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Dienstag, 27.11.2012 - Asien > Thailand > Lopburi

Rückkehr in die Stadt der Affen: Das Monkey Buffet/Festival in Lopburi

Auf meiner ersten Thailand-Reise im Jahr 2007(!) war eine der Stationen das Städtchen Lopburi, etwa 150km oder 2-3h Fahrt per Zug nördlich von Bangkok gelegen. Mit kaum 30.000 Einwohnern ist Lopburi eigentlich eher unbedeutend, wenngleich es vor Ort einige historische Hinterlassenschaften aus diversen Episoden der thailändischen Geschichte gibt, denn Lopburi war dereinst u.a. Hauptstadt des Ayutthaya-Königreiches unter König Narai dem Großen. Davon zeugen heutzutage einige Ruinen von Wats und Schreinen und auch der Palast des Königs. Doch der Grund für einen Besuch von Lopburi ist ein anderer: Affen! Und davon jede Menge. Die Angaben variieren, aber es soll wohl um die 3.000 Affen geben, die mitten in Lopburis Altstadt frei ihr Unwesen treiben. Einmal im Jahr, am letzten Sonntag im November, wird ihnen zu Ehren das Monkey Buffet/Festival gefeiert und der KAHUNABLOG war diesmal vor Ort.



Das Leben in Lopburi ist, einer thailändischen Kleinstadt angemessen, meist sehr entspannt. Die Stadt teilt sich in eine Altstadt zwischen dem Bahnhof im Osten und einem Fluss westlich davon sowie einer wesentlich weitläufigeren Neustadt östlich der Bahnlinie auf. Letztere ist für Besucher jedoch bis auf die Shopping-Möglichkeiten nur bedingt relevant, sind die Affen und Sehenswürdigkeiten doch fast ausschließlich in der kleinen Altstadt zu finden. Etwas problematisch ist in Lopburi die Hotelsituation, gibt es doch in der Altstadt nur wenige und sehr einfache Hotels (dafür jedoch mit Preisen von lediglich ~400 THB/Nacht für ein Zimmer mit A/C), die meist nicht online oder telefonisch vorab gebucht werden können. Bessere Hotels liegen außerhalb, bedingen dann jedoch auch eigene Transportmöglichkeiten, um zur Altstadt zu kommen. Für 1-2 Tage in Lopburi sind einfach Unterkünfte, wie sie von "Nett Hotel", "Sri Indra Hotel" oder dem "Noom Guesthouse" angeboten werden, aber sicherlich ausreichend.


Lopburi ist per Bus an diverse Städte nördlich von Bangkok angebunden, u.a. an Ayutthaya, Bangkok und Sukhothai. Darüberhinaus liegt der Bahnhof sehr günstig inmitten des Zentrums und je nach Zug kann man Lopburi von Bangkok aus innerhalb von 2-3h erreichen. Allgemeine Informationen zu den Zügen hält die Webseite Seat61 bereit und diese beschreibt u.a., wie man mittlerweile bequem online bei Thai Rail Ticket die Zugtickets ordern kann (normaler Ticketpreis + 20 THB für den Service, inkl. Sitzauswahl), was vor allem bei Buchungen unterwegs eine Erleichterung ist. Abhängig vom Zugtyp und -klasse liegt der Fahrpreis von Bangkok nach Lopburi lediglich bei 2-9 EUR pro Strecke. Übrigens: Die 344 THB First Class im "Special Express Train", der nur 2h braucht, sind wirklich nicht notwendig. Dieser Zug ist EXTREM heruntergekühlt und die im Preis enthaltene Verpflegung kennt man qualitativ sonst eher von günstigen Airlines, während in den etwas langsameren Zügen viele Händler mit leckerem Thai-Food vorbei kommen und man bei der 3rd Class durch die offenen Fenster und gekühlt durch Fan + Fahrtwind eine wesentlich angenehmere Fahrt hat.

