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Samstag, 25.12.2010 - Asien > Vietnam > Ho Chi Minh City / Saigon

Mehr zu Vietnam: Ein Paar Fakten und Notizen zum Land

Zur Abwechslung anbei ein paar Fakten und Notizen zum Land, auch in Ergänzung zu den ersten Eindrücken nach der Ankunft in Hanoi im Oktober. Weitere Informationen halten - neben den üblichen Reiseführern - u.a. Wikipedia (EN) und Wikitravel (EN) bereit.



  • Das Land befindet sich im Umbruch vom Sozialismus zur sozialistischen Marktwirtschaft (nach den 1986 eingeleiteten "Doi Moi"-Reformen), mehr Freiheiten für die Leute und anhaltend starkes Wirtschaftswachstum (außer kurzzeitig während der Asienkrise), BSP betrug 2007 aber weiterhin erst nur ca. 850 USD!
  • Chaotisches Gewusel in den Städten mit Märkten, vielen Tausend quer durcheinander fahrenden Motorrädern, Garküchen und Händlern, man wird auf einen Schlag mit den unterschiedlichsten Eindrücken (Farben, Gerüche, Geräusche) konfrontiert, zunächst ist das ziemlich überwältigend.
  • Vietnam ist sehr laut, vor allem in den Großstädten herrscht dauerhafter Lärm, auch während der Nacht, egal ob Tausende Motorräder (insgesamt: >12 Mio.!), Nachtleben oder Bauarbeiten.
  • Das Land bietet sehr unterschiedliche Landschaften (Reisfelder, Berglandschaften, Strände, Mekong-Delta), Partei-Propaganda, ungewöhnliche Speisen und Getränke (Snake Wine).
  • Durch die Form des Landes über 3400km lange Küste mit vielen feinsandigen Stränden, noch ungestörten Buchten und versteckten Höhlen, im Norden sehr bergiges Terrain, Halong Bay und im Südwesten weitläufiges Mekong-Delta.
  • In Dschungelgebieten sind noch sehr vereinzelt Großkatzen wie Leoparden und Tiger anzutreffen, weiterhin Elefanten, Bären, Affen usw., viele Vogelarten, aber nur noch 12% des Landes sind bewaldet, Schäden v.a. durch den Einsatz chemischer Kampfstoffe im Vietnamkrieg (Agent Orange) und Brandrodung.
  • Starke wirtschaftliche Entwicklung im letzten Jahrzehnt, aber gerade außerhalb der Städte noch deutlich ein Entwicklungsland.
  • Westliche Ausländer werden als "tay" bezeichnet (analog zu "farang" in Thailand).
  • Touristeninformation vor Ort ist häufig v.a. für die Buchung von Trips vorgesehen, weniger für neutrale Informationen.
  • Hotelzimmer der Budget-Kategorie sind meist <20 USD, sehr ordentliche Qualität ab 30 USD, Laundry Service wird überall angeboten oder auch separat an der Straße, pro KG oder Kleidungsstück.
  • Hotels verlangen oft, dass Pass abgegeben wird, daher ist es notwendig, Kopien von Photoseite+Visum mitzuführen.
  • Norden und Süden des Landes unterscheiden sich, nicht nur in der Geschichte, sondern auch klimatisch, wirtschaftlich (Süden ist freier und lebendiger - ein typischer Spruch ist deshalb "In HCMC macht man Business, in Hanoi holt man sich die Erlaubnis dafür."), in der Persönlichkeit der Leute, dem Essen und der Sprache (zwei sehr unterschiedliche Dialekte und zwei weitere Dialekte in Zentralvietnam an Küste und im Inland).
  • Junge Generation scheint das Interesse an der prägenden Geschichte des Landes verloren zu haben. Hauptinteresse ist das Geld machen, neues Mantra ist "Big Business".
  • Vietnams Wirtschaft läuft auf Volllast und die Zukunft des Landes bei einer sehr jungen, arbeitssamen Bevölkerung ist positiv. Langfristig hängt dies jedoch von den Entwicklungen in China ab sowie ob Vietnam das chinesische Modell mit wirtschaftlicher Freiheit ohne politische Freiheit durchhalten kann oder ob Veränderungen auch in der Politik erforderlich werden.
  • Die Bevölkerung liegt nördlich von 85 Millionen und Vietnam ist ca. das 13. meist bevölkertes Land der Welt, ganze 65% der Vietnamesen sind jünger als 30 Jahre! 2050 daher bereits ca. 150 Millionen Menschen!!!
  • Vor dem Betreten von Tempeln oder privaten Häusern immer die Schuhe ausziehen. Businesskarten werden gerne und häufig ausgetauscht, besser einige davon mitnehmen.



