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Docklands: Ein neues Stadtviertel entsteht - Teil I![]() Karte zu London in Großbritannien anzeigen | Weblinks zu London anzeigen Dazu zählen für mich u.a. große Parkanlagen, ein Meeresanschluss oder zumindest ein größerer Fluss mit Hafen und Hafenpromenade, offene Plätze mit Musik, ein umfangreiches Kunst- und Kulturprogramm (Theater, Museen, Konzerte etc.), weitläufige Fussgängerpassagen, am besten in Bereichen mit historischer Gebäudestruktur, ein Finanzzentrum ("the bigger, the better") etcpp. Je mehr dieser Elemente von einer Stadt erfüllt werden, desto wohler fühle ich mich dort. Sydney z.B. erfüllt all dies par excellence und ist für mich wohl auch deshalb eine der Städte, wo ich mich gerne für längere Zeit aufhalten würde. London erfüllt dies genauso gut. Und doch gab es hier östlich der City of London mit den Docklands einen Bereich, der seit den 1970er Jahren stark vernachlässigt wurde und so gar nicht mit der restlichen Stadt harmonisierte. Die alten Docklands wurden durch die Containerschifffahrt und die Verlagerung des Hafenbetriebes weiter themseabwärts nicht mehr benötigt. Was macht man aber mit einem derart großen Gelände in City-nähe, welches seinen bisherigen Zweck nicht mehr erfüllt / erfüllen kann? Na klar, man entwirft dafür ein Konzept, eine "Vision", wie dies umgestaltet werden kann, so dass das Gelände die Stadt sinnvoll ergänzt, statt einfach nur mit halbleeren Lagerhäusern und einem Fischmarkt vor sich hin zu dösen. Genau dies hat man in den zurückliegenden Jahrzehnten bei den Londoner Docklands gemacht. Wer heute die Docklands besucht, der wird erstaunt sein, wie stark sich diese verändert haben. Statt endloser Lagerhäuser an den Piers erblickt man nun schon von weitem hochaufstrebende Stahl- und Glas-Bauten, die deutlich zeigen, dass sich hier etwas getan hat. Auf dem gesamten Gelände finden sich viele Unternehmen, die Rang und Namen haben. HSBC, Bank of America, Lehman Brothers, Reuters, Morgan Stanley, Ogilvy&Mather und Co. haben alle eigene Tower in den Docklands errichtet. Und dennoch sind die Docklands im Jahr 2006 keineswegs zu einem Spielplatz der Investmentmanager und Börsenspekulanten verkommen. Das Viertel besitzt jetzt vielmehr alle weiter oben bereits angesprochenen Elemente: Die alten Kanäle wurden beibehalten und werden durch eine Reihe von (Fussgänger-)Brücken überspannt. Es gibt viele autofreie Bereiche mit kleinen Cafés und Restaurants sowie diverse Einkaufspassagen. Im südlichen Bereich der Docklands sind Wohnanlagen entstanden und neben der Begrünung überall am Straßenrand hat man sogar zwei neue große Parks eröffnet (Mudchute Park und Millwall Park). Besonders schön finde ich, dass man all dies gut durchgemischt hat, d.h. die Trennung Arbeiten und Wohnen ist zwar noch vorhanden, räumlich aber nicht sehr weit voneinander entfernt. Weiterhin sollte man hervorheben, dass einige alte Speichergebäude erhalten und wieder auf Vordermann gebracht wurden und dass die neuen Gebäude keine rein funktionelle Architektur aufweisen, sondern die einzelnen Architekten haben nach dem Master-Plan doch z.T. recht verspielte Gebäude entworfen, mit den unterschiedlichsten Formen und Materialien. Insgesamt sind die Docklands wie ich finde somit ein gelungenes Beispiel für die Stadtentwicklung. Natürlich liegen die Docklands weiterhin ein wenig außerhalb der City, so dass es dort nicht ganz so lebendig zugeht, wie in der Oxford oder Bond Street direkt in der City. Durch die Docklands Light Railway (DLR) und eine weitere Tube-Linie ist das Viertel aber dennoch schnell erreichbar und ich denke, dass die Gegend in den nächsten Jahren mehr und mehr von den Londonern akzeptiert werden wird. Weiter geht es im zweiten Teil des Beitrages zu den London Docklands. Bücher, Filme etc. zu London (Großbritannien)
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