Doch kommen wir zurück nach Lopburi: Die Affen halten sich das ganze Jahr in der Stadt auf und turnen frei nach Lust und Laune in der Altstadt umher. Sie klettern an den Gebäuden hoch, sitzen auf Verkehrsschildern, hangeln sich an Stromleitungen herab, flitzen durch die Hotelflure oder versuchen sich an der spontanen Endmontage abgestellter Autos. Dabei kennen die Makakenäffchen keinerlei Respekt, so dass die Bewohner mit Stahlkäfigen um die Balkone, Stacheldraht oder unter Spannung stehende Barrieren versuchen, die Affen aus Wohnungen und Geschäften fernzuhalten. Da die Affen jedoch als Nachfahren der hinduistischen Gottheit Hanuman gelten, ist Gewalt gegen diese natürlich kein denkbares Mittel. Vielmehr werden die Affen regelmäßig gefüttert und wenn man als Besucher auf dem Weg zu den von den Affen bevölkerten Plätzen ist, bekommt man von einigen Thais auch noch Obst und Gemüse für die Fütterung zugesteckt.


In der Altstadt sind die Affen vor allem am "San Phra Kan"-Tempel an der Verkehrsinsel und in der daneben liegenden Ruine von "Phra Sam Yot" vorzufinden. Außerhalb davon gibt es drei Futterstellen, wo täglich um 10 und 16 Uhr gefüttert wird, damit die Affen nicht aggressiv und hungrig Bewohner und Besucher um Nahrung angehen. Naht die Fütterungszeit, strömen dann plötzlich Hunderte Affen aus allen Richtungen zu den Futterstellen und der teils dichte Verkehr auf den umliegenden Straßen kommt notgedrungen zum Stillstand. Es sind die Affen, die hier den Ton angeben.

Während des Monkey Buffet, welches jährlich vom Lopburi Inn veranstaltet wird, wird auf dem Gelände des "Phra Sam Yot" ein großes Früchtebuffet aufgebaut, zunächst mit Planen verdeckt und bewacht, damit die Affen nicht vorab darüberherfallen. Es gibt ein unterhaltsames Rahmenprogramm für die Besucher wie z.B. einen Umzug von Musikern und den "ASEAN Traditional Dance", in diesem Jahr - wie sollte es anders sein - war dies natürlich der "Monkey Gangnam Style".

4x am Sonntag wurde dann das aufgebaute Buffet enthüllt (10, 12, 14 und 16 Uhr) und nach und nach kamen (außer den Besuchermassen) immer mehr Affen hinzu, welche sich auf die vielen Tonnen an frischen Früchten stürzten, darunter Wassermelonen, Ananas, Rambutan, Durian etcpp. Ein Festschmaus, angereichert noch durch große Eisblöcke mit gefrorenen Früchten und Blumen. Und auf dem Gelände wurden die Affen von den Besuchern weiter gefüttert, wobei die Affen zwar zutraulich sind, man aber stets darauf achten sollte, dass es weiterhin wilde Affen mit enorm scharfen Zähnen sind.


Daher ein paar Grundregeln für das Verhalten den Affen gegenüber, die v.a. relevant sind, wenn man außerhalb dieser Veranstaltung allein in den Affentempeln unterwegs ist:

  • möglichst nie zwischen den Müttern und den Babys umherlaufen, da diese dann schnell aggressiv werden können
  • generell langsam bewegen und keine hektischen Bewegungen, aber auch nicht komplett still stehen (da man sonst als statisches Objekt beklettert wird)
  • keine losen Objekte in Taschen mit sich führen (Handy, Brieftasche...) und v.a. kein sichtbares Obst oder Getränke
  • sobald man den Affen einmal etwas gegeben hat bzw. sich diese etwas geschnappt haben, ist es enorm schwierig, dies zurückzubekommen, auch auf Brillen etc. ist daher achtzugeben

Beachtet man dies, dann kann man mit den Affen ein paar sehr amüsante Stunden verbringen, wenn man beobachten kann, wie diese miteinander interagieren und welch unterschiedliche Charaktere sich unter ihnen verbergen, von den absoluten Babys bis zum alten Greis. Gegen 18 Uhr wird es dann auch in Lopburi bereits dunkel und bei den Affen kehrt schnell wieder Ruhe ein. Dann kann man auf dem Rückweg zum Hotel noch auf der Straße zwischen den Tempeln und dem Bahnhof an zahlreichen Straßenständen diverse Thai-Gerichte zu sich nehmen. Nachtleben als solches ist in Lopburi aber nicht erkennbar vorhanden und nachdem es dunkel wird, werden überall schnell die Bürgersteige hochgeklappt.

Zahlreiche weitere Fotos zu den Affen finden sich in der aktuellen Thailand-Galerie.



Bücher, Filme etc. zu Lopburi (Thailand)


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