  • Geschichte: Vietnam war in den letzten drei Jahrtausenden im Einflussgebiet zahlreicher Reiche und Nationen, u.a. mit einer 1000-jährigen Herrschaft der Chinesen, den Khmer, den Mongolen, dem Cham-Königreich, den Franzosen (z.T. in Kollaboration mit den Japanern während des II. WW.). Das Land bietet daher eine reichhaltige Geschichte mit vielen wechselvollen Momenten und Hinterlassenschaften. Heute trifft man in zahlreichen Orten in Vietnam auf Straßen und Monumente die immer wieder denselben nationalen Helden gewidmet sind, die im Verlauf der Jahrhunderte den ein oder anderen Feind zurückgeschlagen haben.
  • Vorbereitung/Einstimmung: Film "The Quiet American" (YouTube-Filmchen dazu), Top Gear Vietnam (per Motorrad von HCMC nach Ha Long, sehr unterhaltsam!), Anthony Bourdain: No Reservations Vietnam (unterwegs im zentralen Hochland, futtert sich durch die ungewöhnlichsten vietnamesischen Gerichte, Waterbugs/Schnecken usw.)
  • Essen: Es gibt über 500 traditionelle Gerichte, meist mit gekochtem Reis/Nudeln und Gemüse serviert, kleine, sehr gute Baguettes (französische Hinterlassenschaften), Reisnudeln, Fischsauce, "nem" (Frühlingsrollen), fermentierter Salat, Süßspeisen wie Reiskuchen (banh deo), "pho" (Nudeln), "banh chung" (Sticky Rice Cake), "gio lua" (Lean Pork Pie), "cha ca" (Grilled Minced Fish) und "banh tom" (Crispy Shrimp Pastry), oftmals mit Chillischoten in ziemlicher Schärfe
  • Essen: Kombiniert heutzutage die klassische vietnamesische Küche mit chinesischen, indischen, französischen und japanischen Küche, auch als "fusion" mit ungewöhnlichen Kombinationen.
  • Essen: Gerichte versuchen Süßes/Saures/Scharfes/Salziges optimal zu kombinieren, arbeiten mit frischen Gewürzen und Kräutern wie Koriander, Minze und Basilikum.
  • Essen: Oftmals Garküchen am Straßenrand (Englisch ist hier Fremdsprache) oder Märkte mit vielen Ständen, in den Hotels dagegen eher westlich angepasste Rezepturen.
  • Essen: Gegessen wird meist normal mit Stäbchen, nach dem Mahl nicht im Reis stecken lassen (Aberglauben: beschwört einen Todesfall herauf).
  • Getränke: Vietnamesischer Kaffee ("ca phe sua da", dick und stark, oftmals daher in Espresso-Gläsern serviert, auch Eiskaffee und andere Kaffe-Spezialitäten), Mineralwasser ("nuoc soi", "nuoc fang"), grüner Tee ("che"), frische Kokosmilch ("nuoc dua"), Orangensaft ("nuoc cam"), Obstsäfte ("sinh to"), Reiswein ("ruou", teilweise auch mit fermentierten Tieren, wie z.B. als "snake wine", "ruou ran"), Bier ("bia hoi").

  • Fortbewegung: Autofahren ist für Touristen verboten (bzw. nur mit vietnamesischem Führerschein, internationaler Führerschein reicht nicht), in Hanoi und HCMC gibt es viele Taxis mit Taxameter (sonst 10.000 bis 15.000 Dong pro Kilometer), daneben auch Cyclos, Fahrradrikschas (Fahrgast sitzt auf Bank vor dem Fahrer) und Mopedtaxis ("xe om").
  • Fortbewegung: Lokale Variante von TukTuks heißt "cyclo", kurze Fahrten für ca. 10.000 Dong oder auch 1-2 USD pro Stunde, Preise vorher absprechen, Geld sollte passend vorhanden sein ("kein Wechselgeld vorhanden").
  • Fortbewegung / Bus: Das Netz ist recht gut ausgebaut, jedoch nicht durchgängig (z.B. Abfahrt erst wenn voll oder nicht in der Nacht), Expressbusse bieten besseren Service, bei Bussen sollte Gepäck gesichert sein, da sonst während Pausen geklaut werden kann, häufiger schwere Unfällen, v.a. in der Nacht, Tickets am besten am Tag vorher kaufen.
  • Fortbewegung / Bus: Vn Ausländern werden oft Bustouren von "Open Tours" genutzt, Hop-On-Hop-Off zwischen HCMC und Hanoi, angeboten z.B. von Sinh Café und Hanh Café.
  • Fortbewegung / Flüge: Innerhalb von Vietnam gibt es Inlandsflüge mit Vietnam Airlines und Jetstar Pacific.

