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Freitag, 13.11.2009 - Asien > Thailand > Khon Kaen

Städtehopping im Isaan: Udon Thani und Khon Kaen

Mittlerweile bin ich in Khon Kaen angekommen, einige Fahrtstunden südlich von Nong Khai und somit wieder weit entfernt von der laotischen Grenze. Erste Station war dabei Udon Thani (1h per Bus von Nong Khai, 35bt). Dies ist eine Stadt mit (je nach Quelle) etwa 150.000-230.000 Einwohnern. Udon Thani entwickelte sich vor allem während des Vietnamkrieges sehr rasant, als die Stadt als einer der Stützpunkte für die Bomberflotte der US Army missbraucht wurde. Heute ist Udon Thani national und international nicht sonderlich bedeutsam, gleichwohl ist sie jedoch ein wichtiges regionales Zentrum und bietet unzählige Händler, eine Mall (Central Shopping Plaza) und wichtige Verkehrsverbindungen in die Region.



Für auswärtige Besucher hat Udon Thani leider kaum etwas zu bieten, bis auf einige Seen wie den Nong Prajak Park oder den Nong Bua Lake mit chinesischen Pagoden, Flanierwegen drumherum und einigen Wats. Wenn man bereits in Städten wie Chanthaburi oder Ratchaburi unterwegs war, d.h. fernab des normalen Besucherstroms, dann werden einem Look und Rhythmus der Stadt vertraut vorkommen.

Es geht ziemlich laut und lebendig zu und überall werden Waren feilgeboten, v.a. auch Goldschmuck und Mode. Aber prinzipiell nichts Außergewöhliches. Zu erwähnen wäre vielleicht noch der weitläufige Night Market, der sich unmittelbar vor dem Bahnhof ausbreitet und sicherstellt, dass man stets mit ausreichend Pad Thai, Fischsuppe und scharfem Pappayasalat versorgt ist. Mein Hotel in Udon Thani war das "Ruysuk Guesthouse", welches Zimmer mit der üblichen Ausstattung, mit Balkon und WiFi für gerade einmal 340bt/Nacht anbietet (<7 EUR)!!! Noch dazu ist der Besitzer sehr freundlich und ist gern bei Fragen/Problemen behilflich.

Noch etwas: Wenn man in Udon Thani tatsächlich anderen Farang begegnet, dann kann man davon ausgehen, dass dies zu 99% 60/70-jährige Rentner sind, die hier als Expats leben. Andere Besucher scheinen hingegen mangels wirklichen Attraktionen einen Bogen um die Stadt zu machen. Daher ging es tags darauf weiter per Zug nach Khon Kaen. Für die (theoretischen) Fahrtzeiten der Züge wendet man sich am besten rechtzeitig an das Personal im jeweiligen Bahnhof. Zwar gibt es auf der Webseite der thailändischen Bahngesellschaft die Fahrpläne zum Download, allerdings fehlen darin zahlreiche Züge, vor allem Züge der dritten Klasse, die fast ausschließlich von Thais genutzt werden und manchmal nur auf kürzeren Strecken unterwegs sind.


Von Khon Kaen z.B. wird der erste Zug gen Süden im Fahrplan für 18:40(!) aufgelistet, man würde also im Dunklen fahren und nichts von der Landschaft mitbekommen. Es gibt aber auch zwischendrin Züge - alle 3. Klasse - die tagsüber fahren und einen weiteren Zug bereits kurz nach Sonnenaufgang. Mein Zug sollte z.B. um 13:45 abfahren. Los ging es dann schon um 16:00 Uhr...

Die Fahrt nach Khon Kaen dauert knapp 2 Stunden und unterwegs hat man beste Aussicht auf das thailändische Landleben mit Feldern und Wiesen bis zum Horizont, einfache Behausungen aus Holz oder Wellblech entlang der Bahnstrecke, Feldarbeiter mit Strohhüten und unzählige Wasserbüffeln, z.T. auch in die Arbeit auf den Feldern eingebunden. Das zusammen mit dem goldenen Licht der untergehenden Sonne gab schon ein ganz nettes Bild ab. Entspannend ist dieser Abschnitt des Bahnnetzes jedoch nicht, denn die Gleise sind hier im Norden dermaßen uneben und verbogen, dass die Waggons nur so hin und herspringen und man bemüht ist, auf den Sitzen zu bleiben. Vernünftige Fotos oder Videos sind dadurch natürlich nicht möglich. Und wesentlich länger als 2-3 Stunden möchte man dies auch nicht mitmachen.

