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Freitag, 24.12.2010 - Asien > Vietnam > Mui Ne

Zwischen Mui Ne und Phan Thiet: Sand und Meer ohne Ende

Von Nha Trang ging es weiter in Richtung Süden, wieder per Zug, um die Strecke Hanoi-HCMC in den nächsten Tagen zu vervollständigen. Leider stößt man dann auch hier auf das typische Problem mit Vietnam Railways: Von vielen Stationen sind Züge nach Norden oder Süden nur spät am Abend oder in der Nacht verfügbar. Der erste Zug von Nha Trang nach Süden z.B. fährt um 17:00 Uhr und zwar wieder ein 3.-Klasse-Zug (TN) mit Holzsitzen. Normale Züge fahren noch weit später ab. Dies bedeutet, dass man bei kürzeren Strecken zusätzlich den Late Checkout im Hotel bezahlen muss, unterwegs nichts sieht und dann mitten in der Nacht im Zielort ankommt, wenn alle Restaurants bereits geschlossen sind. Nicht sehr praktisch, aber nur zu ändern, wenn man stattdessen einen der häufiger fahrenden Busse nimmt, sich in den wahnsinnigen Überlandverkehr stürzt und stundenlanges Dauerhupen, Platzmangel, Zwischenstopps an den Restaurants der Verwandtschaft und riskante Fahrmanöver ertragen möchte.



Meine Haltstelle war dann die kleine Station Muang Man, die etwa 30km von meinem Zielort Mui Ne entfernt ist. Muang Man liegt mitten im nirgendwo und die holprige Zufahrt zur Station ist nicht einmal breit genug für Busse. Dort angekommen, kann man dann nur per Taxi (ca. 40min, 300.000 Dong) oder Motorrad-Taxi weiterfahren, Hotels oder Geschäfte in der Umgebung gibt es nicht. Näher dran an Mui Ne ist die Station in der Stadt Phan Thiet, jedoch liegt Phan Thiet am Ende einer Nebenstrecke und wird nur sehr selten angefahren. So ging es daher in der Nacht quer durch Felder, Wiesen und kleine Dörfer. Überraschend war dabei, wie viele Häusern jetzt kurz vor Weihnachten festlich geschmückt und sogar mit großen Krippenspielen dekoriert wurden. Auch christliche Kirchen sind in den meisten Dörfern vorhanden, obwohl nur 10% der Vietnamesen Christen sind. Scheinbar ist dies regional sehr unterschiedlich verteilt?

Andere Szenen, auf die man Nachts in Vietnam vorbereitet sein muss, sind Unfälle, in denen gerade Motorradfahrer involviert sind und die häufiger schlimm Enden. Zwar tragen mittlerweile fast alle Fahrer Helme, gegen einen ausscherenden LKW oder Bus bringt dies aber nicht sonderlich viel. Aber auch kuriose Szenen gibt es zu sehen, wie z.B. Nachtwächter, die inmitten einer geschlossenen Tankstelle ihre Feldbetten zwischen den Zapfsäulen aufbauen und dort die Nacht verbringen (sehr gesund!), Schweine, die in den Dörfern vom Schweinwerfer aufgeschreckt grunzend über die Straße huschen oder schwerbepackte Händler, die sich den Weg über die Felder mittels Taschenlampe im Mund ausleuchten. Während man dann Richtung Mui Ne Phan Thiet passiert, kann man schon sehr gut erahnen wofür diese Stadt regional so berühmt ist: Fischsauce! Mehrere Millionen Liter der Fischsauce werden hier in jedem Jahr produziert und diese salzige Fischsauce ist zum Würzen Bestandteil vieler vietnamesischer Gerichte. Über Phan Thiet und gerade im langgezogenen Fischerhafen liegt daher konstant ein ziemlich starker süd-säuerlicher Geruch.


