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Donnerstag, 22.09.2011 - Asien > China > Peking/Beijing

Peking - Von der Wangfujing Dajie bis zu den Olympiaanlagen von 2008

Peking ist auf jeden Fall eine Reise wert, dies kann ich nach nunmehr 5 Tagen hier vor Ort eindeutig sagen. Und Peking hat soviel zu bieten, dass man wohl besser länger bleibt, als dies üblicherweise von Reiseführern empfohlen wird. Für 5-7 Tage hat man in Peking ein volles Programm und hat am Ende dennoch längst nicht alles gesehen. Im Folgenden gibt es eine kommentierte Übersicht einiger Orte, die ich in den vergangenen Tagen besichtigen konnte. Los geht es mit den ersten 2 Tagen, u.a. mit dem Tiananmen-Platz, dem Yonghegong (Lama-Tempel), dem wirklich empfehlenswerten Chinesischen Nationalitätenpark und den Anlagen von Olympia 2008.



Tag 1 / Ankunft und erstes Kennenlernen der Metropole Peking

  • Wangfujing Dajie: Die Wangfujing Dajie ist Pekings moderne und lebhafte Shoppingmeile ganz im Herzen der Stadt und nur wenige Minuten Fussmarsch östlich der Verbotenen Stadt. Die Straße ist z.T. eine Fussgängermeile und ist gespickt mit modernen Malls, Luxus-Boutiquen, Supermärkten und einigem mehr. Auch zahlreiche Hotels sind hier zu finden und eine Anbindung an die U-Bahn gibt es am Südende sowie einen Block weiter östlich, so dass die Wangfujing Dajie eine gute Basis für die Erkundung von Peking darstellt. Im südwestlichen Teil gibt es ein kleines Gassengewirr mit Hunderten Ständen, bei denen man Spezialitäten wie Mini-Skorpione am Spieß verkosten und allerlei Produkte aus den unterschiedlichsten Teilen des Landes erwerben kann. Weiter nördlich findet sich eine christliche Kirche/Kathedrale, vor der sich am Abend mehrere Hundert Leute versammeln, die dort gemeinsam Gruppentänze vollführen (für sich selbst, einfach so).
  • Donghuamen Night Market: In einer Nebenstraße der Wangfujing Dajie gelegen lädt dieser Nachtmarkt seit 1984 zum großen Schmaus ein. Hunderte Stände verkaufen hier z.B. Lamm-Kebap, Fleischspieße, scharfe Suppen, Nudelgerichte, Süßigkeiten aller Art zum kleinen Preis und fertig zubereitet. Gegessen wird direkt vor Ort, ohne Sitzgelegenheiten. Alles ist äußerst lecker und ziemlich preiswert.
  • Stadtplanungsausstellung Peking: Die "Beijing Planning Exhibition Hall" liegt am südöstlichen Ende des Tiananmen-Platzes. Das massive Gebäude beherbergt auf mehreren Etagen Ausstellugen zu Pekings Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wie z.B. auch ein großes Bronzemodell mit Peking von 1949 und einem großen begehbaren Stadtmodell des aktuellen Peking (daher wird dieses beständig umgebaut). Vieles ist aber nur in Chinesisch beschriftet und es fehlt ein wirklich umfassendes Konzept, trotz der 1A-Lage der Ausstellung. Wünschenswerte Vorbilder für die Zukunft: das Londoner Museum of Docklands und das New Yorker Museum of the City of New York. (Di-So 9-17, 30 RMB, U-Bahn 2: Qianmen, weitere Informationen: www.bjghzl.com.cn)


  • Qianmen (vorderes Tor): Schließt den Tiananmen-Platz zur Südseite hin ab und besteht heute aus zwei separaten Towern. Im Turmaufbau des nördlichen Tores gibt es eine Fotoausstellung mit Bildern des alten Peking, allerdings sind die Tower nicht immer zugänglich.
  • Platz des Himmlischen Friedens / Tiananmen-Platz: Dies ist das symbolbehaftete Zentrum des (ehem.) sozialistischen China. Der Platz ist ganz im Zentrum der Stadt gelegen und fasst auf 500x800m Fläche über eine halbe Million oder nach anderen Quellen bis zu einer Million Menschen. Angeblich ist es der größte innerhalb einer Stadt gelegene freie Platz. Am Morgen und Abend gibt es eine Flaggenzeremonie (die Zeitangabe ist auf der offz. Webseite zu finden), bei der die Soldaten aus dem Tiananmen-Tor heraus auf den Platz marschieren. Der Platz wird von den wichtigsten Gebäuden Chinas eingerahmt, wie dem neuen Nationalmuseum und dem Nationalen Volkskongress. In der Mitte des Platzes gibt es eine Gedenkstele der Volkshelden.
  • Mausoleum von Mao Zedong: Direkt auf dem Tiananmen-Platz gelegen ist dieses Mausoleum mit dem Leichnam von Mao Zedong. Für den gewaltigen Bau gibt es sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen, z.B. müssen Handys, Kameras etc. vorab abgegeben werden. Die Öffnungszeiten sind sehr eingeschränkt und es kan zu langen Schlangen kommen. Ob sich dies lohnt, muss jeder individuell entscheiden, ich habe das Mausoleum ausgelassen.
  • Jingshan Park mit Kohlehügel: Der Park liegt genau auf Pekings N-S-Achse nördlich an die Verbotene Stadt anschließend. Der sogenannte Kohlehügel (einstmals als Lager für Kohlevorräte genutzt und bestehend aus dem Aushub des Palastgrabens) ist mit Tempeln gespickt und bietet ein tolles Stadtpanorama, u.a. mit Blick auf eben die Verbotene Stadt und den Beihai-Park im Westen. Der Jingshan Park ist ein wirklicher Ruhepol für diesen Teil der Stadt und unter den dichten Bäumen relaxen die Pekinger, manche Musizieren mit Mundmarmonika, Harfe und Co., ein paar Leute üben sich in der Peking-Oper (die aus westl. Perspektive doch leicht schräg klingt), ältere Herren spielen chinesische Brettspiele und der Park wird morgens und abends auch für Tai Chi genutzt, Teilnahme empfohlen. (tgl. 6:00-22:00)


