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Sa-bai-Dee! Einmal Laos und zurück![]() Karte zu Laos anzeigen | Weblinks zu Pakse anzeigen In Ubon Ratchathani endet die Nordost-Bahnlinie der State Railway of Thailand. Wer von hier aus weiter nach Laos möchte, der muss zunächst zum Grenzübergang Chong Mek (in Thailand) / Vang Thao (in Laos) kommen. Dies geht mit dem "Thai-Lao International Bus" in 2h. Dieser fährt an der Busstation nördlich von Ubon Ratchathani für 200bt mehrmals am Tag nach Chong Mek und dann direkt weiter nach Pakse. An der Grenze wartet der Bus für einige Zeit, damit man aus Thailand aus- und in Laos einreisen kann. Da jedoch nicht klar war, ob der Bus auch auf Personen ohne bereits vorliegendes Visum wartet (es gibt widersprüchliche Infos dazu online und von Hotels, keine Webseite des Betreibers etc.), habe ich mir stattdessen ein Taxi am Flughafen geschnappt. Dies kostet etwa 800bt bis nach Chong Mek und dauert eine knappe Stunde. Wer noch kein Visum für Laos besitzt, der kann als Europäer sehr unkompliziert an der Grenze ein 30 Tage gültiges "Visa-On-Arrival" bekommen. Dies kostet für Deutsche 30 USD. Ein wenig Formularkram, 1 Passphoto, 50bt "Service Charge" für den Beamten und keine Gepäckkontrolle später hat man dann Stempel + Departure Card im Pass und kann nach Laos einreisen. Außer einigen Duty-Free-Läden und einem kleinen Markt besteht der Grenzübergang auf laotischer Seite nur aus Staub und Geröll. Wer ohne Bus / Tour hierher kommt, muss dann wiederum per Taxi weiter nach Pakse. Und mein Taxi war ursprünglich wahrscheinlich russischer Bauart, Marke kaum mehr erkennbar und vom Zustand her etwa _wie dieses hier_. Nur ohne Scheiben, mit kleinen Löchern im Fussboden und loser Rückbank. Yippie! Willkommen in Laos. Die 37km nach Pakse waren dann nach einer knappen Stunde zurückgelegt. Doch halt: Mein geplantes (aber leider nicht vorgebuchte) Hotel, das zentral gelegene Pakse Hotel, war ausgebucht. Kein Zimmer mehr zu haben, egal welche Kategorie. Verwunderlich, denn in Thailand bin ich praktisch noch nie auf ausgebuchte Hotels gestoßen. Allerdings ist hier nicht etwa die Nachfrage so hoch (High Season in Laos?), sondern das Angebot an Unterkünften so klein. Denn Pakse hat nur 25.000 Einwohner und ich hatte mich bei der Planung ziemlich verschätzt. Vor Ort gibt es kaum etwas zu sehen, von einem für den Süden von Laos relevanten Markt, zwei Wats, einem chinesischem Tempel, dem kleinen Museum und dem breit und träge den Ort umfließenden Mekong einmal abgesehen. Pakse ist sehr klein und nach ein paar Stunden hat man alles gesehen, es gibt eine Handvoll Restaurants rund um die Hotels im Westen von Pakse, ein Paar Straßenstände für laotische Gerichte, aber das war es dann auch. Eingecheckt habe ich dann schließlich für eine Nacht im "Hotel Salachampa". Die Räume liegen jedoch praktisch "auf" der Hauptstraße oder zumindest kommt es einem so vor, es ist daher ziemlich laut. Ein einfaches Zimmer kostet 120.000-180.000 LAK (Laotische Kip, 14-21 USD). Für die nächsten zwei Tage war ich dann doch noch im Pakse Hotel. Der Service ist durchaus freundlich, auf dem Dach gibt es ein Restaurant mit bester Aussicht über Pakse, jedoch war nur ein "Eco Room" mit Fenster zum Gang verfügbar für 20 USD pro Nacht und mit dem wahrscheinlich weltweit langsamsten WiFi. Bessere Zimmer sollte es für 23-33 USD geben. Pakse eignet sich somit nur als Durchgangsstation, z.B. weiter in den Süden (Champasak mit Wat Phu Champasak im Süden, Bolaven Plateau im Osten oder die "4000 Islands" im Mekong an der Grenze zu Kambodscha). Die zentrale Fragestellung ist jedoch: Wie dorthin kommen? Leider sind Mietwagen in Laos praktisch gar nicht zu bekommen und schon gar nicht für One-Way-Trips z.B. von Pakse bis nach Luang Prabang im Norden