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Dienstag, 18.01.2011 - Asien > Kambodscha > Siem Reap / Angkor

Angkor Wat und Siem Reap - Ein Abstecher nach Kambodscha II

Wenn man im Angkor Archaeological Park unterwegs ist, dann überlegt man sich am besten vorab eine Route zwischen den einzelnen Tempeln. Es gibt derart viele davon und z.T. mit größeren Entfernungen dazwischen, dass eine Fortbewegung allein zu Fuss praktisch ausgeschlossen ist - auch deshalb, weil man weiter im Inneren des Parks bei Bedarf dann keinen Tuktuk-Fahrer mehr ohne Gäste finden wird. Daher empfiehlt es sich, einen eigenen Tuktuk-Fahrer für den gesamten Tag zu nutzen. Je nach Distanz kostet dies zw. 10 und 20 USD und die Fahrer warten dann an den jeweiligen Stationen, bis man genug von einem Tempel hat und weiterziehen möchte.



Wegen der Anzahl der Tempel und der möglichen Stationen sollten für Siem Reap / Angkor mindestens zwei volle Tage eingeplant werden. Hier ein paar Stichpunkte dazu:

  • Angkor Wat: Das Angkor Wat ist eindeutig das beeindruckste Monument im Angkor-Park. Es gibt hier sehr detaillierte, fehlerfreie künstlerische Verzierungen an den Tempeln, gerade an den unglaublich langen Figurenreliefs entlang der äußeren Mauer (fast 1km!) mit geschichtlichen Erzählungen der Khmer. Weite Aussicht von den zentralen Towern oben über die Anlage nach einem sehr steilen Aufstieg, einen 190m breiter Wassergraben außenrum, Pools mit Reflektionen der Tempel, weitere Wats auf dem Gelände. Östlich des Angkor Wat treibt sich auf dem Gelände eine Affenhorde rum. Angkor Wat wird derzeit renoviert, daher sind teilweise zentraler Teil und einige Türme nicht zugänglich.
  • Phnom Bakheng: Dieser Tempel liegt auf einem Berg zwischen Angkor Wat und Angkor Thom und ist nach einem 20min Aufstieg erreichbar, teilweise ist der Aufstieg auch mit Elefanten möglich, diese waren während meiner Zeit im Angkor-Park jedoch nirgends zu sehen. Phnom Bakheng bietet einen weiten Ausblick nach Westen über das Western Baray, nach Norden über Angkor Thom und nach Südosten über Angkor Wat. V.a. zum Sonnenuntergang ist diese Lokalisation beliebt. Die Treppen auf dem Tempel oben sind enorm steil.
  • Angkor Thom: Die "Great City" ist eine Anlage auf insgesamt 10km2, in welcher zahlreiche Tempel wie Bayon und Baphuon liegen. Die gesamte Anlage wie auch ein Großteil des Angkor-Parks ist dicht bestückt mit großen Bäumen, die auch in der größten Hitze ausreichend Schatten spenden und für Abkühlung sorgen. Südliches Tor ist am spektukulärsten und wenn man zu Fuss unterwegs ist, kann man z.B. die 5km vom Südtor nach Westen auf der Mauer/dem Erdwall bis zur Südwestecke und hoch zum abgelegenen Westtor laufen. Dies ist wirklich abseits des Trubels und unterwegs gibt es tolle Ausblicke und Eindrücke. Auch im nördlichen Teil von Angkor Thom gibt es viele einsame Abschnitte, da die meisten Besucher als Gruppe oder mit Guide unterwegs sind und sich auf kleine Teile einzelner Anlagen konzentrieren.
  • Bayon: Bayon ist berühmt für seine steinernen Gesichter, die den Besucher von den insgesamt 54 Türmen aus allen Richtungen anschauen und dabei sehr merkwürdig, wissend lächeln. Besonders beeindruckend ist dies kurz nach dem Sonnenaufgang, da das Licht den Gesichtern Leben einhaucht. Bayon liegt genau im Zentrum von Angkor Thom.