Die Stadt Khon Kaen hat eine ähnliche Größe wie Udon Thani und wird allgemein als "Gateway to Isaan" bezeichnet. Ursprünglich war die Stadt eine Gründung des Ayutthaya-Königreichs, als Absicherung der Nordostflanke gegen Laoten und Khmer. Heute ist Khon Kaen nach Nakhon Ratchasima das wohl bedeutendste Handelszentrum im Isaan und bietet bei knapp 150.000 Einwohnern (stark wachsend) fast schon so etwas wie eine Skyline. Khon Kaen beherbergt zudem die wichtigsten Universitäten des Isaan, weshalb man hier zahlreiche Studenten aus der gesamten Region antrifft.

Für Besucher gibt es im Wesentlichen zwei Zentren: Die Thanon Glang Mueng, entlang derer zahlreiche Hotels, Restaurants, Busstationen und am Abend auch Straßenstände zu finden sind und nicht weit davon entfernt gibt es das Zentrum des Nachtlebens u.a. mit dem RAD Complex. Tagsüber jedoch sollte man sich an den See "Bueng Kaen Nakhon" im Süden der Stadt begeben. Dies ist auf über 100 Hektar eine Art Naherholungsgebiet mit einem großen See und (schattigen, baumgesäumten) Wegen drumherum. Man kann joggen gehen, Fahrräder und Paddelboote ausleihen, ab dem späten Abend gibt es am Nordufer einen Nachtmarkt. Im Norden des Sees liegt auch das "Khon Kaen City Museum", in welchem man mehr zur Geschichte der Stadt (Gründung, Aufbau, bedeutende Persönlichkeiten etcpp.) erfahren kann mittels Ausgrabungsstücken, Dioramen, alten Fotos etc. Da ich der einzige Besucher war, gab es eine Privatführung, die eigentlich gar interessanter war, als die Ausstellung. Es macht doch immer wieder Spaß, wenn zwei Menschen mit unterschiedlichem Kulturkreis und Muttersprachen sich in einer dritten Sprache zu verständigen versuchen. ;-) Der Eintrittspreis liegt bei 90bt.

Rund um den See liegen dazu noch einige Wats und chinesische Tempel, die man unbedingt besichtigen sollte. Dazu gehören der chinesische Tempel Wat Jeen Beung Kaen Nakhon unweit des City Museum, das Wat That im Nordwesten mit weithin sichtbarem Chedi und v.a. das Wat Nong Wang. In letzterem liegt der gewaltige, 80m hohe, 9-stöckige Chedi "Phra Mahathat Kaen Nakhon". Dieses Gebäude sollte man sich anschauen, denn dieses ist außen wie innen reich verziert und gerade im Innenraum trifft man z.B. auf diverse goldene Buddha-Statuen und Gemälde die das Leben in Khon Kaen in den vergangenen Jahrhunderten zeigen. Entgegen der Informationen im Lonely Planet Thailand scheint ein Aufstieg zur Spitze des Chedi jedoch leider nicht mehr möglich zu sein.

Mein Hotel in Khon Kaen war für zwei Tage das "Piman Garden". Dieses liegt relativ weit im Norden der Stadt, ist aber per Songthaew (lokaler Transport nur 8bt) oder Tuktuk dennoch gut erreichbar (40-60bt). Das Hotel bietet Double ensuite 40m2 mit A/C, WiFi (leider ziemlich instabil), Balkon ab 700bt und könnte ob der komfortablen Ausstattung auch in Bangkok Gäste zufriedenstellen. Da das Piman Garden von der Thanon Glang Mueng etwas zurückgesetzt ist, ist die Anlage sehr ruhig. Über den Service gibt es auch nichts Negatives zu berichten.



Bücher, Filme etc. zu Khon Kaen (Thailand)


Khon Kaen Issan Northeastern Thailand StrassenkarteIssan Northeastern Thailand Strassenkarte
THINKNET CO.,LTD. / Bangkok (Thailand)
Erscheinungsdatum: 2013
Khon Kaen Khon Kaen; Provinz & Stadt - StrassenkarteKhon Kaen; Provinz & Stadt - Strassenkarte
PN MAP / Bangkok (Thailand)
Erscheinungsdatum: 2011
Khon Kaen Roadway NortheastRoadway Northeast
GROOVY MAP CO.,LTD. Bangkok/Thailand
Erscheinungsdatum: 2013
Nur EUR 73,93

Weitere: Roadway Northeast, Thailand Strassenkarte; Roadway Bangkok, Isaan - Khon Kaen: Die Stadt - The City, Isaan - Khon Kaen: Seidenfest - Silk festival

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