Tag 2 / Konfuzius und die Olympiade

  • Konfuziustempel und Kaiserliche Akademie: Diese beiden Tempelkomplexe liegen direkt an der 2. Ringstraße im Norden des Zentrums und sind miteinander verbunden. Hier gibt es u.a. eine Ausstellung zum Leben und Wirken des chinesischen Philosophen Konfuzius, dessen Weggefährten und der westl. Rezeption seiner Thesen. Dies ist eine sehr entspannende Anlage mit schattenspendenden Baumalleen und vielen hintereinanderliegenden Tempeln samt Innenhöfen. (15 RMB, weitere Informationen: www.kmgzj.com)
  • Yonghegong (Lama-Tempel) Eine der bekanntesten Attraktionen von Peking und dementsprechend überlaufen. Der auch heute noch praktisch genutzte Buddhatempel samt Mönchen ist der größte seiner Art in der Stadt und beinhaltet fünf aufeinanderfolgende große Hallen, u.a. mit 26m hoher Statue aus einem einzigen Sandelbaumstamm, Weihrauch, den Statuen der Wächtergottheiten, lachenden Buddhas und allem was dazugehört. (25 RMB, weitere Informationen: www.yonghegong.cn).
  • Erdaltar: Eine der Kultstätten der chinesischen Kaiser, an der immer zur Sommersonnenwende gehuldigt wurde. Derzeit leider wegen Renovierung gesperrt, der Park drumherum ist aber frei zugänglich.


  • Chinesischer Nationalitätenpark: Dieser Park hat mich am meisten überrascht, denn dazu gibt es kaum etwas zu lesen. Der Park beschäftigt sich auf einer riesigen Fläche mit den 56 Minderheiten in China und stellt als wirklich umfangreiches Freilandmuseum Bauwerke aus allen Teilen Chinas, mit Sitten und Gebräuchen all dieser Minderheiten en detail vor. Dazu wurde intensivstes Terra-Forming betrieben, denn auf der eigentlich planaren Fläche wurden Hügel aufgeschüttet, Seen und Flüsse angelegt, um ein möglichst authentisches Abbild des klassischen Lebens der Uiguren, Tadschiken, Mongolen, Koreaner und vieler noch wesentlich kleinerer Minderheiten zu haben. Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurden (z.T.) aus dem jeweiligen Landesteil entnommen und hier wieder neu errichtet, sie besitzen eigene Gärten, Märkte, voll möblierte Wohn- und Wirtschaftsräume. Die Anlage wird aktiv bewirtschaftet mit Reis- und Gemüseanbau und Tierhaltung. In den Gebäuden sind jeweils Vertreter einer Minderheit in Tracht zu finden. Mehrmals täglich gibt es Shows mit traditionellem Gesang und Tanz, man kann lokale Speisen verköstigen und andere handwerkliche Güter erwerben etcpp. Teile der Anlage wie z.B. zu Tibet (mit Lhasa-Tempel) sind derart hoch gelegen, dass diese einen guten Überblick über die Anlage und die benachbarten Olympiastätten bieten. Der Chinesischer Nationalitätenpark ist wirklich mächtig groß mit über 200 Gebäuden auf 50 Hektar, man braucht mindestens 4h für die Anlage und ein Besuch ist als China-Einstieg wärmstens zu empfehlen (auf demselben Level wie bspw. Skansen auf Djurgarden in Stockholm)! Da andere Besucher praktisch nicht existent sind, kann man sich ganz in die einzelnen Szenarien hineinversetzen. (90 RMB, weitere Informationen: www.emuseum.org.cn).


  • Olympiaanlagen 2008: Die Olympiade 2008 hier in Peking und einigen anderen Orten in China ist sicherlich vielen noch ein Begriff. Erst umstritten und dann doch gefeiert, nicht zuletzt aufgrund der famosen Architektur der neu errichteten Olympianlagen im nördlichen Teil der Stadt. Vor allem das Nationalstadion "Vogelnest" (war Schauplatz der Eröffnungs- und Schlusszeremonie und zahlreicher Wettbewerbe, weitere Informationen: www.n-s.cn) und das Nationale Schwimmzentrum "Wasserwürfel" (war Schauplatz der Schwimmwettbewerbe, erinnert in Bauform an die Molekularstruktur des Wassers), bleiben mit ihrer ungewöhnlichen Gestaltung im Gedächtnis. Diese und weitere Stadien und olympische Sportstätten sind heute Teil des "Olympia Sports Center", der als Park für jedermann zugänglich und sehr gut besucht ist. Hier kann man kilometerweit auf den Wegen zwischen den Anlagen umherflanieren und auf Wunsch auch die Anlagen genauer besichtigen. Rund um das Nationalstadium zeigt sich Peking mittlerweile von seiner grünsten Seite mit neu angelegten, schilfgesäumten Wasserwegen und Solarzellen und weit im Norden schließt ein riesiges Naherholungsgebiet an.

Zeitaufwand für diese Tour: 8-10h, je nach Besucherandrang und Lauf-Willen.



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