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Montag, 26.09.2011 - Asien > China > Xian

Xian - Auf der Spur der Terrakotta-Krieger bei Qin Shihuangdi

Im zweiten Teil des Beitrages zu Xian geht es kurz um einige der Attraktionen außerhalb der Stadtmauer. Diese erreicht man am besten per Taxi, da sie weit verteilt liegen und das Bussystem für Außenstehende nicht eben leicht verständlich ist. Zu erwähnen ist dabei zunächst die Kleine Wildganspagode, die auf einem Gelände zusammen mit dem Xian Museum etwa 2km südlich des südlichen Stadttores liegt. Auf dem parkartigen Gelände findet sich neben einigen Tempelanlagen v.a. die genannte Pagode aus dem Anfang des 8. Jhs., die (Smog-freies Wetter vorausgesetzt) einen Aufstieg in das 13. Stockwerk auf immerhin ganzen 43m Höhe erlaubt (ja, entsprechend niedrig und eng ist der Aufstieg!) und somit einen Überblick über einen Teil von Xian oder zumindest den umliegenden Park erlaubt.



Wesentlich interessanter ist jedoch das Xian Museum auf dem Gelände, in welchem auf 3 Etagen mehrere Ausstellungen mit chinesischen Kunstsammlungen und Ausgrabungen aus dem Umfeld von Xian gezeigt werden. Der Eintritt in den Park und das Xian Museum ist kostenlos, man bezahlt jedoch - á la Facebook - mit seinen Daten, in diesem Fall mit Name und Passnummer. Der Aufstieg in der Pagode kostet 30 RMB extra.

Ein paar Kilometer weiter im Südosten liegt dann die wesentlich größere Anlage der Großen Wildganspagode. Diese Anlage mit verschiedenen Tempeln drumherum und der sieben Stockwerke hohen Pagode stammt aus der Mitte des 7. Jh. Der schweißtreibende Aufstieg ist für 30 RMB möglich, aber nur bedingt lohnenswert, da man oben nur durch sehr kleine Scheiben auf die boomende Stadt blicken kann. Für die Anlage selbst sind noch einmal 50 RMB Eintritt zu bezahlen. Beides muss man nicht unbedingt von innen gesehen haben (da von außen gut einsehbar). Auf einem Platz direkt nördlich dieser Anlage gibt es jedoch mehrere Hundert Meter lange Springbrunnen, wo mehrmals täglich und v.a. allabendlich um 20:30 Uhr eine große Show abgehalten wird, mit den zu Musik synchronisierten Springbrunnen und entsprechenden Lichteffekten.

Doch kommen wir letztendlich zum eigentlichen Grund für eine Xian-Reise: Der weltberühmten Terrakotta-Armee im Grabhügel des Qin Shihuangdi. 1974 haben Landarbeiter ca. 40km nordöstlich von Xian beim Bau eines Brunnens auf Feldern Tonfragmente und Gräben entdeckt, die zur Grabstätte des chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi führten. Dieser begann rd. 221 v. Chr. im Alter von nur 13 Jahren und schon kurz nach der Besteigung des Thrones mit dem Bau seines zukünftigen Grabes, wobei in 36 Jahren teilweise bis zu 70.000 Arbeiter gleichzeitig und ca. 700.000 Arbeiter insgesamt mit dem Bau beschäftigt gewesen sein sollen. Dementsprechend entstand daraus eine der weltweit größten Grabstätten (insgesamt auf einer Fläche von ca. 56km2).


Nach der Entdeckung der Grabstätte 1974 hat man bislang erst ca. ein Viertel der Anlage freigelegt und ist dort auf eine wahre Armee mit mehreren Tausend lebensgroßen Tonsoldaten gestoßen, die den Kaiser nach seinem Tod bewachen sollten. Der Clou dabei: Diese lebensecht gestalteten Soldaten aus gebranntem Ton sind keineswegs einfache Kopien, sondern haben jeweils ganz individuelle Geschichtsausdrücke, Frisuren und z.T. auch andere Haltungen und Kleider. Die ehemals vorhandenen hölzernen Waffen sind heutzutage - nach über 2000 Jahren - jedoch längst nicht mehr vorhanden. Die Soldaten sind zudem in einer Schlachtordnung aufgestellt, angefangen mit den Bogenschützen, dann den einfachen Fusssoldaten, Flankenschutz links und rechts usw.