des Landes. Es gibt zu wenige Anbieter (meist nur in Vientiane, keine internationalen Anbieter), Versicherungen sind ein Problem und wenn Mietwagen erhältlich sind, dann bezahlt man meist für Fahrer, sowie dessen Kost und Logis zusätzlich. Für nur eine Person also nicht aktzeptabel. Motoroller sind verfügbar, aber mit Backpack und über längere Strecken wenig sinnvoll. Busse sind verfügbar, aber laaangsam (z.B. Vang Vieng nach Luang Prabang im Norden, 10h für 168km!), bis unters Dach vollgepackt mit Passagieren und Fracht, mit unsicherem Fahrplan und man kann letztendlich nirgendwo nach Gusto anhalten. In manchen Orte sind zudem nur selten Busse verfügbar. Und dann gibt es andererseits noch Luxus-Touren wie z.B. 2-3 Mekong-Cruise um das Gebiet der 4000 Islands herum, für mehrere Hundert USD. Und zwar auf Booten, die übertrieben aufwändig ausgestattet sind. Normale Transporte auf dem Mekong: Ehhh, Fehlanzeige. Kurzgefasst: Es fehlen Transportmöglichkeiten für Leute, die weder für >100 USD pro Tag einen privaten Wagen samt Fahrer oder Luxus-Touren benötigen, noch Lust darauf haben, per Bus für lediglich 5 USD o.ä. 8-10h eingepfercht durch die Gegend zu fahren. Eine Alternative für längere Strecken wären natürlich noch Flüge mit Lao Airlines. Aber dann sieht man gleich gar nichts vom Land. Warum nun die Erwähnung des "Theravada Buddism" am Anfang des Beitrags? Nun, dies ist die in der Region vorherrschende Religion und diese ist v.a. an den Glauben an Karma geprägt. Jedem ist eine Rolle im Leben zugedacht, zuviel Anstrengung ist daher nicht notwendig. Dies drückt sich dann im Alltag so aus, dass zwar die Leute hier zwar sehr sehr freundlich sind. Von Schulkindern bis zu Polizisten wird man als Farang lächelnd gegrüßt, wenn man durch die Gegend läuft. Wenn man jedoch etwas benötigt, sprich eine Dienstleistung in Anspruch nehmen + dafür entsprechend bezahlen möchte, dann dauert alles endlos lang. Gerade heute morgen: Ich möchte online gebuchte Flüge mit Lao Airlines (2 Webseiten: http://www.laos-airlines.com/ + http://www.laoairlines.com/) umbuchen. Im örtlichen Büro sitzen 3 Angestellte rum, kein anderer Kunde weit und breit, doch die Frage, wie man nun Flüge umbuchen oder stornieren kann, überfordert bereits und die Lösung dieses großen, so ungewöhnlichen Problems nimmt dann fast eine Stunde in Anspruch... Wenn man hier ausländische Unternehmen wie z.B. 7Eleven bei den Convenience Stores zulassen würde, dann würde die jeweilige Branche wohl im Nu komplett umgedreht werden. Aber dagegen gibt es sicherlich gesetztliche Beschränkungen, so dass mangels Konkurrenz kein Bedarf für eine schnelle Weiterentwicklung besteht. Daher habe ich kurzentschlossen den Laos-Trip für diesmal abgesagt. Tut mir Leid, aber eine gewisse Infrastruktur ist zumindest als Webworker wie mich elementar, z.B. WiFi in Hotels, wo man die Buchstaben der Webseiten nicht noch einzeln begrüßen kann. Da ist Laos einfach noch nicht weit genug entwickelt, aber bei einem jährlichen Durchschnittseinkommen, welches niedriger ist als der Preis der Kamera, die ich bei einer Stadtbesichtigung mit mir rumtrage, hätte ich dies wohl auch besser wissen können. Vllt. ja auf ein andermal, wenn ich zeitlich völlig ungebunden bin. Noch ein paar Notizen zu Laos:
Ich bin jetzt auf dem Weg von Pakse via Vientiane nach Bangkok, wo ich noch ein wenig (Weihnachts-)Shopping und andere Aufgaben zu erledigen habe, bevor ich mich auf den Rückweg nach Europa mache. Vietnam und Kambodscha kommen dann ebenso wie Laos später einmal an die Reihe. Bücher, Filme etc. zu Pakse (Laos)
Weitere: Mekong: Der Fluss und seine Menschen, Laos: Handbuch für individuelles Reisen und Entdecke... Kommentare zu diesem BeitragÄhnliche Beiträge im Weltreise Blog
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