  • Baphuon: Diese Anlage ist ein einziges großes Puzzle. Tausende Steine mit Verzierungen liegen in der Umgebung herum und warten darauf, in der Zukunft wieder zu einem kompletten Tempel zusammengesetzt zu werden. Die ursprünglichen Restaurationsarbeiten wurden durch die Khmer Rouge unterbrochen und Aufzeichnungen über die korrekte Zusammensetzung der Steine sind verlorengegangen. Heute kann Baphuon daher nur teilweise besichtigt werden.
  • Weitere Anlagen in Angkor Thom: Royal Enclosure, Phimeanakas, Terrace of Elephants (Aussichtsplattform für öffentliche Zeremonien), Preah Palilay (abgelegen in der Nordwestecke, mit an den Tempel gelehnten Bäumen, umso athmosphärischer)
  • Preah Khan: Preah Khan ist einer der größten Tempel in Angkor auf ganzen 500x600m und liegt nördlich von Angkor Thom am Anfang der "Grand Tour" rund um das Western Baray. Zustand ist heute aber nicht ideal, mit zahlreichen zusammengestürzten Räumen.
  • Preah Neak Poan: Dies ist ein kleiner Tempel auf einer Insel inmitten eines Wasserbeckens mit weiteren Becken aussenrum. Zu sehen sind zahlreiche Verzierungen mit Nagas/Elefanten/Löwen/Apsaras/Kriegern und Gottheiten wie Shiva und Vishnu.
  • Eastern Baray & Eastern Mebon: Das Eastern Baray ist ein 7x1,8km großes Reservoir, welches zur Wasserversorgung der zahlreichen Kanäle und Gräben in Angkor diente. Heute ist dieses jedoch ausgetrocknet, da es nicht mehr vom Siem Reap River gespeist wird. Rund um das Eastern Baray finden sich zahlreiche Tempel, der große Tempel Eastern Mebon wäre dabei eigentlich eine Insel in der Mitte des Reservoirs gewesen.
  • Ta Prohm: Ta Prohm kennt man vllt. aus Filmen wie "Lara Croft". Dieser Tempel wirkt ziemlich verlassen und vom Dschungel verschlungen, wurde für Szenen im Lara Croft-Film genutzt und könnte auch für Indiana Jones geeignet sein. Dicke Baumwurzeln winden sich über die Tempel, man sieht verwitterte, mossbedeckte Mauern, zahlreiche verwinkelte, schattige Höfe. Viele Korridore sind heute durch eingestürzte Mauern gesperrt, da Steine durch Baumwurzeln herausgesprengt wurden. Es handelt sich jedoch um ein kontrolliertes Wachstum des Dschungels, da Ta Prohm natürlich nicht wirklich sich selbst überlassen wird.
  • weitere Stationen auf der Grand Tour: Banteay Samré, Ta Som, Pre Rup (Sonnenuntergang über den Reisfeldern), Sra Srang (800x400m großer Pool östlich von Banteay Kdei), Banteay Kdei (heute nur z.T. erhalten)


Wenn man mehr Zeit in Siem Reap / Angkor verbringt, dann können sich Touren zu den folgenden Zielen lohnen, die ein wenig weiter entfernt sind von Siem Reap (aber max. in 1h per Tuktuk erreichbar):

