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Samstag, 22.12.2012 - Asien > Thailand > Bangkok

RedBull Singha Race of Champions - Motorsport im Stadion mit Vettel, Schumacher und Co.

Sebastian Vettel wurde in diesem Jahr nach einer packenden Formel 1-Saison und einem ungemein spannenden Saisonfinale erneut und bereits zum dritten Mal hintereinander Formel 1-Weltmeister. Rekordweltmeister Michael Schumacher mit insgesamt 7 Weltmeister-Titeln fuhr in São Paulo, Brasilien, sein wohl endgültig letztes Formel 1-Rennen und trat den Rückzug an. Und für beide war dies dennoch nicht das letzte Rennen des Jahres! Denn vom 14. bis 16.12. stand zunächst noch das "Race of Champions" auf dem Programm, eine Motorsport-Veranstaltung, welche heuer bereits zum 25. Mal ausgetragen wurde, zunehmend mehr Anklang in der Rennsportgemeinde findet und die - wie es der Zufall so wollte - gerade während meines Bangkok-Aufenthaltes in der thailändischen Hauptstadt stattfand. Folgerichtig war der KAHUNABLOG am Samstag und Sonntag vor Ort.



Das Race of Champions (Wikipedia) gibt es seit dem Jahr 1988. In jedem Jahr werden einzelne Fahrer aus dem Motorsport zur Teilnahme eingeladen, die sich in dem Jahr besonders ausgezeichnet haben (z.B. durch einen Weltmeister-Titel) oder die generell zu den Allzeitgrößen des Motorsports zählen. Dies sind Fahrer der Formel 1, der amerikanischen NASCAR- und Indy-Serie, vom deutschen DTM, aus verschiedenen Rallye-Ligen oder auch MotoGP- und Motocross-Fahrer. Das Race of Champions findet dabei an wechselnden Austragungsorten statt. In den vergangenen Jahren waren dies mehrfach Paris, London und Düsseldorf sowie einmal das Nationalstadion in Peking.



In 2012 war nun erstmals Bangkok an der Reihe und dafür hatte man das Rajamangala-Nationalstadion gewählt, welches mit ~60.000 Sitzplätzen das größte (Fussball-/Allzweck-)Stadion in Thailand ist. Das Rajamangala-Stadion liegt im Stadtteil Hua Mak im Osten Bangkoks, direkt neben dem weitläufigen Gelände der Ramkhamhaeng-Universität. Für diese Veranstaltung wurde das Stadioninnenfeld einmal komplett umgebaut und es wurde eine Rennstrecke bestehend aus zwei getrennten Fahrspuren errichtet. Bei jedem Rennen treten demzufolge immer zwei Fahrer gegeneinander an. Die Fahrspuren haben zwar eine unterschiedlichen Länge, jedoch kreuzen sie sich einmal durch eine Brücke/Tunnel. Nach einer Runde kommt der außen startende Fahrer also innen an und umgekehrt und in jedem Rennen werden Start/Ziel insgesamt 4x durchfahren, was bei der begrenzten Streckenlänge in einem Stadion unter 3 Minuten dauert.

Gefahren wird jeweils in identischen Wagen, die mit jedem Rennen gewechselt werden. Diesmal waren dies VW Scirocco, Lamborghini Gallardo, "ROC Car", Audi R8 LMS, KTM X-Bow, Toyota GT86 und Euro Racecar (eine Europa-Adaption eines NASCAR). Hauptsponsoren der hiesigen Ausgabe waren RedBull (mit Wurzeln in Thailand und überall vertreten, wo es um Sport/Lifestyle geht) und Singha, weshalb der offizielle Titel "RedBull Singha Race of Champions" war. Bekannte Fahrer neben Sebastian Vettel und Michael Schumacher waren der ehemalige F1-Pilot David Coulthard, Tom Kristensen (Le Mans-24h-Rennen-Gewinner), Jorge Lorenzo (MotoGP-Weltmeister) und Romain Grosjean (ebenfalls F1-Fahrer, bekannt v.a. als Unfallverursacher zum Rennstart).

