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Montag, 23.04.2007 - Asien > Südkorea > Jecheon

You never know, what you gonna get... - Teil II

Soweit lief alles recht planmäßig ab. In Danyang wollte ich dann eigentlich eine Fähre besteigen, um in ~2h auf dem "Chungju Lake", einem der größten künstlichen Seen in Korea, hinüber in das knapp 60km entfernte Chungju zu fahren. Vorbei gehen sollte es an steil aufragenden Felsformationen, durch enge Schluchten, bis in die Nähe des Dams, für den das Wasser des Sees aufgestaut wird.



Danyang liegt dabei am östlichen Ende des Sees, der an dieser Stelle eher einem Flusslauf gleicht. Anscheinend hat es in dieser Region in den letzten Monaten nicht genügend geregnet und obwohl wir erst April haben, ist der Wasserspiegel schon derart niedrig, dass man das Fährterminal in Danyang nicht mehr nutzen kann. Einige Boote liegen bereits auf dem Trockenen.

Blöderweise wusste dies der Taxifahrer am Bahnhof von Danyang nicht bzw. er kapierte nicht, was ich denn will, wenn ich auf die Karte, die Stadt Danyang und das Symbol für eine Fähre + die entsprechenden koreanischen Zeichen dafür deute. Rein logisch gedacht, hätte er mir jetzt mitteilen müssen, dass keine Fähren von dort abfahren. Anscheinend wusste er aber nicht einmal, dass es ein Fährterminal in seiner eigenen Stadt gibt.

Nach einer halben Stunde Fahrt bis zum geschlossenen Danyang Terminal und zu einer Polizeistation, in der kein Mensch auch nur ein Wort Englisch sprach (eine Tourist Information gibt es in Danyang nicht), hab ich den Fahrer letztendlich zum nächsten Fährterminal weiter westlich geschickt, was mich insgesamt ganze 20.000 Won gekostet hat. Die Taxi-Fahrer sind leider in Korea ein echtes Problem, denn die haben (meiner Meinung nach) gar keine Ahnung, selbst wenn man sie auf koreanisch ansprechen würde. Da wäre ich billiger gekommen, wenn ich den Taxifahrer auf den Beifahrersitz verbannt hätte und selbst gefahren wäre.

Endlich am "Jangheo"-Fährterminal angekommen, ging es dann wieder los: Keiner vom Personal wusste so richtig, was eigentlich überhaupt an Fähren verfügbar ist und ob man nach Chungju fahren kann etcpp. (angeblich nicht, warum auch immer...). Letztendlich habe ich ein Ticket bis zum nördlichen Ufer ca. in der Mitte des Sees bekommen (genauer: Zum "Cheongpung Pier", was mich 6000 Won gekostet hat.).

Eine halbe Stunde lang konnte ich dann die Fahrt über den Chungju Lake genießen, inmitten einer Menge Koreaner - wiederum kein Westler weit und breit in Sicht. Da ich mein ursprüngliches Tagesziel - Chungju - ohne weitere Fähre nicht mehr erreichen konnte, sollte es nun weiter in die ~30km nördlich vom Fährterminal liegende Stadt Jecheon gehen. Allerdings gab es am Fährterminal keine wirkliche Bushaltestelle, keinen Fahrplan und niemanden, den man Fragen konnte.

Ein Bus kam dann doch und ich habe einfach mal gefragt, ob ich mitfahren kann. Und das war doch höchst unterhaltsam, denn in diesem Bus saßen außer mir nur alte Frauen einer der vielen christlichen Vereinigungen/Freikirchen Koreas. Und während der halbstündigen Fahrt bis zu einer Busstation südlich von Jecheon versuchten diese Frauen doch eifrigst, zu missionieren. Allerdings wie immer komplett erfolglos. ;-) Immerhin gab es kostenlos etwas zu essen und zu trinken, für die Fahrt selbst musste ich nichts bezahlen und Stimmung war im Bus ebenfalls ("Halleluja!").

Von dieser Busstation bin ich anschließend noch von einer koreanischen Familie das letzte Stück nach Jecheon privat mitgenommen wurden, da irgendwie kein Bus in die Stadt erscheinen wollte.

Endresultat: Ich bin jetzt in Jecheon - einer Stadt in der Westler nun wirklich selten auftauchen - und habe einen ziemlich abwechslungsreichen Tag hinter mir. Ist zwar nicht alles so gelaufen, wie geplant, aber gerade die nicht planbaren Dinge machen das Reisen in fernen Ländern doch so spannend, nicht wahr?

Achja: Wie bestellt man in Jecheon etwas zu Essen ohne Koreanischkenntnisse? Ganz einfach: Geld auf den Tisch legen und einfach mal abwarten, was man bekommt. Zumindest die Farbe des Geldes wird anscheinend verstanden. ;-)



Bücher, Filme etc. zu Jecheon (Südkorea)


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