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Freitag, 30.09.2011 - Asien > China > Shanghai

Chinas Boomtown Shanghai - Transrapid, Wolkenkratzer, Megawachstum I

Ein neuer Tag, eine neue Stadt. Diesmal verschlägt es mich ganz an die Ostküste des Landes, in die boomende Wirtschaftsmetropole Shanghai. Mein nächstes Ziel danach ist zwar Chengdu - eine Stadt nicht weit von Xian entfernt - allerdings versuche ich Shanghai zu erkunden, bevor mit dem Nationalfeiertag am 01.10. die sogenannte "Golden Week" in China beginnt, eine Woche in der gerade in Peking und Shanghai mit massivem Besucheraufkommen gerechnet werden muss und dementsprechend ausgebuchten Hotels, Flügen etc. Daher ging es vor ein paar Tagen mit Air China in guten 2h nach Shanghai zum Shanghai Pudong International Airport (PVG, 160 EUR), wo auf jeden Reisenden eine ganz besondere Überraschung wartet. Zuerst einmal muss man sich jedoch auf dem Flughafen durch eine schier unendliche Anzahl an Gates kämpfen.



Vom Flughafen in die Stadt geht es - neben den Alternativen Taxi, Bus und U-Bahn - mit dem weltweit einzigen im täglichen Betrieb genutzten Transrapid, hier Shanghai Maglev genannt. Dieser startet am Flughafen zwischen Terminal 1 und 2 und benötigt für die etwa 30km lange Strecke in den Shanghaier Stadtteil Pudong gerade einmal 8 Minuten. Dies ist auch kein Wunder, beschleunigt der Maglev doch bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von schlanken 431 km/h. Als Fahrgast merkt man dies nur an den vorbeiflitzenden Landschaften, die schon eine leicht längliche Form anzunehmen scheinen ;-) sowie einem hohen Pfeifton. Der Maglev liegt allerdings wesentlich ruhiger in der Spur, als ein ICE bei Tempo 80. Passiert ein anderer Maglev auf der Parallelspur, dann merkt man dessen leichten Schatten erst, als dieser schon längst wieder vorbeigezischt ist (klar, bei 2x431 km/h...).

Eine Fahrt kostet normal 50 RMB oder wenn man ein Flugticket für den Tag vorweisen kann 40 RMB. Für 80 RMB gibt es ein 7 Tage gültiges Return-Ticket. In Shanghai kommt man dann an der U-Bahn-Station Longyang Road an, wo man auf die Linien 2 und 7 wechseln kann. Um in die Innenstadt zu wechseln, dauert es dann noch einmal knappe 20 Minuten.


In Shanghai habe ich mich genau im Zentrum der Stadt einquartiert. Die Metropole mit einer Einwohnerzahl - je nach Quelle - irgendwo nördlich von 20 oder 23 Millionen (zzgl. der Millionen "illegaler" Wanderarbeiter) wird durch den Fluss Huangpu in die zwei Teile Puxi (westlich) und Pudong (östlich) geteilt. Puxi ist das ursprüngliche Shanghai, wobei v.a. die Uferpromenade Bund und die Einkaufsstraße Nanjing Lu das eigentliche Zentrum darstellen. Glücklicherweise liegt mein Hotel keine 50m entfernt von beidem, so dass dieses einen optimalen Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt darstellt (mehr dazu unten).

Shanghai ist heute eine Stadt der Hochhäuser, es soll bereits mehr als 3000 davon geben. Diese sind zwar mitunter architektonisch durchaus gelungen, haben aber auch einen gravierenden Nachteil: Die eigentliche Geschichte der Stadt geht durch die Hochhäuser Stück für Stück verloren und das Leben verschwindet von der Straße und all den kleinen Läden in die hochmodernen Shoppingmalls. Shanghai ist daher nicht mit Peking zu vergleichen. Die Stadt will nach vorn, setzt alles auf Wachstum und hat durchaus seine imposanten Seiten mit den Wolkenkratzern in Pudong, den mehrstöckigen Straßen uvm., besonders angesprochen hat mich die Stadt aber nach jetzt 4 Tagen dennoch nicht. Da gibt es mit Hong Kong, Seoul und Tokyo einige andere Städte in der Region, die Vergangenheit und Zukunft wesentlich harmonischer zusammen führen.

Dennoch im Folgenden eine Übersicht über einige Attraktionen der Stadt:

  • Einkaufsstraße Nanjing Lu: Die zentrale Einkaufstraße führt in W-O-Richtung vom Jingan-Tempel über den People´s Square bis zum Bund mit seinen Kolonialbauten. Der Teil östlich des People´s Square ist Fussgängerzone und die klassische Einkaufsstraße der Stadt, mit Nachts überbordender Neon-Reklame, diversen Malls, den "Shanghai Girls" und anderen Leuten, die ihre Scams an ausländischen Besuchern ausprobieren ("kostenlose" Teeverkostung, Kunstausstellung der Schule, "Massagen" o.ä.), Verkauf von Raubkopien/Fake-Produkten (z.B. Fake-iPhones direkt vor dem Apple-Store!), Mini-Eisenbahn für Fussfaule etc. Der westliche Teil dagegen hat größere Malls mit überwiegend westlichen Marken. Beides kann man gesehen haben, die Nanjing Lu hat aber weder die Dimensionen einer Singapurer Orchard Rd., noch das nächtliche Flair von Shinjuku oder Shibuja in Tokyo.
  • Uferpromenade Bund mit Skyline: Hier sind die zw. 1900 und 1940 von den Engländern errichteten Kolonialbauten entlang der Krümmung des Flusses Huangpu auch heute noch das prägende Element. Die kolonialen Prachtbauten beherbergten früher v.a. Banken und Clubhäuser der internationalen Vertretungen, heute sind dort meist Hotels oder Luxusboutiquen eingezogen. Vom Bund hat man einen tollen Blick hinüber in das neue Stadtviertel Pudong, in welchem seit einigen Jahren die Hochhäuser nur so aus dem Boden sprießen. V.a. in der Nacht ist dies imposant, wenn die Tower dann beleuchtet werden bzw. als überdimensionierte Videoleinwände genutzt werden. Tagsüber kann man sich an dem intensiven Schiffsverkehr unterschiedlichster Art sattsehen, denn hier verkehrt alles, egal ob Schlepper, Kreuzfahrtschiffe oder schwer beladene Frachter mit Kohle.
  • Shanghai Bund Tunnel: Um trockenen Fußes vom Bund hinüber nach Pudong zu kommen, kann man den Shanghai Bund Tunnel nutzen. Dort verkehrt unterirdisch eine Art Mini-U-Bahn. Auf der knapp 5 Minuten langen Fahrt für 50 RMB kommt man jedoch nicht nur von A nach B, sondern bekommt unterwegs noch eine äußerst schräge, psychelische Lichtshow von allen Seiten geboten. Muss man mal gesehen haben!
  • Oriental Pearl Tower: Von weither sichtbar ist der 468m hohe Fernsehturm in Pudong mit seinem ungewöhnlichen rosafarbenen Perlen-Look (Bild oben in der Mitte). Für 120 RMB kann man in dem Turm auf 263m Höhe hochfahren und dort die Aussicht auf Shanghai genießen. Eine Etage darunter auf 259m Höhe gibt es eine umlaufende Plattform mit gläsernem Fussboden, wo die Stadt einem sprichwörtlich zu Füßen liegt. Für zusätzliche 50 RMB kann man in das "Space Module" in 350m Höhe hochfahren. Dies lohnt allerdings aufgrund der verdreckten Scheiben derzeit nicht wirklich. Und auf 90m Höhe gibt es zuletzt noch eine Open-Air-Plattform mit freierer Sicht.
  • Shanghai Urban History Development Museum: Nachdem man vom Oriental Pearl Tower wieder heruntergefahren ist, kann man dieses kostenloses Museum an der Basis des Turms besuchen, was ich sehr empfehlen würde. Hier wurden zahlreiche Straßenszenen aus dem alten Shanghai v.a. rund um die Jahrhundertwende zum 20. Jh. 1:1 nachgestellt, dazu gibt es Miniaturmodelle z.T. mit Video-Holographien und Stadtmodelle von Shanghai zu verschiedenen Epochen. Insgesamt sehr nett gemacht und eine weitere Attraktion, die in Reiseführern maximal kurz erwähnt wird.
  • Shanghai Ocean Aquarium: Liegt ebenfalls in Pudong und nicht weit nördlich vom Oriental Pearl Tower.
  • Super Brand Mall: Angeblich die größte Mall in China, lädt mit Cafés am Wasser mit Aussicht auf den Bund zu einer Pause ein.


  • Jin-Mao-Tower: Der Jin-Mao-Tower streitet sich mit dem World Financial Center um den Titel des schönsten Wolkenkratzers in Shanghai. Mit "nur" 420,5m Höhe ist das Gebäude zwar ein ganzes Stück niedriger als das unmittelbar daneben stehende WFC, aber mit seiner modernen Interpretation einer chinesischen Pagode nicht minder ansehnlich. Man kann für 100 RMB (derzeit nur 70 RMB) in den 88. Stock hochfahren und dort u.a. auf den Oriental Pearl Tower hinabsehen. Extrem ist der Blick von oben in das mehrere Hundert Meter hohe Atrium im Inneren des Gebäudes.
  • World Financial Center: Mit 492m ist das WFC das derzeit vierthöchste Gebäude weltweit und für Shanghai-Besucher ist ein Abstecher zum WFC Pflicht. Hier kann man die Aussicht aus dem 94./97./100. Stockwerk genießen (423, 439, 474m Höhe), wobei die Aussichtsplattform im 100. Stockwerk auf einem Steg liegt, der die zwei Gebäudeteile des wie ein Flaschenöffner erscheinenden WFC miteinander verbindet. Auch hier gibt es wieder einen Glassboden, unter dem es knapp 500m nach unten geht. Das Ticket kostet normalerweise 150 RMB, derzeit aber nur 120 RMB. Weitere Informationen: www.swfc-observatory.com
  • Shanghai Tower: Dieser Tower ist derzeit im Bau befindlich und wird voraussichtlich 2014 fertiggestellt. Er vervollständigt das geplante Dreigestirn mit Jin-Mao-Tower und WFC - wird aber nicht ganz so niedrig sein... Stattdessen ist eine Endhöhe von 632m geplant, womit dieser Turm dann 2014 das zweit- oder dritthöchste Gebäude der Welt wäre. Weitere Informationen zu den Planungen gibt es in der Wikpedia.
  • Fähren über den Huangpu bzw. Hafenrundfahrten: Von Puxi nach Pudong und zurück kann man auch per Fähre übersetzen. Die 5-minütige Fahrt kostet nur 2 RMB und findet tagsüber alle 5min statt. Wer sich Shanghai eingehender vom Wasser aus anschauen möchte, der kann am Bund in Höhe der Yanan Donglu mehrstündige Fahrten bis zum Jangtse-Delta sowie einstündige Fahrten und Abendfahrten durch die Stadt buchen.


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