Die Veranstaltung war auf drei Tage aufgeteilt:

  • Freitag: ROC Asia mit im Westen weitgehend unbekannten Fahrern, hauptsächlich aus dem ASEAN-Raum, die sich für die Hauptveranstaltung am Wochenende qualifizieren konnten
  • Samstag: ROC Nations Cup, in zwei Gruppen treten jeweils 4 Teams á 2 Fahrer einer Nation gegeneinander an, die zwei Gruppenbesten tragen dann Halbfinale und Finale gegeneinander aus, diesmal u.a. mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Thailand und Australien
  • Sonntag: Race of Champions, in vier Gruppen mit jeweils 4 Fahrern fährt nacheinander jeder gegen jeden, bevor es ebenfalls um Viertel-, Halb- und schließlich das Finale geht

Die Teamwertung am Samstag konnte das Team Deutschland mit Schumacher/Vettel für sich entscheiden und zwar bereits zum 6. Mal hintereinander! Sie verloren dabei kein einziges der zahlreichen Rennen und mitunter gab es beim Zieleinlauf einen gewaltigen Abstand zum jeweiligen Mitbewerber. Bravo! Beide feierten dann direkt ausgelassen, u.a. indem Schumacher sich auf den Rahmen des von Vettel gefahrenen ROC Car setzte und der den Wagen anschließend mit reichlich Schwung um die Kurven bewegte (Schumacher scheint gut versichert zu sein). Und auf dem Siegertreppchen durfte im Champagnerregen dann u.a. SAT1-Moderatorin Andrea Kaiser dran glauben (die Veranstaltung wurde in diversen Ländern live im TV übertragen).

Der Sonntag hingegen verlief für die Deutschen weniger ideal. Vettel schied bereits im Viertelfinale nach Problemen mit seinem Wagen aus, während Schumacher im Halbfinale geschlagen wurde. Und diesjähriger Sieger und somit "Champion of Champions" wurde dann - ausgerechnet, aber trotzdem verdient - der Franzose Romain Grosjean. Sobald er mal eine abgetrennte Fahrspur für sich hat und somit keinen Mitfahrer treffen kann, scheint er nämlich richtig schnell zu sein.



Aufgelockert wurden die systembedingt vielen kurzen Rennen (am Sonntag allein >30) durch Showeinlagen im Stadion. Z.B. wurde der RedBull F1-Wagen RB7 im Stadion umhergefahren. Die kurvenreiche Strecke eignete sich zwar nicht sonderlich zum Ausbeschleunigen des teuren Flitzers, David Coulthard konnte den Zuschauern aber zumindest sehr schön den voluminösen Sound des ~ 800PS-Ungetüms demonstrieren. Andere Showeinlagen gab es mit Chris Pfeiffer, der auf seinem Freestyle-Motorrad diverse Stunts vorführte, Jorge Lorenzo auf seinem MotoGP-Bike und zwei Rennwagen, die einen wilden Tanz umeinander vollführten und dabei reichlich Gummi auf der Strecke verbrannten.

Ich war am Samstag und Sonntag im Stadion und habe mir das volle Programm des "RedBull Singha Race of Champions" im und vor dem Stadion angeschaut. Außerhalb des Stadions gab es weitere Bühnen mit ausgestellten (Renn-)Wagen, Live-Musik, Showeinlagen etc. Am Sonntag gab es mit dem Bangkoker Ferrari-Club noch eine Extra-Einlage, denn die VIPs mit ihren mindestens 30 Ferrari durften natürlich unmittelbar vor dem Stadion auflaufen und dort ihre Wagen ausstellen. Tickets gab es für Sa+So in verschiedenen Kategorien von lediglich 400 THB (= 10 EUR) bis 5000 THB (= 125 EUR), wobei im Innenraum unerwartet zusätzlich ein VIP-Zelt aufgebaut war, welches manch einem die Sicht raubte und für welches keine Tickets offiziell erhältich waren. Von den meisten Plätzen ließ sich jedoch das gesamte Stadion und somit die volle Rennstrecke einsehen, was man bei normalen Rennen so ja nicht hat.

Verwunderlich war der geringe Besucherandrang. Dies war das bislang größte Motorsportereignis in Thailand und gerade am Samstag war es nach dem offiziellen Beginn um 20:00 Uhr erschreckend leer mit gerade einmal 10% Auslastung. Um 21:40 Uhr meinte Michael Schumacher dann in einem Interview sinngemäß, dass es doch toll sei, dass langsam auch die Zuschauer vor Ort eintreffen. ;-) Und tatsächlich füllte sich das Stadion gegen Ende der Veranstaltung etwa bis auf 40%. Am Sonntag war dies ein wenig besser, aber dennoch ist kaum erklärbar, warum bei manchen Veranstaltungen in Bangkok einfach die Zuschauer fehlen. Und es kann mir keiner erklären, dass die Ticketpreise zu hoch sind. Wenn nur 5% der thailändischen Besucher der Luxus-Shopping-Mall Siam Paragon an Motorsport interessiert sein sollten, dann hätte man das Stadion wohl nur mit der teuersten Kategorie befüllen können. Es muss also andere Gründe dafür geben.


