südlich von Santanyi
  • Cala Figuera: ein kleiner Ferien- und Fischerort mit romantischem Hafen, aber kein wirklicher Strand und kaum Parkplätze, Fischerboote kommen hier Werktags 15-17 Uhr zurück (Fotos + frisches Futter)
  • Cala Mondragó: eine unter Naturschutz gestellte, türkisblaue Doppelbucht, mit Informationszentrum für den Naturpark (schließt aber schon 16:00 Uhr!)

Die nächsten Stationen dieser Tour führen jetzt an der Ostküste entlang von Bucht zu Bucht. Man hat die Wahl zwischen einer gut ausgebauten Straße ein paar Kilometer im Inland oder man wählt die kleineren Straßen direkt an der Küste, mit oftmals wesentlich besseren Aussichten, jedoch so kurvig, dass nur Mitfahrer etwas davon haben. Über Portopetro geht es so hinein nach Cala d´Or, einem beliebten Ferienort im ibizenkischen Stil mit weiß gekalkten, blumenumrankten Häusern. Dies ist zwar eines der größten Ferienzentren an der Ostküste Mallorcas, statt großer Betonburgen sind jedoch kleinere Häuser in den schmalen Buchten vorherrschend.

Erneut geht es jetzt zurück ins Inland, auf den Weg nach Felanitx. Das ländlich-verschlafene Städtchen mit dem Zentrum um die Placa Espanya lebt vor allem vom Weinbau und der Herstellung von Glas und Keramik. Am Sonntag gibt es einen Wochenmarkt. Sehenswert im Ort sind die Pfarrkirche Sant Miquel mit imposanter Freitreppe am zentralen Platz und die Gassen rundherum. Im Umland stehen gut zwei Dutzend Mühlentürme.


Nähert man sich Felanitx von Süden her, so sollte man vorher einen Abstecher zum Castell de Santueri machen. Diese Ruinen einer gewaltigen mittelalterlichen Festungsanlage liegen auf einem Berg 2km südlich von Felanitx und die Fahrt hin und zurück nimmt wie bei allen Tafelbergen auf der Insel einige Zeit in Anspruch. Die Ruine selbst ist zwar verschlossen, der Abstecher ist aber schon allein aufgrund des Weitblicks lohnenswert. Auf der Ma14 sollte man Ausschau halten nach einem braunen Schild mit der Aufschrift "Cami des castell", dann geht es weiter auf einer holprigen Zufahrtsstraße.

Im Anschluss an Felantix gibt es dann, kaum 2km Luftlinie vom Castell de Santueri entfernt, einen weiteren Tafelberg zu erklimmen, den 509m hohen Puig de Sant Salvador. Dieser ist auf der Ma4010 Richtung Porto Colom erreichbar. Auf dem heiligen Berg von Felanatix mit einem Doppelgipfel liegt ein verlassenes Kloster aus dem 13. Jh., die Ermita de Sant Salvador. Der Ausblick von dort oben ist spektakulär (bei gutem Wetter über einen Großteil der Insel) und die kurvenreiche Fahrt auf der schmalen Serpentinenstraße ist einfach Fahrspaß pur. Ein Klosterstübchen lädt zur Einkehr ein.

Noch nicht genug für heute? Keine Sorge, es geht weiter. Zunächst auf der Ma4010 nach Porto Colom. Dieser Ort mit seiner weitläufigen Bucht scheint wie aus einer klassischen Landschaftsmalerei geklaut. Ein stiller Fischerhafen mit gut erhaltenen, bunten Bootshäusern und Fischerbooten, der touristisch noch nicht überlastet ist, da es kaum Sandstrände gibt. Für die 3500 Einwohner und Besucher gibt es eine hübsche Hafenpromenade, einen Yachthafen und einen Leuchtturm am Ende der Bucht.


Wer wirklich früh gestartet ist, könnte anschließend wieder ins Inland fahren und Manacor besuchen. Dies ist Mallorcas zweitgrößte Stadt, obwohl sie nur rund 40.000 Einwohner aufweist und somit kaum 1/10 so groß ist wie Palma. Das Stadtinnere mit Cafés und Bars am Kirchplatz ist sehr authentisch, unverstellt und wird v.a. durch Ortsansässige genutzt. Ein Stopp könnte hier der Wehrturm Torre del Enagistes samt Palast sein, der heute als archäologisches Museum genutzt wird.

Schließlich nähern wir uns mit Porto Cristo dem Tagesziel der heutigen Tour. Der kleine Ort mit etwa 7300 Einwohnern ist hübsch anzusehen mit runder Hafenbucht und Yachten. In der Nähe gibt es mit den Coves del Drac (Drachenhöhle) die größte Tropfsteinhöhle der Insel. Aber wie bei vielen touristischen Anlaufstellen auf Mallorca schließt man auch hier bereits quasi mitten am Tag (10-17 Uhr, im SOMMER!, Führung jede volle Stunde außer 13 Uhr, 11,50 EUR), wodurch man gegebenenfalls seine Touren entsprechend danach planen muss.

Ein wenig nördlich von Porto Cristo liegt der zusammengewachsene Doppelort aus dem moderneren, aber eher unansehlichen Sa Coma und dem älteren S´Illot mit 1km langem, weißen Sandstrand mit verkehrsfreier Promenade. Diesen kann man aber getrost ignorieren, genauso wie den noch weiter nördlich gelegenen und lückenlos zugebauten Touristenort Cala Millor. Typische Touristenort ohne Flair, die maximal für eine Übernachtung geeignet sind, wenn man tagsüber die Insel erkundet.

Genug für heute? Dann geht es jetzt z.B. zurück nach Palma de Mallorca, am bequemsten und erstaunlich schnell über die Inselautobahn Ma15. Also, Inselradio für das Tagesgeschehen auf Mallorca anschalten und den Sonnenuntergang über dem Meer bei der Einfahrt nach Palma genießen. Morgen geht es weiter. ;-)



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