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Samstag, 13.11.2010 - Asien > Vietnam > Hoi An

Im 3er-Pack: Da Nang, Hoi An und My Son in Zentralvietnam II

Von Da Nang nach Hoi An geht es dann nur per Bus oder Taxi (15 USD), denn die kleine Stadt Hoi An, etwa 30km südlich von Da Nang, hat keine eigene Bahnstation. Hoi An mit etwa 100.000 Einwohnern ist eine Besonderheit in Vietnam, denn sie wurde weitestgehend vom Krieg verschont und bietet eine sehr gut erhaltene Altstadt mit niedrigen, zweistöckigen Gebäuden chinesischer und portugiesischer Händler und engen, autofreien Gassen. Viele der Häuser, der Tempel und Pagoden, die Promenade am Hafen usw. wurden aufwendig restauriert und seit 1999 ist die Altstadt von Hoi An UNESCO-Weltkultuerbe. Dies bedeutet jedoch auch, dass Hoi An eine der Top-Attraktionen für Touristen in Zentralvietnam ist und gerade viele deutsche und französische Tourgruppen anzieht.



Die Altstadt ist daher heutzutage fast ausschließlich auf die (vermeintlichen) Bedürfnisse der Touristen zugeschnitten. Es gibt unzählige kleine Läden in den alten Handelshäusern, in denen man von fähigen und flinken Schneidern massgeschnittene Kleider (z.B. traditionelle Ao Dai-Gewänder) anfertigen lassen kann, Galerien und Handwerker preisen die unterschiedlichsten Kunstwerke an, gerade an der Hafenpromenade stößt man auf zahlreiche Restaurants für moderne vietnamesische Küche, die Gassen sind mit Lampions geschmückt und Abends geschmackvoll erleuchtet, man hört leise vietnamesische Musik aus den Lautsprechern oder auch live und vor den Pagoden brennen Räucherkerzen und verbreiten den typischen Weihrauchduft. Da die Gassen der Altstadt für den Autoverkehr gesperrt sind, geht es hier wesentlich ruhiger und entspannter zu, als man dies sonst in Vietnam gewohnt ist.

Die Altstadt zeigt den internationalen Einfluss in der Geschichte der Stadt, mit über 800 historisch bedeutsamen Gebäuden. Darunter der "Japanischen Brücke" (überdachte Holzbrücke, geschmückt mit Hunden und Affen), der Phu Kien-Pagode und den original erhaltenen und z.T. außerhalb der Öffnungszeiten weiterhin privat genutzten Häusern chinesischer Händler und Clans am Fluss Thu Bon, vorwiegend aus dem 19. Jh., z.B. dem Quan-Thang-Haus, Phung-Hung-Haus und Tan-Ky-Haus. Für den Besuch vieler dieser Gebäude wird eine Sammelkarte benötigt (für je 5 Eintritte, erhältlich an mehreren Verkaufsstellen in der Altstadt, 90.000 Dong).

Der Nachteil dieser Entwicklung ist allerdings, dass in der Altstadt von Hoi An fast nur noch Vietnamesen anzutreffen sind, die einem als Besucher etwas verkaufen möchten. Normales Leben spielt sich auf den Straßen kaum mehr ab. Alle paar Sekunden wird man stattdessen gefragt, ob man nicht dieses oder jenes kaufen oder vllt. per Motorrad im Rest von Hoi An bzw. per Boot auf dem Thu Bon-Fluss eine Rundfahrt machen möchte. Nur auf dem großen Central Market kann man noch einigermaßen in normales vietnamesisches Marktgeschehen eintauchen. Für die Altstadt gibt es aufgrund des UNESCO-Status strenge Bauvorschriften und auch es dürfen hier keine großen Veränderungen vorgenommen werden. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftig nicht in noch mehr Gebäuden Läden für Touristen eröffnet werden, ein Besuch von Hoi An lohnt sich aber allemal.


Bei gutem Wetter (also nicht im aktuellen und im Oktober/November oftmals vorherrschenden Regen), kann man auf dem Thu Bon-Fluss Boote zu den umliegenden Handwerker- und Fischerdörfern anmieten oder auch einen Ausflug zum Cua Dai Beach unternehmen, dem südlichen Ende des China Beach. Wer in Hoi An einmal richtig leckere vietnamesische Küche genießen möchte, dem kann ich das Morning Glory inmitten der Altstadtgassen empfehlen, mit einer Zubereitung der Gerichte in der Mitte des Restaurants und bei Preisen von gerade einmal 3-5 EUR pro Gericht...

Mein Hotel in Hoi An war das An Phu (buchbar bei Agoda), etwa 5-10 Minuten östlich der Altstadt. Von Außen recht schick, großer Pool, mit einem Restaurant auf dem Dach, die Ausstattung ist jedoch ein wenig in die Jahre gekommen, ca. 28 USD pro Nacht.

My Son - Die Ruinen der Champa-Dynastie

Von Hoi An bietet sich dann eine Halbtages-Tour nach My Son an, welches etwa 40km westlich der Stadt liegt (per Taxi mit Wartezeit return ca. 20-30 USD). In My Son kann man die Ruinen der Cham-Dynastie aus dem 4. bis 13. Jh. anschauen und auch dieses Gelände ist seit 1999 UNESCO-Welterbe.

Zeitlich gesehen stammen die Ruinen aus einer ähnlichen Epoche wie Phimai in Thailand oder Angkor Wat in Kambodscha, das Gelände ist aber kaum 200x200m groß und ziemlich stark besucht. Von den ehemals ~60 steinernen und reichhaltig verzierten Gebäuden sind heute nur noch Teile in mehreren Gruppen erhalten geblieben, z.T. stark überwuchert und wie von der Zeit vergessen. Zugleich zeigen diese noch Einschusslöcher vom Vietnamkrieg, da die Viet Cong My Son ehemals als Basis genutzt haben und das Gelände dementsprechend stark umkämpft war ("free-fire zone"). Im Ticket Office (Eintrittspreis 65.000 Dong) ein paar Km außerhalb der Ruinen kann man sich in einem Gebäude weitere Fotos und einige wenige Ausstellungsstücke vom Gelände anschauen. Während die (französischen/deutschen) Tourgruppen am Vormittag vorbeischauen, werden extra "traditionelle Tänze" aufgeführt.

Auch wenn die Anlage nicht mit Phimai und Co. mithalten kann, kann man doch für 1-2 Stunden aus Hoi An herüberfahren, gerade da dies mit die besten Überreste der früher in Zentralvietnam vorherrschenden Cham-Dynastie sind.



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