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Mittwoch, 17.05.2006 - Europa > Großbritannien > Bournemouth

Tag der Extreme - Teil I (Pencanze bis Dartmoor)

Einen Tag der Extreme habe ich heute hinter mir und eigentlich bin ich schon viel zu müde, um noch einen Bericht zu schreiben. Aber egal, hier kommt er: Obwohl es eigentlich nur von Penzance die Küste entlang bis nach Exeter gehen sollte, war mein Tagesziel dann letztendlich um 23:30 Uhr (nach fast 15h Fahrt+Stops) Bournemouth, ca. 100 Meilen östlich von Exeter. Stationen waren diesmal u.a. die Seefahrerstadt Plymouth, der Dartmoor National Park und Exeter. Und warum war Bournemouth die Endstation und nicht etwa Exeter? Wegen der Inkompetenz des Hotel-Managements in Exeter, die die Zimmer einfach doppelt belegt hatten und noch nicht einmal die Gäste davon vorab informiert haben!!!



Und jetzt ausführlich: Es ging also früh am Morgen zunächst in Penzance los. Da ich gestern ja bereits Lands End erreicht hatte, werde ich in den nächsten Tagen nun kontinuierlich nach Osten fahren, immer in der Nähe der Küste (von kleineren Abstechern abgesehen). Das Wetter war wie an den meisten Tagen bisher in England nicht gerade das beste. Typisch für England ist ja ein Niesel-/Sprühregen vor milchig-grauem Hintergrund. Im Laufe des Tages wurde jedoch dieser Regen stärker und in den höher gelegenen Regionen kam dann noch Nebel hinzu, wodurch die Fahrt stark erschwert wurde. Dafür sind einige der durchfahrenen Regionen (wie z.B. der Dartmoor National Park) nur spärlich besiedelt, so dass weniger Verkehr auf den Straßen gab.

Seefahrerstadt Plymouth

Ich bin also von Penzance losgefahren und das erste Ziel war dann die Stadt Plymouth. Plymouth ist schon seit einigen Jahrhunderten vor allem durch seinen Hafen geprägt und ist als Seefahrerstadt weithin bekannt. So brach z.B. Sir Francis Drake von Plymouth aus 1577 zu seiner Weltreise auf. Auch Captain James Cook und Darwin starteten hier ihre Expeditionen und Forschungsreisen, ebenso die Mayflower (mit Ziel Richtung Amerika). Und im angehenden 21. Jahrhundert ist Plymouth weiterhin eine bedeutende Hafenstadt, allerdings nur auf dem militärischen Sektor - als größte Marinebasis in Westeuropa.

Da mich Abenteurer und Entdecker wie James Cook sehr interessieren, habe ich in Plymouth den "Plymouth Dome" besucht, in welchem man mehr zur Geschichte von Plymouth erfahren kann. Neben der oben erwähnten Marinegeschichte gibt es in der abwechselungsreich gestalteten Ausstellung Informationen über Plymouth als Seebad, Plymouth im II. Weltkrieg usw. Der Eintrittspreis liegt bei ca. £4,50 (habe ich mir leider nicht notiert) und beinhaltet innerhalb der Ausstellung 2 Filme zu den Entdeckern und zu Plymouth in den beiden Weltkriegen.

Zu James Cook wird in Kürze übrigens noch eine Buchempfehlung folgen. Derzeit lese ich "Into the Blue: Boldly going where "Captain Cook" has gone before" von Tony Horwitz und das passt auch wieder genial zusammen, denn wie schon geschrieben, hat James Cook seine Reisen von Plymouth aus begonnen, in diesem Buch gibt es mehr Informationen zu den Reisen selbst und von meiner Weltreise Anfang des Jahres kenne ich ja bereits einige der Orte in Australien und Neuseeland, die Cook besichtigt hat. Langsam ergeben die Puzzleteile also ein Gesamtbild... ;-)

"Plymouth Dome" liegt unmittelbar am Meer, neben der Parkanlage / Promenade "The Hoe". Dort findet man u.a. noch eine Statue von Drake und "Smeatons Tower", einen Leuchtturm, der ursprünglich ein paar Meilen weiter draußen im Meer stand und später auf der Promenade wieder aufgebaut wurde. Bei klarer Sicht kann man von der Spitze des Leuchtturmes auf das Meer und Plymouth samt Festungsanlagen schauen, bei den heutigen Wetterverhältnissen wäre dies aber wenig sinnvoll gewesen.

Nebel und wilde Ponys in Dartmoor

Anschließend bin ich dann in nordöstlicher Richtung weiter zum "Dartmoor National Park" gefahren. Dartmoor dürfte einigen von euch sicherlich aus Sir Arthur Conan Doyles "The Hound of the Baskervilles" bekannt sein, in dem es um eine mysteriöse Mordserie in den Mooren geht, die letztendlich von Sherlock Holmes und Watson detektivisch aufgeklärt wird. Dartmoor wird im wesentlichen durch eine große Granitplatte gebildet, mit zahlreichen Erhebungen, aber nur spärlicher Vegetation darüber. Außerhalb der kleinen Dörfer findet man vor allem im westlichen Teil kaum Bäume, sondern zumeist bloße Graslandschaften und Hochmoore. Der höchste Punkt ist dabei "High Willhays" mit ganzen 621 Metern!

Ich bin durch den Nationalpark von Yelverton über Two Bridges und Widecombe-in-the-Moor bis nach Knighton gefahren. Auf dieser Strecke geht es zunächst durch offenes Grasland mit nicht abgesperrten Straßen und frei weidenden Schafen und Kühen. Daher auch die Schilder am Straßenrand: "Drive with _moor_ care" ;-) ). In diesem Bereich des Nationalparks hört man den Wind über die Hochebenen wehen und merkwürdig "pfeifen". Später wird die Straße zunehmend schmaler, es wird hügeliger und meist wird die Straße von Mauern und Hecken eingegrenzt.

Und ab Two Bridges wurde es es auf meiner Fahrt wirklich lustig, denn dann kam plötzlich nicht nur extrem starker Nebel auf, sondern an und AUF der Straße standen zudem einige der wilden Ponys, deren Konturen erst spät aus dem Nebel auftauchten. Die nächsten zwei Stunden waren zwar fahrerisch anstrengend, aber echt stimmungsvoll. Besser kann Dartmoor von der Atmosphäre her nicht sein. Die ganz Wilden können bei solch einem Wetter natürlich auch weiterhin per Fuss durch die Moore wandern, dazu braucht man dann aber schon starke Nerven. Vielleicht gibt es den Hund von Baskerville ja doch?

Nachdem ich Dartmoor in Knighton verlassen hatte, bin ich direkt weiter nach Exeter gefahren, aufgrund des Wetters ohne Zwischenstopp in Torquay (der "englischen Riviera"). Dazu aber mehr im zweiten Teil.



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