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Freitag, 23.09.2011 - Asien > China > Peking/Beijing

Peking - Kaiserpalast, Nationalmuseum, Sommerpalast uvm. in Chinas Hauptstadt II



Im letzten Teil der Peking-Tour starten wir nördlich der Verbotenen Stadt in der Chinesischen Nationalgalerie. Obwohl dieses Gebäude von Guidebooks üblicherweise links liegengelassen wird, kann ich einen Besuch nur empfehlen. Die verschiedenen Ausstellungen zur chinesischen (Gegenwarts-)Kunst auf den 3 Etagen sind nur zu empfehlen. Hauptsächlich werden Malereien und Zeichnungen gezeigt. Weiter geht es dann in westlicher Richtung zu den Seen, die sich vom Süden an der Verbotenen Stadt entlang bis weit in den Norden erstrecken und eine der schönsten Gegenden Pekings darstellen.

Karte zu Peking/Beijing in China anzeigen | Weblinks zu Peking/Beijing anzeigen

Tag 5 / Chinesische Nationalgalerie, Beihai Park / Shichahhai

  • Beihai Park: Der einstige kaiserliche Lustgarten Fangshan westlich des Kaiserpalastes mit dem Beihai-See (nördlicher See) ist heute ein grandioser Park rund um einen See, den man wirklich nicht verpassen sollte. Auf 68 Hektar kann man hier die Aussicht auf den See und die vielen kleinen Tempel rundherum genießen. In besonders strengen Wintern soll man auf dem See sogar Schlittschuh laufen können, was sicherlich ein tolles Erlebnis sein muss. Derzeit kann man hier jedoch bei aktuell 26-28° C noch Ruder- und Paddelboote ausleihen. Highlight der Anlage ist die Jadeinsel (Qionghua), auf die eine weisse Marmorbrücke führt. Dort findet sich oben auf einem Hügel eine Weisse Pagode (Dagoba) im indischen Stil, knapp 36m hoch aus dem 17. Jh. Wer hochklettert, kann von dort die Aussicht auf Beihai Park, Jinghan Park und die Verbotene Stadt genießen. Die Pagode war übrigens ein Willkommensgeschenk für den damaligen Dalai La**zensiert**. Der Eintrittspreis liegt bei 20 RMB (weitere Informationen: www.beihaipark.com.cn).
  • Shichahai: Die Gegend um die nördlichen Seen Qianhai und Houhai ist als Shichahai bekannt und ist so etwas wie das Prenzlauer Berg Pekings. Vor allem im östlichen Teil rund um die Marmorbrücke Yinding Qiao finden sich am Seeufer zahlreiche Bars und Cafés, gern auch mal der teureren Sorte (zu erkennen an den davor parkenden Porsche Panamera/Audi Q8 der Pekinger Oberschicht), die sich Abends als Ausgehziel anbieten. Tagsüber kann man in der Gegend die verwirenden Hutongs in der Gegend erkunden. Zu Fuss oder wer mag alternativ per Rikscha. Je näher am See gelegen, desto mehr wurden die Gebäude aber kulissenhaft neu im alten Stil errichtet.
  • Trommel- und Glockenturm: Am Nordende der N-S-Achse aus Verbotener Stadt, Tiananmen-Platz usw. liegen in Shichahai der Trommel- und Glockenturm (Gulou und Zhonglou). Beide Türme aus dem frühen 15. Jh. sind knapp 50m hoch mit sehr steilen Treppen und wurden ehemals für die Verkündung der offiziellen Zeit genutzt. Danach richtete sich z.B. wann die Stadttore geschlossen wurden und somit wann das öffentliche Leben in Peking zur Ruhe kam. Im südlichen Trommelturm sind heute oben noch zahlreiche Trommeln zu sehen und etwa stündlich gibt es eine sehenswerte Trommelshow. Der auf der anderen Seite des Platzes im Norden gelegene Glockenturm beherbergt dagegen oben nur eine einzelne, dafür umso gewaltigere Glocke. Der Eintrittspreis für beide Türme zusammen liegt bei 30 RMB.

Peking/Beijing - Aussicht auf die Verbotene Stadt vom Kohlehügel I[+] Peking/Beijing - Tor des Himmlischen Friedens / Tiananmen II[+] Peking/Beijing - Konfuziustempel und Kaiserliche Akademie VI[+]

Tag 6 / Der Sommerpalast

Der Sommerpalast ist eine ganz besondere Attraktion im Nordwesten von Peking, 15km nordwestlich des Stadtzentrums. Mitte des 18. Jhs. entstanden und seitdem immer wieder erweitert und neu gebaut (auch durch eine zweimalige Zerstörung durch Engländer und Franzosen), war diese Anlage das Sommerlager des Kaisers, um der hochsommerlichen Hitze des Kaiserpalastes zu entfliehen. Der Sommerpalast liegt am Kunming-See, der eigens dafür von einer über 100.000 Mann starken Truppe ausgehoben bzw. vertieft wurde.

Peking/Beijing - Olympiaanlagen 2008 VI[+] Peking/Beijing - Jingshan Park mit Kohlehügel und Aussicht VI[+] Peking/Beijing - Chinesischer Nationalitätenpark XXI[+]

Am nördlichen Ufer des Sees finden sich heute zahlreiche Tempel- und Palastanlagen mit sehr unterschiedlichen Baustilen wieder, die die einzelnen Teile des chinesischen Kaiserreiches wiederspiegeln. Dazu zählen die mehrfach hintereinander angeordneten Tempelanlagen im östlichen Teil genauso wie der zentrale und weithin sichtbare Sommerpalast Yihe Yuan. Am Ufer des Sees ersteckt sich ein über 700m langer, verzierter Wandelgang, der im Westen auf ein ganz aus Marmor geformtes Schiff trifft. Nördlich davon gibt es Bootshäuser aus der Qing-Dynastie zu sehen, die Suhzou Street mit Kunstgeschäften sowie zahlreiche kleinere Tempel oben auf der im Unterschied zum sonst sehr flachen Innenstadtbereich von Peking recht bergigen Anlage.

Folgt man dem östlich Seeufer nach Süden, dann trifft man dort auf eine Insel die über die 17-Bogen-Brücke erschlossen wird. Diese bietet einen guten Überblick über die vielen Bauten weiter nördlich. Man kann innerhalb des Parks entweder den See umrunden, oder man nutzt für 10 RMB die Fähre die in den Nordwesten des Sees übersetzt. Gerade bei gutem Wetter ist der grüne und schattenspendende Park rund um den Sommerpalast beliebt bei den Pekingern, wie im Beihai-Park kann man hier ebenfalls Ruder- und Paddelboote ausleihen, um den See unsicher zu machen. Der Park kostet 30 RMB Eintritt bzw. 60 RMB mit allen Anlagen (weitere Informationen: www.summerpalace-china.com). Man kommt am besten mit der U-Bahn zum Sommerpalast, mit der Linie 4 zur Station Beigongmen. Ebenfalls möglich ist die Anfahrt per Schiff, welches von einem Dock am Pekinger Zoo startet.



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