  • Rolous: Rolous liegt 13km östlich von Siem Reap entlang der Nationalstraße NH6, in der Nähe gleichnamige Stadt mit sehr kambodschanischem Markt ohne viele Touristen. Dies sind die frühesten Monumente der Angkor-Zeit aus dem 9. Jh. Insgesamt gibt es 3 Tempel: Preah Ko (derzeit in Renovierung), Bakong (größter und beeindruckster Tempel vor Ort, zentrale Sandsteinpyramide) und Lolei (4 Ziegeltürme), Eintrittspreis ist im Angkor-Ticket enthalten.
  • Banteay Srei: Eine Tempelanlage ganz aus pinkem/orangen Sandstein, der im Nachmittagslicht zu schimmern beginnt. Dieser Hindutempel ist der Gottheit Shiva gewidmet, sehr künstlerisch und detailliert ausgearbeitet, zwar klein aber sehr fein. Übersetzt heißt Banteay Srei "Citadel of the Women" und die Anlage stammt aus dem 10. Jh.. 32km (1h) von Siem Reap entfernt, z.B. in Kombination mit Kbal Spean oder Beng Mealea kombinieren, der Eintrittspreis ist im Angkor-Ticket enthalten.
  • Banteay Srei Butterfly Center Gelegen im Sanday Village einige Kilometer vor Banteay Srei aus Siem Reap kommend, werden in dieser Anlage die unterschiedlichsten Schmetterlinge gezüchtet. Lohnenswerter kurzer Zwischenstopp, 4 USD. Webseite: www.angkorbutterfly.com
  • Cambodia Land Mine Museum: 25km von Siem Reap im Banteay Srei District gelegen, handelt es sich hier um eine Ausstellung zu den Landminen in Kambodscha, den drastischen Auswirkungen auf die Bevölkerung und die lokalen und internationalen Bemühungen, möglichst viele der trickreichen Minen zu bergen und zu entschärfen. 1 USD Eintritt. Webseite: www.cambodialandminemuseum.org
  • Kbal Spean Viewpoint: Aussicht über den Dschungel, Flussbett mit 2km langem Lauf bergauf zu Schnitzereien, 50km NO von Angkor, Eintrittspreis ist im Angkor-Ticket enthalten, letzter Eintritt um 15:30 Uhr
  • Western Baray: Ein weiteres Reservoir westlich von Angkor Thom mit gigantischen 8x2,3km. Ehem. händisch erbaut durch Deiche an den Rändern steht das Western Baray auch heute noch größtenteils unter Wasser und ist per Boot befahrbar.
  • Wat Thmei: In Siem Reap gelegen ist dies eine moderne Pagode mit dunkler Vergangenheit. In einer Stupa liegen Knochen von Opfern der Khmer Rouge-Herrschaft, viele junge, englischsprachige Mönche.
  • Beng Mealea: Einer der mysteriösesten Tempel von Angkor, hier hat die Natur die Oberhand und vieles liegt in Trümmern, 40km östlich von Bayon (jedoch 70km über die Straße), 5 USD Eintritt

Auch wenn man den ganzen Tag über im Angkor-Park verbringt, muss man nicht Hunger leiden - im Gegenteil. Gegenüber jedem Tempeleingang liegen Marktstände der im Angkor-Park lebenden Bevölkerung, wo man kambodschanische Gerichte testen kann und sobald man stoppt, wird man von teils sehr jungen Kindern umringt, die einem Getränke, Souvenirs, Reiseführer, Obstpakete etc. verkaufen möchten. Unbedingt probieren: Zuckerrohrsaft, frisch gepresst aus Zuckerrohrstangen, mit ein wenig Eis aber sonst keinerlei Zugaben - sehr lecker und ein sofortiger Energieschub.

Weitere Aktivitäten vor Ort könnten ein Helikopterrundflug sein, angeboten z.B. von Helistar Cambodia und Helicopters Cambodia (allerdings gibt es eine Mindestanzahl von Personen pro Flug, was ein Problem sein kann) und Tanzshows mit kambodschanischen Apsara-Tänzen in klassischen Gewändern, angeboten z.B. vom Apsara Theatre im Angkor Village und im Temple Club im Zentrum von Siem Reap.

Mein Hotel in Siem Reap war das Frangipani Villa Hotel (buchbar bei Agoda). Das Hotel liegt östlich des Siem Reap River auf der ruhigen Wat Bo Road und somit in optimaler Position für Ausflüge in alle Richtungen, ein 30m2 "Deluxe Balcony" gibt es um 35 EUR, 51 Zimmer, alles in Weiß gehalten, wurde erst 2010 eröffnet, Pool und Garten hinter dem Hotel, sehr freundliches und hilfbereites Personal, WiFi ganz ordentlich, Tuktuk-Fahrer warten direkt davor auf Kundschaft (Hallo Vibor + Tha!) und daher insgesamt sehr empfehlenswert.