  • Fotografieren: Ist fast überall möglich, jedoch nicht an Flughäfen, Grenzübergängen, bei Personen vorher fragen, auch bei Minderheiten aufpassen (bzw. verlangen diese dann Geld, vorzugsweise USD).
  • Gefahren / Probleme: Z.T. überbuchte Hotels (= Verlagerung in anderes Hotel trotz Buchung und vorheriger Bezahlung!), minderwertige Ausflüge (z.B. in der Halong Bay), Over-charging (separate Preise für In-/Ausländer), schlechter Hygienestandard, z.T. unerfahrenes Staff.
  • Gefahren / Probleme: Diverse Arten an (giftigen) Schlangen, (giftige) Quallen im Meer (Essig/Vinegar zur Abwehr), verunreinigtes Wasser/Eis, Drive-By-Diebstähle in den Städten oder Ablenkung durch Kinderbanden, Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen &t; im Restaurant Fuss durch Rucksack-Henkel.
  • Gefahren / Probleme: Zur Sicherheit Wertgegenstände in den Hotels immer wegschließen (nicht im Hotelsafe!), Vorsicht vor Scams bei Mietwagen, Hotels, Dienstleistungen.
  • Gefahren / Probleme: Straßenkriminalität in Großstädten, aber vor allem in HCMC verbreitet, v.a. von Kameras und Rücksäcken als "Drive-By" von Motorollern.
  • Gefahren / Probleme: Keine Getränke annehmen, auf Überlandfahrten in Bussen usw., z.T. mit Schlafmittel versehen, um Touristen auszurauben.
  • Gefahren / Probleme: In bestimmten Gebieten Achtung vor Minen und anderen Hinterlassenschaften des Vietnam-Kriegs! Keine Querfeldein-Läufe etc.
  • Gefahren / Probleme: Teilweise werden Ausländer gezielt von Frauen angesprochen, die eine Trap aufbauen ("taxi girls") und in Clubs locken.
  • Gefahren / Probleme: Teilweise Hotels mit ähnlichen Namen wie etablierte Hotels in selber Gegend, Taxifahrer teilen mit, dass ein Hotel ausgebucht/abgebrannt oder eine Attraktion geschlossen sei und bieten "Alternativen" an.
  • Gefahren / Probleme: bei Diebstahl von Karten, Pässen usw. zunächst bei Polizei am Tatort anzeigen und mit offiziellem Dokument bestätigen lassen.

  • Gesundheit: Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, gegen Dengue über Stechmücken hilft nur lange Kleidung/DEET, Standby-Medikament gegen Malaria mitnehmen (Lariam/Malarone, jährlich ca. 1 Mio. Erkrankungen und 5000 Todesfälle in Vietnam), unterwegs kein ungeschältes Obst essen, auf Eis besser ganz verzichten, Loperamide gegen Durchfall, Vorsicht bei Leitungswasser (nicht für Lebensmittel oder als Trinkwasser).
  • Internet: Kosten bei 3.000-20.000 Dong pro Stunde, allerdings ist praktisch in jedem Hotel/Restaurants kostenfreies und überraschend schnelles WiFi vorhanden.
  • No-Gos: Mönche berühren, v.a. als Frau (Übergabe von Gegenständen nur indirekt durch Ablage), Türschwellen betreten (Hausgeister), Bargeld an Bettler geben (durch Mafia organisiert), mit Fingern/Gegenständen auf Menschen zeigen, Nase in der Öffentlichkeit putzen.
  • Öffnungszeiten: Der Tagesablauf beginnt in Vietnam recht früh, Ausschlafen ist nicht gut angesehen, öffentliche Einrichtungen öffnen häufig schon 7:00/8:00 Uhr. Nicht überall pünktliche Öffnung, oftmals sind jedoch Attraktionen unbegrenzt geöffnet, Märkte wegen Mittagshitze tagsüber z.T. geschlossen bzw. allgemein Einrichtungen wegen Mittagsessen geschlossen.
  • Politik: Seit der Wiedervereinigung 1976 ist Vietnam eine Sozialistische Republik mit einem Präsidenten, Nationalversammlung meist mit Angehörigen der Kommunistischen Partei (KP).
  • Strom: Normale Netzspannung mit 220V für Universaladapter oder normalem europäischem Stecker.
  • Sprache: Vietnamesisch wird im gesamten Land gesprochen, aber z.T. große Dialekt-Unterschiede zwischen Nord- und Südvietnam sowie weitere Sprachen der diversen Minderheiten.
  • Sprache: Fremdsprachenkenntnisse sind teils/teils verbreitet aufgrund der Geschichte (v.a. bei älteren Leuten je nach Region Englisch/Französisch bzw. den in der DDR ausgebildeten Vietnamesen Deutsch).
  • Sprache: Leute werden mit ihrem Vornamen angesprochen, also Mr. Max o.ä. (besser unterscheidbar, da der Familienname bei ~50% der Vietnamesen "Nguyen" ist).
  • Sprache: Jede Silbe wird (wie in Korea) als eigenes Wort betrachtet, daher oft Schreibweise wie "Sai Gon" oder "Viet Nam", Sätze/Titel werden dadurch aber etwas unübersichtlich, da keine zusätzliche Trennung zwischen den Wörtern ersichtlich ist.


Bücher, Filme etc. zu Ho Chi Minh City / Saigon (Vietnam)


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