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Montag, 17.01.2011 - Asien > Kambodscha > Siem Reap / Angkor

Angkor Wat und Siem Reap - Ein Abstecher nach Kambodscha I

Nach über 3 Monaten in Vietnam und Thailand hatte ich für das dazwischenliegende Kambodscha wesentlich weniger Zeit zur Verfügung. Eingeplant war jedoch auch nur ein kurzer Trip nach Siem Reap, in dessen Umgebung das weltbekannte Angkor Wat liegt (nebst knapp 2000 weiteren Tempeln im unterschiedlichsten Zustand). Und so bin ich mit Vietnam Airlines von Phu Quoc via HCMC nach Siem Reap geflogen, zwei kurze Hopser á <1h, die man teils schon für 100 EUR bekommen kann. Am Siem Reap International Airport angekommen, muss man als Deutscher dann zunächst ein Visum beantragen, sofern noch nicht ausserhalb des Landes geschehen. Am brandneuen und architektonisch sehr gelungenen Flughafen (komplett im Tempel-Stil mit gedeckten Farben und hochwertigen Materialien gehalten) ist dieser Prozess jedoch ordentlich durchorganisiert. Mit Pass, Photo und 20 USD ausgerüstet, hat man nach kaum 5 Minuten sein Visum und ist kurz darauf im Land der Khmer. Der Flughafen liegt ein wenig ausserhalb von Siem Reap, selbst die Preise für Taxis sind jedoch standardisiert (7 USD) und somit kann Abzocke auf dem Weg in die Stadt ausgeschlossen werden.



Der erste Eindruck von Siem Reap? Es gibt extrem viele Hotels! Die Nationalstraße NH6 in die Stadt ist zu beiden Seiten dicht bebaut mit großen Hotelanlagen, die meist erst in den vergangenen Jahren errichtet wurden und vorwiegend von Reisegruppen genutzt werden. Architektonisch versuchen die meisten Hotels Elemente von buddhistischen Wats und Tempelanlagen der Khmer mit modernem Design zu vereinen, was mitunter recht gut gelingt. Als Individualreisender findet man dagegen im Zentrum von Siem Reap oder auch ein wenig östlich des kleinen Siem Reap River zahlreiche kleinere, günstige Hotels bzw. Boutique-Hotels und hat dann alle Einrichtungen des Städtchens in Laufweite. Siem Reap ist praktisch komplett auf Touristen ausgelegt und lebt scheinbar gut davon. Praktisch jeder, der die Tempelanlagen besucht, übernachtet hier und somit gibt es neben den Hotels zahlreiche Khmer- und internationale Restaurants und ein lebhaftes Nachtleben. Zentrum des Geschehens ist dabei das Dreieck zwischen Sivatha St., Pithnou St. und Siem Reap River.

Trotz des Touristenandrangs und des mit Abstand schnellsten Wachstums im ganzen Land mit ständig neuen Gebäuden ist Siem Reap weiterhin eine kleine Stadt und in den Seitengassen geht das Leben noch sehr gemächlich vor sich. Die Bewohner leben in einfachen Hütten, teilweise aus Wellblech, ohne großartigen Wohlstand. Umso bemerkenswerter ist die enorme Freundlichkeit, die einem Besucher hier entgegengebracht wird, wenn man durch die Seitenstraßen und Bereiche außerhalb des touristischen Zentrums läuft. Die Menschen sind sehr kommunikativ und selbst die kleinsten Kinder kommen angelaufen und möchten ihr (teilweise wirklich tolles) Englisch ausprobieren. Sie strahlen eine hohe Lebensfreude aus - der Kontrast zu einigen Teilen von Vietnam könnte nicht größer sein...


Siem Reap bestand ursprünglich aus mehreren Wats, um die sich kleine Dörfer bildeten, die dann zusammenwuchsen. Und noch heute sind Wats wie "Wat Bo" (ältester Tempel in Siem Reap, v.a. Dach der Hauptpagode und Wall Paintings sind interessant), "Wat Dam Nak" (ehemals königlicher Palast, "dam nak" = Palast, heute Kulturinstitut, große Anlage mit ziemlich vielen Mönchen in orangen Roben) und "Wat Preah Inkosei" (Architektur vor der Angkor-Zeit, allerdings mit neuerem Tempel überbaut) interessante Anlaufpunkte vor Ort. Dazu zählen auch die gepflegten Royal Gardens (mit Flughunden in den Bäumen), der (Touristen-)Markt Psar Chaa (alter Markt mit allen erdenklichen Mitbringseln, durchaus abseits vom üblichen China-Kitsch), Psar Leu (ein typisch kambodschanischer Markt weiter außerhalb), der Angkor Night Market, die Miniature Replicas of Angkor´s Tempels, aber v.a. das Angkor National Museum. In diesem großen und ebenfalls sehr neuen Gebäude werden in 8 Galerien und wechselnden Ausstellungen ~ 1300 Objekte aus den Tempeln präsentiert und es gibt Informationen zu Themen wie Angkor Wat, Angkor Thom, Historischen Kostümen, der Khmer-Zivilisation etc. Das Museum bietet also einen guten Einstieg in die Thematik, z.B. bei Ankunft am Nachmittag, wenn ein Besuch der Tempel am selben Tag nicht mehr lohnen würde (12 USD Eintritt).