Die Organisation vor Ort war übrigens leider ziemlich suboptimal. Im Rajamangala-Stadion gibt es keine Verpflegung (warum nicht zusätzliches Geld machen mit Leuten die 4-5h im Stadion sind???), so dass man erst das Stadion verlassen und erneut durch die Kontrollen gehen musste. Es gab keine Programm-Flyer, die Stadionsprecher haben häufiger die Namen und Team-Zuordnungen verwechselt (Team Australia war Team Austria...), Flaggen an den Wagen waren teilweise falsch herum befestigt, es wurde zum Sharing auf Twitter und Co. aufgerufen und dabei wurden unterschiedlichste Hashtags genutzt und 3G in dem riesigen Beton-Stadion war fast nicht verfügbar (keine mobilen Stationen), das Eröffnungsprogramm vor den Rennen war ziemlich rudimentär und nur vor Start/Ziel angesiedelt, der thailändische Deputy PM kannte Fahrer wie Vettel anscheinend überhaupt nicht und am Sonntag gab es eine schöne neue Regelung für Getränke (Plastikflaschen!): Getränke ja, aber aus "Verletzungsgründen" nur ohne Deckel. Absurd und völlig unnötig, wenn man eine derart niedrige Besucheranzahl hat. Da muss man nicht die restlichen Besucher vergraulen. (Und die hinter den Taschenkontrollen positionierten Metalldetektoren haben lustig vor sich rumgepiept und niemanden hat es interessiert: Typischer Fall von TIT! This is Thailand!)


Und zuletzt: Es herrschte "Kameraverbot". Nur blöd, dass in Thailand JEDER mit Smartphone und Tablets rumrennt. Gerade iPads sind nirgendwo mehr wegzudenken. Wenn es ein Verbot gibt, dann bitteschön insgesamt und nicht Smartphone/Tablet ja, aber der Falang mit DSLR nein. Nach einigen Diskussion mit dem nicht geschulten Personal haben sie mich dann aber zum Glück in Ruhe gelassen, so dass einige der Aufnahme hier damit entstehen konnten. Wäre je auch irgendwie Blöd für Sponsoren wie REDBULL, SINGHA, VW (übrigens wirklich tolle Unternehmen! ;-)), wenn ihre Veranstaltung keine Verbreitung in Form von kostenloser PR findet, oder?

Von den organisatorischen Schwächen abgesehen war die Veranstaltung sehr unterhaltsam und sehenswert. F1-Rennen werde ich mir sicherlich zukünftig vor Ort anschauen, bislang habe ich sie mehrfach um wenige Tage verpasst. Ich mag aber irgendwie nicht so recht glauben, dass das ROC 2013 wieder in Bangkok stattfinden wird.

P.S.: Kurz nach dem Abschluss des Rennens wurde von Bernie Ecclestone, CEO der Formel 1, bestätigt, dass Thailand im Jahr 2015 ein Formel 1-Rennen bekommt. Und zwar (festhalten!), ein Straßenrennen in Bangkok! Dies macht natürlich Sinn, denn unter den örtlichen Tuktuk- und Taxi-Fahrern hat es ein enormes Potenzial und vielleicht fährt der ein oder andere bis dahin schon in der Formel 1. ;-) Es wird interessant sein, zu sehen, wo genau man im dicht bebauten Bangkok Straßen finden will, die ausreichend breit für die Rennstrecke, Auslaufzonen, Tribünen, Box etcpp. sind und die für mehrere Wochen gesperrt werden können, ohne dass dies verheerende Auswirkungen auf den Verkehr der gesamten Innenstadt hat. Chinatown, Sukhumvit, Khao San? Ehem, eher nein. Im Unterschied zu den bisherigen Stadtrennen in Singapur und Valencia wird dies in Bangkok zu einer echten Herausforderung werden.

In der aktuellen Thailand-Galerie finden sich ~100 Fotos zu dieser Veranstaltung, im nächsten Beitrag folgen meine Videos von beiden Tagen.



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