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Sonntag, 06.05.2007 - Asien > Thailand > Hua Hin

Ab in die 3. Klasse: Für 13bt nach Hua Hin

An meinem ersten Tag unterwegs ging es gleich in die Vollen. Von Bangkok aus bin ich über Phetchaburi nach Hua Hin gefahren, welches direkt am Golf von Thailand liegt. Die doch recht desolate Infrastruktur führte dabei bereits zu zahlreichen Verspätungen, auch wenn ich dennoch einen Großteil des Tagesprogrammes durchziehen konnte. Zunächst bin ich am frühen Morgen vom zentralen Bangkoker Bahnhof "Hualamphong" mit dem sogenannten "Special Express Train" in das 2 1/2h entfernte Phetchaburi gefahren.



Die Fahrt dahin war jedoch schon etwas merkwürdig, denn einen Expresszug, der jeden einzelnen Bahnhof anfährt und nur im Schleichtempo durch die Landschaft zieht, habe ich bislang noch nicht gesehen. Durch die Außenbereiche von Bangkok ging es gar nur im Schritttempo, da zahlreiche Leute auf den Gleisen unterwegs sind bzw. zum Teil unmittelbar daneben wohnen oder kleine Stände aufgebaut haben. Die Gleise sind zudem nicht eben im besten Zustand, so dass man in vielen Streckenabschnitten wohl besonders langsam fahren muss, damit der Zug am Ende noch in einem Teil ankommt.

Und so kam es, dass selbst bei dieser ersten Etappe schon fast 1h Verspätung entstand. Das Ticket hatte ich mir gestern bereits gesichert und dies war auch notwendig, denn der Zug bestand lediglich aus 2 Waggons und in Richtung Süden fahren pro Tag maximal ein Dutzend Züge, wobei nur einer ganz bis in den Süden vorstößt (genauergesagt bis nach Butterworth in Malaysia) - entsprechend voll ist es also. Diese erste Teiletappe hat mich ganze 358bt gekostet (~8 EUR).

In Phetchaburi angekommen, habe ich erstmal meinen Backpack am Bahnhof verstaut (10bt pro Gepäckstück), bei >30°C 20kg Gepäck mit sich herumzuschleppen, ist ja nicht gerade angenehm.

Besichtigungen in Phetchaburi

In Phetchaburi wollte ich mir zunächst die "Khao Luang"-Höhlen anschauen. Diese liegen ein paar Kilometer außerhalb der kleinen Stadt im Nordwesten. Doch wie kommt man vom Bahnhof aus dorthin? In diesem Fall hieß die einzige Möglichkeit "Motorradtaxi" - wieder einmal eine neue Erfahrung. Als Beifahrer und ungesichert, aber zumindest mit dem Helm des Fahrers bin ich also raus zu den Höhlen. Hin und zurück kostet dies 100bt und der Fahrer wartet, während man die Höhlen besichtigt.

Zu sehen gibt es in den drei großen und mehreren kleinen Höhlen/Grotten neben massiven Stalagniten und Stalaktiten etwa Einhundert goldene Buddha-Figuren in allen Größen und Formen, darunter einem großen liegenden Buddha (ähnlich dem im Wat Pho in Bangkok) + einen "originalen" Fussabdruck von Buddha. Neben einem buddhistischen Tempel findet sich in einer kleinen Grotte zudem ein hinduistischer Schrein. Sehenswert sind diese Höhlen aber v.a. aufgrund des von oben durch eine herzförmige Öffnung einfallenden Sonnenlichtes, wodurch ein interessantes Farb- und Schattenspiel entsteht. Ein englischsprachiger Guide konnte mich durch die Höhlen führen und so erfuhr ich einige interessante Details zu dieser Anlage.

Direkt vor dem Eingang der Höhlen tummelte sich ein ganzer Haufen an Makaken-Äffchen, welches fortwährend die Besucher umrundete, um vielleicht einen Apfel, Mais oder etwas ähnlich nahrhaftes zu erhaschen (was natürlich vor Ort verkauft wurde).

Per Motorrad ging es anschließend direkt in das Stadtzentrum von Phetchaburi. Dort wurde dann schnell sichtbar, dass Phetchaburi alles andere als "Farangland" ist, da manch ein Thai doch etwas verwundert guckte, als ich da einfach durch die Gegend marschiert und in den Tempelanlagen umhergelaufen bin. Und davon gibt es in Phetchaburi eine ganze Menge. Auf Schritt und Tritt stößt man östlich und westlich des kleinen Flusses auf Wats in den verschiedensten Größen, meist zusammen mit Unterkünften für Mönche, Ausbildungsstätten usw.

Dass lässt sich zu Fuss alles recht gut erkunden, wenngleich man nicht unbedingt (wie ich) zur Mittagszeit unterwegs sein sollte. Die Sonne brennt dazu momentan einfach zu unbarmherzig vom Himmel.