Abschließend noch ein paar allgemeine Notizen zu Kambodscha:

  • Kambodscha ist ein Land mit sehr konträrer Geschichte (u.a. Angkor-Reich und Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot)
  • jetzt ist das Land endlich befriedet (wenngleich weiterhin eines der ärmsten in Asien, ärmer noch als z.B. die Mongolei) und kann sicher bereist werden, Tourismus setzt sich immer stärker durch, noch ist dies aber mehr Abenteuer denn Entspannung
  • zwei internationale Flughäfen mit Phnom Penh und Siem Reap, Einreise an Flughäfen in der Regel einfacher, an Landgrenzen sind Scams möglich (besser (E-)Visa vorher organisieren)
  • Kambodschaner lieben es sich zu unterhalten, recht gute englische Sprachkenntnisse
  • starker Einkommensunterschied in Kambodscha, gerade auch zwischen Stadt (Phnom Penh) und dem restlichen Land, hauptsächlich noch Landbevölkerung mit Subsistenzwirtschaft
  • Hotelstandard hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert, in der Regel alle Kategorien verfügbar, Luxus nur in Phnom Penh, Hotels werden meist in Dollar bezahlt, nur vereinzelt in Riel
  • Budget-Unterbringung bei 2-15 USD, Midrange bei 15-75 USD, in ländlichen Gebieten für 5-10 USD Zimmer ensuite mit A/C und TV
  • immer mehr Betätigungen vor Ort möglich, z.B. Bootsausflüge (u.a. über den Tonlé Sap), Bird-Watching, Fahrradtouren (ca. 2 USD pro Tag), Wassersport, Wandern, Quad-Bike fahren durch die Reisfelder und über staubige Straßen, Mahout Training, Reiten auf Pferden oder Elefanten, Kochschulen für kambodschanische Gerichte (klassisch oder fusion), Golf (WTF!), Spas&Massage
  • übliche Öffnungszeiten, lokale Restaurants/Shops oft 24/7 geöffnet, Museen und andere Attraktionen ebenfalls 7 Tage geöffnet
  • Sicherheit: generell keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen notwendig, jedoch Nachts / im Dschungel nicht allein unterwegs sein, auf den Wegen bleiben wegen Minen, laut Auswärtigem Amt sind Raubüberfälle auch vom Motorrad aus möglich und Bettlerei (gerade auch von Kindern, keine soziale Absicherung, man sollte wenn nur kleine Münzen geben, keine Abhängigkeiten erzeugen)
  • im Dschungel wie z.B. auch rund um Angkor Wat oder in den Nationalparks sollte man auf Schlangen achten, da "camouflage" eingefärbt
  • für Fotos bietet sich als optimale Zeit die zwei Stunden nach dem Sonnenauf- und die zwei Stunden vor dem Sonnenuntergang an, tagsüber ist es meist blendend hell = weißer Hintergrund, siehe Galerie
  • kambodschanische Währung ist der Riel (r), oftmals wird aber USD genutzt bzw. in der Nähe zu Thailand auch thailändischer Baht, oftmals muss in lokalen Märken gehandelt werden
  • ATMs geben direkt USD aus, daher muss Geld eigentlich nicht im Ausland gewechselt werden, Rückgeld ist oftmals in Riel (allerdings sollte man die Riel-Menge nachrechnen!), Riel werden quasi als Dollar-Cent-Ersatz genutzt und man kann auch selbst Einkäufe gemischt bezahlen
  • Riel sollten v.a. vorhanden sein, wenn man auf den Märkten einkauft oder per Motorrad-Taxi umherfährt (z.B. Riel im Gegenwert von 10 USD)
  • Fortbewegung: privates Auto mit Fahrer ca. 25-30 USD pro Tag, Motorrad-Taxis ca. 8 USD pro Tag oder kürzere Strecken, Fahrrad ca. 2 USD pro Tag, "remorque-moto" (á la Tuktuk) ca. 10-20 USD pro Tag, Preise sollten jeweils vorab festgelegt werden
  • Ausreise: Bei der Ausreise über den Flughafen muss nach dem Checkin eine "International Departure Tax" i.H.v. 25 USD bezahlt werden, der kurze Flug Siem Reap-Bangkok kostet somit ganze 183 USD!


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