Mein Ziel war Mui Ne oder eigentlich die 16km lange Bucht zwischen Phan Thiet im Westen und dem Fischerort Lang Chai Mui Ne im Osten. Entlang dieser Bucht erstreckt sich ein (je nach Jahreszeit und Windrichtung) recht schmaler, aber sehr feiner Strand und die Küste ist gespickt mit hochwertigen Resorts, samt großer Pools und vielen Restaurants und Cafés in der Umgebung. Mui Ne ist bei Ausländern und v.a. bei der besser gestellten Bevölkerung aus Saigon sehr beliebt und nicht nur zum Baden (trotz der heftigen Brandung), sondern gerade auch für Wassersport optimal geeignet. Spätestens ab dem frühen Nachmittag ist das Wasser gespickt mit zahlreichen Kite- und Windsurfern. Wer noch keine Erfahrung hat, kann dies bei Profis lernen. Man kann aber genauso gemütlich am Strand entlangflanieren oder hinter den direkt am Wasser gelegenen Resorts entlang der Palmen-gespickten Straße.

Hat man erst einmal genug von Strand und Meer, so kann man sich z.B. die Po Shanu Cham Türme anschauen, ein Cham-Heiligtum auf dem Ngo-Lam-Hügel nicht weit östlich von Phan Thiet (5.000 Dong). Die Türme selbst sowie die Bunker aus der franz. Zeit sind nicht sonderlich beeindruckend, man hat jedoch einen netten Überblick über Phan Thiet und einen Panoramablick über die Küste. Im Fischerdorf am östlichen Ende des Strandes kann man der Bevölkerung beim Tagwerk zuschauen, z.B. am Morgen den eintreffenden Fischern und Markthändlern und den alten Frauen, die in mühsamer Handarbeit die Fischernetze flicken. Eine gute Aussicht über das Dorf und Bucht mit Hunderten Booten gibt es direkt am westlichen Eingang.

Auf der östlichen Seite der Halbinsel von Mui Ne stößt man auf weitere Strände und Resorts. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zu den Roten Sanddünen, der Hauptattraktion von Mui Ne. Diese gewaltigen, über 20m hohen Dünen erinnern stark an Szenen aus der Sahara. Kamele fehlen zwar, aber man kann z.B. per Jeep durch die Dünen cruisen, mühselig zu Fuss nach oben kraxeln oder auch auf (von Kindern gegen Gebühr angebotenen) Plastikschlitten die Hänge hinunterrutschen. Weitere 40km nordöstlich gibt es noch die Weißen Sanddünen. Diese sollen noch größer und weitläufiger sein, sind dann aber nur im Rahmen einer Tour zu erreichen. Vom Dorf Ham Tien im östlichen Teil von Mui Ne ist eine Wanderung an einem Bach entlang durch die Dünen und vorbei an rot leuchtenden Felswänden (Red Sand Canyon) bis zur Quelle Suoi Tien (Fairy Springs) möglich.

Die Preise für die Hotels sind in Mui Ne im Vergleich zu anderen Orten in Vietnam relativ hoch, was aber auch daran liegt, dass es sich um richtige Resorts handelt. Mein Hotel war das Tien Dat Resort ("Blue Waves Resort", mit Oldtimern am Eingang), buchbar z.B. bei Agoda. Für einen Deluxe Room inkl. Frühstück, Balkon, Pool+Meer-Blick gibt man ca. 40 EUR/Nacht aus.

Wer dann von Mui Ne weiter in den Süden möchte, der muss nicht wieder zurück nach Muong Man und mitten in der Nacht auf einen der Züge hopsen, sondern kann den einzigen in Phan Thiet nach HCMC/Saigon abfahrenden Zug um 14:00 Uhr nutzen, z.B. in den speziellen Wagen von Ratraco. Tickets kosten je nach Händler in Mui Ne 10-20 USD. Weitere Informationen zu Mui Ne hält die Seite www.muinebeach.net bereit.



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