Am mit Abstand spannendsten fand ich in Phetchaburi aber den Khao-Wang-Hügel, ein kleines Stück westlich des Zentrums. Auch dort findet man am Fuße des ~100m hohen Hügels sowie auf den zwei Gipfeln weitere Wats und andere religiöse Einrichtungen. Darüberhinaus lohnt der Aufstieg zur Spitze noch aufgrund einer alten Villa mit traumhaftem 360°-Rundumblick (+ kleinem Museum) sowie zahlreichen Aussichtsplattformen zu allen Seiten.

Doch dies ist alles eigentlich soweit nicht weiter erwähnenswert, denn der Grund meines Besuches war ein ganz anderer: Wie bereits an den Höhlen treiben auf diesem Hügel zahlreiche Affen ihr Unwesen. Und es müssen wirklich einige Hundert Affen sein, die dort halbwild umherspringen, sich zwar Futter geben lassen, sich dieses aber auch gerne mit viel Eigeninitiative von den Besuchern zusammenklauen. Ich habe eine ganze Weile damit verbracht, diese Affen zu beobachten, da es wirklich faszinierend ist, wie diese in der Gruppe miteinander interagieren. Man kann dort ganz gut die unterschiedlichsten Charaktere und Verhaltensformen erkennen, die genauso bei uns Menschen existieren. Ebenfalls sieht man fast wie im Zeitraffer, wie per Trial&Error-Prinzip neues Wissen erlangt wird, bspw. wenn es darum geht, Früchte mit harter Schale zu öffnen.

Unterhaltsam waren insbesondere die ganz jungen Äffchen, teilweise gerade einmal ~20cm lang und äusserst neugierig auf die Welt. Einige Bilder dazu gibt es jetzt in der Thailand-Galerie. Einen KAHUNACAST konnte ich diesmal leider nicht aufnehmen.

Wenn man den Hügel wieder verlassen will, kann man entweder den Weg zu Fuss antreten oder aber man schwebt stattdessen mit der kostenlosen Zahnradbahn sanft hinunter zur Talebene. Der Zutritt zum Gipfel, zum Museum usw. kostet 40bt.

Weiterfahrt in das Strandstädtchen Hua Hin

Nach dem Aufenthalt in Phetchaburi sollte es nach Hua Hin weitergehen. Bis zur Abfahrt des Zuges durfte ich jedoch noch 3h am Bahnhof rumhängen, ohne Klimaanlage, aber zumindest im Schatten. Anders wäre die Hitze gar nicht mehr erträglich gewesen. So aber habe ich im Schatten die Zeit vorbeisausen lassen, den Blick auf die Kokosplantage gegenüber gerichtet und Jack Johnson auf den Ohren. Nur eine Hängematte zwischen zwei Palmen wäre dazu noch ganz passend gewesen...

Etwas merkwürdig fand ich einen Bauern, der sich per Zug auf den Weg nach Norden gemacht hat. Er kam am Bahnhof an, mit einer Kuh im Schlepptau, kettete diese an einem Zaun fest und überließ die Kuh dann sich selbst - bis er vielleicht am Abend oder tags darauf wieder zurückkommt. Zumindest hatte das arme Vieh etwas zu fressen, ganz die feine Art ist dies aber trotzdem nicht.

Am späten Nachmittag ging es mit dem nächsten Zug endlich weiter nach Hua Hin. Zwar gibt es auf dieser Strecke nur die 3. Klasse (ja, mit simplen Holzbänken und statt einer Klimaanlage gibt es blanke Fensterrahmen ohne Fenster), dafür kostete die auf 60min projektierte und in Wirklichkeit 90min lange Fahrte gerade einmal 13bt (~0,25 EUR)! An Bord war ich wohl der einzige Farang weit und breit. Die Fahrt war aber trotztdem nicht unspannend, da ich so einen kleinen Einblick in das Leben der Thais hier auf dem Land hatte.

Bei jedem Halt an einer Station strömten z.B. fliegende Händler in die Waggons und boten dort die unterschiedlichsten Gerichte feil. Es wurde gehandelt und diskutiert. Und an Landschaften gibt es zwischen Phetchaburi und Hua Hin ebenfalls einiges zu sehen, u.a. Mangrovenwälder, riesige überlaufene Anbauflächen für Reis und andere Lebensmittel, steil aufragende Hügel in einem Nationalpark im Hinterland sowie langgestreckte Kokosplantagen.

Gegen 19:00 Uhr tauchten praktisch in den Reisfeldern plötzlich zunehmend Hochhäuser und Appartment-Komplexe auf und kurze Zeit später war Hua Hin erreicht. Dies ist ein typisches Touristenstädtchen am Golf von Thailand mit einem langen Sandstrand, den obligatorischen Promenaden mit Restaurants und Souvenirshops sowie einem "traditionellen" (HAHA!) Nachtmarkt. In ähnlicher Form findet man dies ja am Mittelmeer und andernorts. Eher uninteressant und viel zu viele Ausländer für meinen Geschmack. Ich habe mich daher nur noch kurz umgesehen, bevor ich mich im "Memory Guest House" für 300bt für die Nacht einquartiert habe (< 7 EUR, Einzelzimmer Ensuite).



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