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Dienstag, 04.01.2011 - Asien > Vietnam > Ho Chi Minh City / Saigon

Am Rande einer Weihrauch-Vergiftung: Tempeltour in Cholon

Am Dienstag Morgen ging es nach kaum zwei Tagen in den Bergen in Da Lat schon wieder weiter und zwar zurück per Flieger nach Ho Chi Minh City / Saigon. Während auf dem Hinflug eine kleine ATR 72 mit ebensovielen Sitzplätzen zum Einsatz kam, welche die Strecke in 40min bewältigte, so ging es heute mit einem normalen Airbus von Vietnam Airlines zurück. Kaum war dieser auf der Reiseflughöhe angekommen, wurde bereits wieder mit dem Anflug begonnen und nach gerade einmal 25min erfolgte der Touchdown auf dem Tan Son Nhat International Airport in HCMC. Weiterhin war der Vormittag kaum angebrochen, so dass ich den restlichen Tag für die Erkundung von Cholon nutzen konnte, der Chinatown von Ho Chi Minh City.



Cholon bildet den District 5 der größten vietnamesischen Metropole und war früher eine eigene Stadt, die mittlerweile jedoch vom gewaltigen Wachstum von HCMC eingeholt wurde. In Cholon leben sehr viele Chinesen bzw. Vietnamesen chinesischer Abstammung und diese geben der Gegend wie in anderen Chinatowns weltweit einen ganz eigenen Touch. U.a. stößt man bei Streifzügen durch das Vietel überall auf chinesische Spruchbänder, Läden in denen heilende Kräutertinkturen nach klassisch chinesischen Rezepturen und die unterschiedlichsten Heilpflanzen und Gewürze feilgeboten werden und natürlich auf Tempel und Pagoden en masse. Wie in Hoi An hat hier jede Gruppe der chinesischen Einwanderer aus ihrer jeweiligen Region eigene Riten und Gebäuche mitgebracht und dann in Cholon eigene Pagoden errichtet.

Diese liegen im Zentrum von Cholon über einige Straßenzüge verteilt und können gut zu Fuss abgelaufen werden. Die Pagoden sind im Grundaufbau ähnlich. Es gibt hinter einem von Kriegerfiguren/-abbildern vor bösen Geistern geschützten Portal jeweils einen Hauptraum, in dem den wichtigsten Gottheiten gehuldigt werden kann (z.B. Ong Bon, dem Schützer für Glück und Wohlstand), auf einem reichlich geschmückten Altar sind Geschenke, Blumen und Obst aufgebaut, davor zündet man Räucherstäbchen an und verneigt sich mehrfach, läutet eine Glocke oder ein Klangspiel. Am Rand des Raumes sind weitere Altäre für Nebengötter oder bedeutsame Persönlichkeiten der chinesischen Geschichte zu finden und bei den größeren Pagoden gehen zu beiden Seiten Wege nach hinten, wo sich nach kleinen, verzierten Gärten eine zweite und dritte Pagode anschließen können. Meist sind letztere dann noch aufwendiger dekoriert mit hölzernen Schnitzereien und Figuren aus Metall, Keramik und Porzellan (u.a. die Figuren aus dem chinesischen Kalender = Drachen, Pferde, Tiger, Schildkröte usw., aber auch diverse Wächter und Schutzgeister). An der Decke hängen erleuchtete Laternen und rote Lampions, man sieht handgeschriebene Schriftrollen, Fotos von verehrten Mönchen und anderen Personen sowie Kostüme wie die Drachenköpfe aus Pappmaché, die z.B. demnächst wieder beim Chinesischen Neujahrsfest zum Einsatz kommen (03. Februar 2011).


Prägendstes Element dieser Pagoden ist aber wohl der durchdringende Weihrauchgeruch all der beständig brennenden Räucherstäbchen. Durch die Innen- und Seitenhöfe strömt Sonnenlicht in die Pagoden und vermengt sich mit dem Rauch aus allen Richtungen zu sehr ansehnlichen Szenen. Hat man erst einmal die 7-8 nahe beieinanderliegenden Pagoden besichtigt, benötigt man anschließend aber erst einmal wieder frische Luft, zuviel Weihrauch vernebelt den Geist. ;-)

Neben den Pagoden sollte man sich in Cholon noch die zwei Märkte "An Dong" und "Binh Thay" anschauen, am Ost- bzw. Westrand des Districts. Läuft man im Umfeld des An Dong Markts durch die kleinen Gassen (z.B. auf der Su Van Hanh), dann erkennt man schnell, wie einfach viele Leute hier noch leben, ganz im Unterschied zu dem Luxus in Dong Khoi im District 1. Die Gebäude sind alt und verwittert, die noch erhaltene Restfarbe bröckelt und von den kleinen Balkonen oder über die Straße hinweg hängt Wäsche, alte Leute sitzen auf Stühlen am Straßenrand und spielen Karten, mitunter im Schlafanzug, wie man dies sonst eher aus China-Reportagen gewohnt ist. Andere Ziele in Cholon können die Cha Tam-Kirche und weiter draußen die Giac Lam-Pagode (älteste und beeindruckendste Pagode der Stadt von 1744, 119 vergoldete Holzstatuen) sein, vieles in Cholon ist aber in Reiseführern gar nicht erst genauer erläutert. Anderen ausländischen Besuchern wird man auch deshalb kaum begegnen, umso spannender ist daher ein Streifzug durch diese Gegend.

Wer vom Flughafen nach Cholon per Taxi unterwegs ist, muss bei Vinasun/Mai Linh mit etwa 80.000-100.000 Dong rechnen, bei anderen Anbietern u.U. mit einem Mehrfachen. Als Hotel habe ich in Cholon das "Phuoc Loc Tho Hotel" gewählt (buchbar über Agoda), welches recht zentral gelegen ist, nicht weit vom An Dong Markt entfernt. Die Ausstattung geht voll in Ordnung, kein Luxus, aber die Relation zum Preis (550.000 Dong) stimmt und auch das WiFi macht keine Probleme.



Bücher, Filme etc. zu Ho Chi Minh City / Saigon (Vietnam)


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