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Musical Bharati zu Gast in München![]() Karte zu München in Deutschland anzeigen | Weblinks zu München anzeigen Bei Bharati handelt es sich aber keineswegs um eine typische Bollywood-Produktion, auch wenn die im Musical erzählte Geschichte zweier Liebenden dies zuerst vermuten lässt. Vielmehr will man dem Zuschauer mit Hilfe dieser Geschichte ein Stück indische Geschichte und das indische Alltagsleben näher bringen. Der Hauptdarsteller Siddharta ist ein junger indischer Mann, der in den USA seine Ausbildung bekommen hat und kaum mehr mit der indischen Kultur verbunden ist. Als er zurück nach Indien kommt, um dort als Wissenschaftler die Verschmutzung von Indiens heiligem Fluss, dem Ganges, zu untersuchen, stößt er auf Bharati, die Adoptivtochter eines Mitglieds der untersten indischen Kaste. Im Laufe des Musicals lernt der Hauptdarsteller mit Hilfe eines Erzählers und weiterer Akteure Indien wieder neu kennen und kommt nach langem hin und her letztendlich mit Bharati zusammen. Problematisch ist dies, weil Bharati eigentlich schon längst jemand anderem versprochen ist. Die Geschichte wird dabei wesentlich durch die - zugegebenermaßen auf westliche Ohren zugeschnittenen und daher eher als Popmusik aufgemachten -indischen Songs vorangetrieben. Dazu gibt es großformatige Videoeinspielungen, aufwändige Kostüme uvm. Insgesamt war dies für mich eine sehr unterhaltsame Show. Einen Kritikpunkt gibt es jedoch: Der Veranstaltungsort (die Olympiahalle) ist für ein Musical wie Bharati eigentlich völlig ungeeignet. Die Olympiahalle ist genauso aufgebaut wie das Olympiastadion daneben. D.h. es gibt eine ovale Form, nur ist die Olympiahalle kleiner und überdacht. In einem Drittel des Innenraums wurde die Bühne aufgebaut. Die Zuschauer saßen entweder im Innenraum oder auf der Tribüne links, rechts und geradeaus. Sofern man also kein Ticket für den Innenraum hat, sitzt man mindest 50 Meter, wenn nicht noch weiter entfernt. Die Musik kommt zudem nur direkt von der Bühne sowie von einem zentralen Block oberhalb des Innenraums. Mit einem Musical-Theater wie dem New Amsterdam Theatre in New York City o.ä. kann eine solche Halle also einfach nicht mithalten. Eine Show kann noch so gut sein, wenn man diese nur aus der Ferne sieht, dann ist der Eindruck nun einmal wesentlich geringer. Es gibt keinen Surround-Sound, keine Schauspieler, die auf allen Seiten um die Zuschauer herumflitzen etc. Bei 62,50 EUR für ein Ticket genau in der Mitte der Tribüne hätte man da einen geeigneteren Veranstaltungsort erwarten können / müssen. Da ich die Halle bisher noch nicht kannte, konnte ich dies aber nicht vorher wissen. Dennoch gebe ich der Show insgesamt ein Rating von 7/10. Nachdem noch heute in München eine weitere Show stattfindet, zieht das Musical dann in andere deutsche Städte weiter. Tickets können u.a. bei Eventim bestellt werden. Bücher, Filme etc. zu München (Deutschland)Smartphone-Apps für München
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