Ebenfalls sehenswert ist das an der NH6 gelegene Cambodian Cultural Village. In dieser Anlage wurden traditionelle Häuser ethnischer Gruppen des Landes nachgebaut (Cham/Chinese/Khmer/...), es finden sich Minaturen diverser Attraktionen aus Angkor und Phnom Penh sowie ein Wachsmuseum, welches Szenen und bedeutsame Persönlichkeiten der Kambodschanischen Geschichte zeigt. Lohnenswert ist ein Besuch der Anlage gerade während der Show-Zeit zwischen 14:30 und 20:00, wo nacheinander in den einzelnen Bereichen der Anlage Szenen wie z.B. eine klassische Khmer-Hochzeit vorgeführt werden (11 USD Eintritt).

Verlässt man Siem Reap in Richtung Süden, dann stößt man nach einigen Kilometern auf den gewaltigen Tonlé Sap, den größten Süsswassersee in Südostasien. Dessen Wasserspiegel und somit Ausdehnung variiert stark je nach Jahreszeit (bis zum 6-fachen!). Er steht in Verbindung mit dem Mekong-Delta via Phnom Penh über einen 100km langen Kanal und während der Monsunzeit dreht sich die Fließrichtung des Wasser um, so dass der See nach und nach vollläuft. Am nördlichen Ufer des Tonlé Sap kann man mehrere "Floating Villages" besichtigen, darunter Chong Kneas. Dies kann individuell mit einem der vielen in Siem Reap herumstehenden Tuktuk-Fahrer organisiert werden, am besten früh am Morgen. Je nach Wasserstand des Tonlé Sap verändert sich jedoch die Position des Dorfes um mehrere Kilometer. Also nicht enttäuscht sein, wenn man es nicht auf Anhieb findet. ;-)

Doch genug zu Siem Reap und Umgebung, wer hierher kommt, möchte doch v.a. Angkor anschauen! Das Angkor Wat ist nur eine der Tempelanlagen nördlich von Siem Reap, wenngleich die mit Abstand bekannteste. Seit 2002 ist Angkor UNESCO World Heritage Site. Ein großer Landstrich rund um die Tempelanlagen wurde zum "Angkor Archaeological Park" erklärt und wird intensiv gehegt und gepflegt. Der Schwerpunkt der Angkor-Zeit lag dabei zwischen den Jahren 802 und 1432, d.h. über einen Zeitraum von 600 Jahren sind die Tempel in dieser Gegend entstanden. U.a. wurden diese errichtet, da jeder Khmer-König einen Tempel seinem Schutzgott widmen musste, ebenfalls gibt es weitere Tempel zur Ahnenverehrung und für den König selbst für die Zeit nach seinem Tod. Ehemals sollen hier über eine Million Menschen gelebt haben, während viele Städte in Europa noch kaum größere Dörfer waren. Heute leben im Park jedoch nur noch einige Hundert Menschen in verstreuten Dörfern.

Trotz der wechselvollen Geschichte Kambodschas, u.a. mit der grausamen Herrschaft der Roten Khmer, sind die Tempel noch relativ gut erhalten geblieben. Wo dies nicht der Fall war, wird in internationaler Kooperation wieder aufgebaut bzw. nach vorherigen Restaurationsversuchen mit teils aggressiven Chemikalien wieder fachmännisch in den Orignalzustand versetzt. Für diesen Park benötigt man ein Ticket, welches pro Tag 20 USD kostet bzw. 7 Tage für 60 USD (nacheinander oder in einem Monat). Darin enthalten ist dann der Eintritt zu allen Tempelanlagen im Park sowie zu weiteren Tempeln in der ferneren Umgebung von Siem Reap. Kommt man am ersten Tag nach 17 Uhr in den Park, so kann man zunächst einen kostenlosen Sonnenuntergang über den Tempeln genießen, während das Ticket erst ab dem nächsten Tag zählt.

Weiter geht es im zweiten Teil des Beitrages zu Siem Reap und Angkor



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