Kommt man heute bei der Anlage an - z.B. per Taxi oder Bus vom Hauptbahnhof von Xian, etwa 40min - dann erwartet einen zunächst nicht etwa der Eingang zur Grabstätte, sondern man steht vor einer ganzen Kleinstadt an Souvenirläden und Restaurants, durch die man sich fast 15min durchkämpfen muss, um in die Grabstätte überzuwechseln. Wichtig zu beachten: Tickets gibt es ausschließlich rechts am Parkplatz VOR den ganzen Shops und nicht etwa am Eingang der Grabstätte. Hinweisschilder gibt es zwar überall, die verweisen jedoch nur darauf, wo man bestimmte Shops findet und nicht wo man die Tickets kaufen kann. Verstehe dass, wer will! Der Eintrittspreis liegt bei 110 RMB (weitere Informationen: www.bmy.com.cn). Hat man dies geschafft und die Horden an sich anbietenden Tourguides abgewehrt sowie die Massen an Gruppen aus aller Welt abgehängt, dann kann man endlich in die Grabstätte wechseln und sich dort den aktuellen Stand der Ausgrabungen anschauen.

Zu sehen sind derzeit 3 Hallen/Gruben: In der größten Grube (Pit 1) vom Ausmass eines Flugzeughangars sind von >6000 Terrakottakriegern etwa 2000 in mehreren dichten Reihen zu sehen. Leider nur aus ziemlicher Entfernung, ein Fernglas oder eine Kamera mit gutem Zoomobjektiv sind daher hilfreich. Im hinteren Teil der Grube gehen die Ausgrabungen derzeit noch weiter bzw. sieht man dort auch diverse Soldaten, bei denen einige Teile fehlen, die also erst intensiv restauriert werden müssen, bevor sie die Armee im vorderen Teil ergänzen können. Ganz am Ende stehen einige ebenfalls aus gebranntem Ton geformte Pferde, die ehemals hölzerne Wagen zogen. In Pit 2 und Pit 3 hingegen sind die Arbeiten noch nicht soweit fortgeschritten. u.a. sieht man hier Soldaten oder Pferdeköpfe, die z.T. aus dem aufgeschütteten Grabhügel emporragen und noch auf ihre Ausgrabung warten, gleichzeitig können in diesen Hallen aber einige Soldaten auch aus der Nähe besichtigt werden, gleichwohl leider nur hinter Glas.

Mehr erfahren kann man über die Anlage in einem Einführungsfilm in einem Gebäude links von Pit 1 und auf der rechten Seite der Anlage gibt es ein Museum mit weiteren Ausstellungen zum Grabhügel des Qin Shihuangdi. Sobald die bisher ausgegrabenen Terrakottakrieger, Schlachtwagen etc. komplett restauriert wurden, will man sich dann in einigen Jahren daran machen, die noch verschlossenen 3/4 der Anlage freizulegen. Was genau sich dort verbirgt, weiß bislang jedoch noch niemand so richtig.

Hotel in Xian: City Hotel in der Nähe des Glockenturms

Mein Hotel in Xian war das City Hotel (buchbar via Agoda) und das kann ich nun leider wirklich nicht empfehlen. Die Lage ist zwar sehr gut, direkt in einer Gasse an die zentrale Straße Nan Da Jie zwischen Glockenturm und südlichem Stadttor angrenzend (von hier aus erreicht man praktisch alles zu Fuss). Allerdings ist das Hotel deutlich abgewohnt, mit merkwürdig kombinierten Materialien, fleckigen Teppichen und v.a. einem völlig verplanten Staff. Hier spricht man alles, aber kein (vernünftiges) Englisch und v.a. scheint ein Manager zu fehlen, der die Linie vorgibt. Wer z.B. gerne 2h warten möchte, damit sich der (ziemlich teure) Laundry Service nach einem halben Dutzend Telefonaten launig bequemt, jemanden zur Abholung vorbeizuschicken, der ist im City Hotel richtig. Und dieselbe Nummer noch einmal bei der Rückgabe und einigen anderen Dingen. Auch sonst kann das Hotel nicht wirklich überzeugen, z.B. mit langsamen, stotterndem Internet per LAN. Selbst zu den Preisen via Agoda (~34 EUR für Standard Room ohne Frühstück und wesentlich günstiger, als dass was vor Ort verlangt wird) ist das Hotel nicht tragbar. Fazit daher leider: FAIL!



Bücher, Filme etc. zu Xian (China)


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