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Mittwoch, 24.10.2012 - Asien > Thailand > Phuket

Phuket Vegetarian Festival: Straßenumzüge, Selbstkasteiung und Wunderheiler II

An den Straßenumzügen beim Phuket Vegetarian Festival in und rund um Phuket-Stadt nehmen die angesprochenen "ma songs" teil. Begleitet werden diese jeweils von einigen Betreuern, die sich um ihr Wohlergehen kümmern (laufendes Blut abwischen...). Darauf folgen größere Gruppen (oftmals Schulkinder), ausstaffiert mit Flaggen, Wimpeln und traditionell kostümiert, die den jeweiligen Schrein repräsentieren dürfen. Dann Musiker, reich geschmückte Wagen und bei der "Jui Tui"-Prozession waren zudem einige große chinesische Drachen dabei. Entlang der Route haben Ladenbesitzer und Anwohner kleine, mit chinesischen Schriftzeichen, Früchten und Kerzen versehene Schreine aufgebaut, wo sie den Teilnehmern der Prozession Speis und Trank anbieten und dafür ihren Segen erhalten.



Man sieht gerade ältere "ma songs" mit Flaggen, die damit über die Köpfe von erfürchtig zum Gebet niedergeknieten Menschen streichen, einen Heiler, der einem gebrechlichen alten Mann spontan wieder das Gehen ermöglichen wollte und viele weitere Akte, die einem Außenstehenden erst einmal unverständlich erscheinen.

Ein besonderer Teil der Straßenumzüge sind - na klar, denn hier feiert ja der chinesischstämmige Teil der Einwohner Phukets - die Feuerwerke. Diese dienen dazu, böse Geister zu vertreiben. Von allen Seiten werden Böller auf die Teilnehmer geworfen und unter den Teilnehmern gibt es Gruppen, die chinesische Sänften auf ihren Schultern transportieren, welche bis zum Dach mit Knallkörpern befüllt sind. Diese werden dann zum geeigneten Zeitpunkt inmitten des Umzuges in die Luft gejagt, was z.T. wirklich haarsträubende Explosionen/Kettenreaktionen verursacht. Die Teilnehmer selbst stehen inmitten dieser Explosionen und dies scheint ebenfalls Teil der Selbstkasteiung zu sein, denn kaum jemand kommt dort ohne zumindest Kratzer oder kleinere Verbrennungen raus (wie ich erst jetzt lese: in 2011 gab es 74 Verletzte und 1 Toten, vorwiegend aufgrund des Feuerwerkes). Wenn man sich dies aus der Nähe anschaut, dann sollte man also: 1) T-Shirt/Tuch mitbringen, welches man sich vor das Gesicht binden kann, 2) möglichst so stehen, dass man bei Bedarf ausweichen kann, was inmitten in der engen Häuserzeilen in der Altstadt schwierig ist und 3) einen Gehörschutz mitbringen.

Am Abend kann man dann zum eher entspannten Teil des Festes übergehen, indem man den Nachtmarkt auf der Th Ranong im alten Teil von Phuket-Stadt besucht, wo man an Hunderten Ständen köstliche vegetarische Gerichte erwerben kann, meist für lediglich 20 THB (= 0,50 EUR). Obst/Gemüse fehlt dabei jedoch weitestgehend, überwiegend handelt es sich um Nudel- und Reisgerichte und die unterschiedlichsten Süssigkeiten oder um Tofu etc., womit dann Sushi und Fleisch frappierend echt nachgeahmt wird.


Oder aber man ist später noch in den Schreinen unterwegs und genießt die Atmosphäre inmitten des benebelnden Weihrauches und all der erleuchteten Kerzen und Laternen. Alternativ kann bei abendlichen Veranstaltungen wie dem Erklimmen einer 8m-Leiter zugeschaut werden (natürlich mit messerscharfen Sprossen...). Das Festival endet am letzten Tag in einer großen Prozession von allen teilnehmenden Schreinen nach Saphan Hin, südlich von Phuket-Stadt. Dort werden dann in einer Zeremonie die Götter auf das Meer hinaus verabschiedet.

Ja, das Phuket Vegetarian Festival ist wirklich eine ungewöhnliche und sehr "einprägsame" Veranstaltung. Die Gründe für diese Form der Selbstkasteiung zu verstehen, fällt mir und sicherlich vielen Besuchern schwer, aber wahrscheinlich muss man dass auch nicht wirklich. Sicherlich gibt es andere Wege, für schlechte Taten Buße zu tun, ohne sich (womöglich lebenslänglich) zu verstümmeln. Der humanistische Wertekanon ist für ein geregeltes, friedliches Zusammenleben wohl ausreichend, ohne dass man ständig vor Gottheiten für seine Taten einstehen müsste. Aber letztlich bleibt jedem selbst überlassen, woran man glaubt und so ist nun einmal die örtliche Tradition. Dennoch fand ich es richtig, mir dies einmal anzuschauen, denn genau dafür reist man schließlich: Um dazuzulernen und zu verstehen, und nicht um sich mit Vorurteilen zuhause einzumauern. Authentischer als auf dem Phuket Vegetarian Festival geht es jedenfalls kaum mehr. Ausländische Besucher sind übrigens nur sehr wenige anzutreffen, morgens um 06:00 Uhr an den Tempeln fast keine und auch später bei den Umzügen max. 1-2% der gesamten Besucher.

Zahlreiche weitere Fotos zum Phuket Vegetarian Festival 2012 sind in der neuen Thailand-Galerie für 2012/2013 zu finden.

Hotel in Phuket-Stadt auf Phuket: Chinotel, direkt in der Altstadt

Mein Hotel in Phuket-Stadt war das Chinotel (buchbar bei Agoda), welches direkt in der Altstadt auf der Th Ranong gelegen ist und die optimale Location gerade für das Phuket Vegetarian Festival bietet, aber auch sonst bei Abstechern nach Phuket-Stadt geeignet ist. Direkt rechts vom Hotel liegt die große traditionelle Markthalle und auf der anschließenden Seitenstraße ein weiterer Markt mit unzähligen Händlern und reichlich Lokalkolorit. Links vom Hotel liegt auf der Th Ranong dann der Nachtmarkt mit den angesprochenen Straßenständen und der große "Jui Tui"-Schrein ist auch nicht weit entfernt.

Das Chinotel ist ein modernes Stadthotel ohne Schnickschnack. Die Zimmer sind recht groß, sauber eingerichtet, es gibt schnelles WiFi, eine gute A/C, freundliches Personal und alles was man im Zimmer benötigt, aber keine Gimmicks wie Pool, Restaurant oder Room Service. Ein "Superior Deluxe" gab es bei Agoda.de für ~25 EUR pro Nacht. Wer einen Laundry Service braucht, sollte auf der hufeisenförmigen Nebenstraße der Th Ratsada vorbeischauen (60 THB/kg).



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