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Samstag, 27.05.2006 - Europa > Großbritannien > London

Und ab nach London...



In den letzten zwei Tagen war ich damit beschäftigt, meine Rundfahrt mit dem Mietwagen abzuschließen und dann per Zug zu meinem nächsten Ziel weiterzufahren. Dazu ging es am Freitag zuerst einmal vom Cambridge weiter nach Nottingham. Ja, in das Nottingham mit dem raffgierigen Sheriff, der Maid Marion, dem Sherwood Forest, sowie Robin Hood & Team. Zumindest sollen sich die Geschichten rund um Robin Hood laut einer Sage so oder ähnlich in Nottingham und Umgebung abgespielt haben. Klar, dass man in Nottingham damit auch Kasse machen möchte.

Karte zu London in Großbritannien anzeigen | Weblinks zu London anzeigen

Neben der für englischen Städte obligatorischen Burg (Nottingham Castle), sind die zwei Hauptattraktionen in Nottingham die "City of Caves" und "The Tales of Robin Hood". In der "City of Caves" kann man durch unterirdische Sandsteinhöhlen laufen, die zuerst durch die Angelsachsen angelegt und dann immer weiter ausgebaut wurden. U.a. sieht man dort nachgebaute Szenen aus dem Nottingham vergangener Zeiten und erfährt mehr über die wichtige Rolle der Höhlen im II.WW., während des Blitz. Den Eingang zur "City of Caves" findet man direkt im Broadmarsh Shopping Centre.

Das Magazin "The Independent" beschreibt "The Tales of Robin Hood" folgendermaßen: "A little Disneyland". So ähnlich ist dies auch aufgebaut, denn man fährt hier auf einem "Action Ride" durch die Anlage, wo man über die Robin Hood-Geschichte informiert wird, man kann an Bogenschießübungen teilnehmen uvm. Dies ist aber - mangels wirklicher handfester Fakten - eher auf Kinder ausgerichtet.

Ich war anschließend - mangels weiterer Attraktionen - noch eine Weile shoppen (obwohl man bei den Preisen hier eigentlich nicht wirklich viel kaufen kann / sollte). Meine Unterkunft war am Freitag das "Andrews Hotel" im Südwesten des Stadtzentrums von Nottingham. Das Einzelzimmer hat hier £25 gekostet. Das Hotel liegt direkt an einer relativ großen Ausfallstraße. Dadurch ist es zwar etwas lauter im Zimmer, aber man kommt am Morgen umso schneller weg.

Dies war auch notwendig, denn am Samstag musste ich bis 10:00 Uhr den Mietwagen wieder in Manchester abgeben. Ich bin also schon um 6:00 Uhr losgefahren und konnte die Fahrt im Sonnenschein auf praktisch komplett leeren Straßen genießen - wer ist denn auch sonst schon an einem Samstag um diese Zeit unterwegs? Insgesamt waren dies in den letzten 23 Tagen knapp 2200 Meilen, also 3520 Kilometer mit kleinen dem Nissan Micra (macht insgesamt ~14500 Kilometer in 2006).

Mein Tagesziel war aber nicht Manchester, sondern London. Also schnell per Taxi zum Hauptbahnhof Piccaddilly und ein Ticket organisiert. Durch die Privatisierung der Eisenbahn gibt es in England jetzt ungefähr ein Dutzend Unternehmen, die jeweils einzelne Linien betreiben. Nach London kann man daher nicht direkt fahren, sondern man muss mindestens einmal umsteigen. Bei mir war dies Sheffield. Wenn man online reservieren möchte, dann geschieht dies zentral über traveline, in Manchester am Bahnhof wiederum holt man sich die Tickets bei Virgin Trains. Obwohl dies chaotisch wirkt und leider auch ziemlich teuer ist (£54), klappte alles reibungslos und ich traf schon am frühen Nachmittag in London ein. Für die Strecke Manchester -> Sheffield -> London sollte man in etwa 4 Stunden einkalkulieren.

Die nächsten 4 Tage werde ich nun noch in London verbringen. U.a. werde ich mir einige Attraktionen anschauen, für die ich bei meinem ersten Aufenthalt im Dezember 2004 noch keine Zeit hatte (Z.B. Kensington Palace und die Docklands). Mehr dazu aber später.



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